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Fernsteuerbarer USB-Hub

USB-Hubs gibt es wie Sand am Meer und neue Funktionen haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Der 8-fach-USB-2.0-Hub der auf Messtechnik spezialisierten deutschen Firma MCD Elektronik fällt jedoch auf: Jeden seiner acht Downstream-Ports kann man per PC-Software an und ausschalten. Dabei klemmt MCD nicht nur die Spannung ab – wie das manche Consumer-Geräte spezifikationswidrig per Kippschalter machen – sondern schaltet sowohl Daten- als auch Versorgungsleitungen über CMOS-Bausteine.

Jeder Port kann bis zu 1,5 Ampere liefern – etwa zum Laden von Tablets. Außerdem gibt es zu jedem Port noch ein Bananenbuchsenpärchen, das eine per Relais schaltbare 48-V-Spannung an Verbraucher liefert. Wer statt der mitgelieferten Software USB-HUB Monitor lieber selbst programmiert, kann auf den Hub von Labview, MS Office, OpenOffice oder per C++, C# und Visual Basic zugreifen. Der Preis von 1845 Euro macht allerdings unmissverständlich klar, dass Bastler nicht die Zielgruppe von MCD Elektronik sind. (bbe)

Mini-PC mit x86-Wiedergeburt

Im gerade einmal 11,5 cm × 9,5 cm × 3 cm großen Mini-PC PicoSYS 2900 von ICO steckt ein Prozessor, von dem wir nicht geglaubt hätten, je wieder von ihm zu hören: Der Vortex86 DX2 mit 800 MHz Taktfrequenz. Dabei handelt es sich um einen 32-bittigen x86-kompatiblen Kern, den einst Rise Technologies entwickelt hat und der technisch mit MMX-Erweiterungen und einer 6-stufigen Pipeline irgendwo in der Gegend der frühen Pentium-Prozessoren angesiedelt ist. Später ging der Kern in den Besitz von SiS über und wurde dann schließlich von der taiwanischen Firma DMP Electronics übernommen. Die haben rund um den Methusalem ein System-on-Chip mit SATA, PCIe 1.0, USB 2.0 und DDR2-Speicher entwickelt, das sie nun in einem 90-nm-Prozess herstellen und an Embedded-Kunden verkaufen. Den Vortex86 DX2 soll es bis 2022 geben.

Der Picosys 2900 wird mit 1 GByte RAM und einer 60-GByte-SSD geliefert. Als Betriebssysteme empfiehlt ICO Linux oder – man höre und staune – das nicht mehr von Microsoft unterstützte Windows XP. Auch bei den Schnittstellen scheint die Zeit stehengeblieben zu sein: USB 2.0, VGA, 100-MBit-Ethernet und RS-232. Lediglich in den Slot für PCIe-Minicards passt moderne Hardware wie etwa ein Mobilfunkmodem. Versorgt wird der Mini-Rechner von einem externen 19-Volt-Netzteil, zur Leistungsaufnahme äußert sich der Hersteller nicht. Der Preis liegt bei 475 Euro. (bbe)

Stromausfallsicheres RAM

Normalerweise sind bei einem Stromausfall alle Daten im Arbeitsspeicher verloren. Nicht so beim Agigaram DDR4 NVDIMM. Das enthält neben den DDR4-Chips noch ein wenig Elektronik, Stützkondensatoren und Flash-Speicher. In diesen werden bei Wegfall der Versorgungsspannung alle Daten aus den DRAM-Chips verschoben. Startet der PC wieder, holen die Riegel ihre Daten zurück. Dann soll es so weitergehen, als sei nichts geschehen.

Wie die Tochterfirma von Cypress Electronics allerdings Prozessor und BIOS davon abhalten will im Rahmen der normalen Boot-Prozedur den Speicher neu zu initialisieren und stattdessen am zuvor gesicherten Punkt weiter zu machen, bleibt unklar. Das gilt auch für den Verbleib der Daten in CPU-Caches und -Registern. Aller Wahrscheinlichkeit nach funktioniert das Ganze also nur in speziell dafür vorbereiteten (Server-)Systemen. (bbe)

Mini-ITX-Board mit AMD-CPU

Für kompakte Embedded-Systeme, die viele Displays versorgen müssen, empfiehlt Fujitsu das Mini-ITX-Mainboard D3313-S. Die ersten zwei Displays bindet das AMD-System-on-Chip aus der Embedded-G-Serie per DVI, DisplayPort und LVDS an. Mit einer Grafikkarte, die AMD EyeFinity unterstützt, kann man insgesamt bis zu sechs Displays ansteuern.

Das Angebot an fest eingelöteten Prozessoren reicht vom 1-GHz-Dual-Core GX210HA bis zum Quad-Core GX-420CA mit 2 GHz Taktfrequenz. Bis zu 16 GByte Arbeitsspeicher nehmen zwei SO-DIMM-Slots auf. Eine SSD kann man entweder platzsparend via mSATA oder über konventionelle SATA-Buchsen anschließen. Außerdem gibt es noch zwei Gigabit-Ethernet-Ports und USB 3.0. Die Versorgung erfolgt über ein externes Netzteil mit 12 oder 19 bis 24 Volt, die Leistungsaufnahme beziffert Fujitsu mit maximal 12 Watt. Preislich geht es bei 170 Euro los. (bbe)

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