Trends & News | News

4K-TV mit Android und Ambilight

Philips hat einige smarte Fernseher mit Googles Betriebssystem Android ausgestattet: Die Modelle haben Zugriff auf den Play Store, zum TV inkompatible Apps werden weggefiltert. Außerdem stehen die üblichen Video-on-Demand-Dienste wie Maxdome, Watchever und YouTube sowie die Mediatheken der großen Sendeanstalten per TV-App bereit.

Eine Besonderheit der auf der IFA in Halle 22 gezeigten Philips-Fernseher ist die Wohlfühlleuchte Ambilight: In den Displayrücken eingebaute LEDs sorgen beim Fernsehgucken für eine indirekte Raumbeleuchtung. Die Farben der LEDs passen sich automatisch dem jeweiligen Bildinhalt an. Außerdem lassen sich Lampen aus Philips’ Hue-Serie per WLAN mit dem Ambilight synchronisieren. Auf diese Weise will Philips im Raum eine zum laufenden Film passende Stimmung erzeugen. Die Konfiguration der Hue-Lampen erfolgt sehr einfach über das TV-Menü; alternativ kann man die Hue-Lampen über die Smartphone-App einstellen.

Auch der Ultra-HD-Fernseher 65PUS8809 mit 1,65 Metern Bilddiagonale (65 Zoll) beherrscht die Ambilight-Hue-Kombination. Zusätzlich sorgen 144 einzeln steuerbare Dioden-Cluster seines Direct-LED-Backlight für beeindruckende In-Bild-Kontraste und ein sattes Schwarz. Wie für alle aktuellen 3D-fähigen Philips-TVs benötigt man zum 3D-Schauen aktive Shutterbrillen; zwei Brillen liegen üblicherweise bei. (uk)

Blu-ray-Recorder streamt und nimmt gleichzeitig auf

Panasonic präsentiert in Halle 5.2 seine Blu-ray-Recorder DMR-BST9401 und DMR-BCT9401. Das BST-Modell ist mit einem Dreifach-HD-Tuner für digitales Satellitenfernsehen ausgestattet, für Kabel- und Antennenfernsehen nutzt man das BCT-Modell. Mit beiden kann man drei Programme parallel in HD oder SD aufnehmen. Ebenso lässt sich ein Programm live anschauen, ein zweites aufzeichnen und ein drittes per WLAN an andere Geräte streamen. Aufnahmen landen auf einer 2 Terabyte großen Festplatte. Auf Wunsch werden sie vor dem Transfer auf Blu-ray-Rohlinge in ein standardisiertes Format in verschiedenen Kompressionsstufen transkodiert.

Für verschlüsselt ausgestrahlte Programme stehen zwei Common Interfaces nach der CI+-Spezifikation bereit. Interessant ist die Funktion „Keyword Recording“: Wird beispielsweise das Stichwort „Tatort“ eingespeichert, zeichnen die neuen Blu-ray-Recorder automatisch sämtliche Ausstrahlungen der Krimireihe auf.

Filme von Blu-ray Disc skalieren die Recorder von Full-HD- auf Ultra-HD-Auflösung hoch. Dank „Direct Chroma Up Conversion“ wird dabei aus einem Full-HD-Signal mit 4:2:0-Farbabtastung sogar ein 4K-Signal mit 4:4:4-Farbabtastung, das mit maximal 25 Bildern pro Sekunde zum TV geschickt wird.

c’t konnte vorab einen kurzen Blick auf die neuen Flaggschiffe werfen. Dabei stach die Anschlussfreudigkeit heraus: Per Miracast können die Recorder den Bildinhalt von Android-Smartphones und -Tablets auf den Fernsehbildschirm spiegeln, inklusive Ton. „TV Anywhere“ macht das (frei verfügbare) heimische TV-Programm und Festplattenaufzeichnungen per Streaming weltweit auf Mobilgeräten abrufbar. Was uns nicht gefiel: Manche Online-Funktionen, darunter der Zugriff auf VoD-Dienste, sind während einer laufenden Aufnahme gesperrt.

Die Recorder sollen zur IFA für je 800 Euro erhältlich sein. (nij)

Monitore mit gebogenem Display

Nach Fernsehern machen bei Samsung (CityCube, Halle B) und LG (Halle 11.2) nun auch Monitore die Biege: Auf der IFA zeigen beide Unternehmen LCD-Bildschirme mit leichter Wölbung. Samsungs S27D590C nutzt ein blickwinkelstabiles PVA-Panel mit 1920 × 1080 Pixeln und 69 Zentimetern Diagonale. Den Kontrast beziffert Samsung mit hohen 3000:1 – ein bei VA-Panels realistischer Wert.

Digitale Signale nimmt der S27D590C über HDMI und DisplayPort entgegen. Den Ton gibt er über eingebaute Stereolautsprecher wieder. Laut Samsung soll der Ful-HD-Monitor S27D590C Ende September für rund 400 Euro auf den Markt kommen.

LG geht mit dem 34-Zöller 34UC97 noch einen Schritt weiter: Der gebogene Monitor hat 21:9-Format, ist also deutlich breiter als hoch. Auf seiner gekrümmten Bildfläche mit 86 Zentimetern Diagonale bringt er 3440 × 1440 Pixel unter. Der Monitor unterstützt Thunderbolt 2 mit Datenraten bis 20 GBit/s. Man kann darüber mehrere Geräte im Daisy-Chain-Betrieb hintereinanderhängen – und diese beispielsweise nahtlos im Halbkreis auf den Schreibtisch stellen. Die 7-Watt-Stereolautsprecher empfehlen den Monitor auch zum Filmegucken. Zu Preis und Verfügbarkeit schweigt sich LG noch aus. (spo/uk)

Riesenfernseher mit Wumms

LG stellt auf der IFA in Halle 11.2 diverse gebogene Fernseher vor, darunter ein OLED-TV mit Ultra-HD-Auflösung und knapp 2 Meter Bilddiagonale (77 Zoll), dessen Schirm nur vier Millimeter dick ist. Noch größer, aber auch dicker wird es bei LG mit LCD-Technik: Das koreanische Unternehmen zeigt den ultrahochauflösenden Fernseher 105UC9 mit 2,67 Metern Diagonale und 5120 × 2160 Pixeln.

Der 105UC9 nutzt ein blickwinkelstabiles IPS-Panel und integriert ein von Harman Kardon entwickeltes 7.2-Soundsystem mit 150 Watt. Schaut man Programme und Videos im 16:9-Format, lassen sich Zusatzinfos oder Programmierdetails auf den ungenutzten Rändern des Bildschirms einblenden. Wie andere Smart-TVs von LG nutzt der 105UC9 als Betriebssystem WebOS.

In Korea wird der Cinemascope-Fernseher bereits verkauft; hierzulande soll er zum Weihnachtsgeschäft erhältlich sein. Einen Preis gab LG noch nicht bekannt, er dürfte aber in ähnlichen Fantasie-Regionen liegen wie bei Samsung. Der Konkurrent stellt auf der IFA einen Riesenfernseher für 120 000 Euro vor – auch dieser gebogen und mit 21:9-Format. (uk)

Samsung zeigt Virtual-Reality-Brille

Laut Berichten amerikanischer Websites stellt Samsung auf der IFA (CityCube, Halle B) eine eigene Virtual-Reality-Brille vor. Dabei handelt es sich angeblich um ein Gestell mit zwei Linsen, in das ein Smartphone eingespannt wird – das gleiche Prinzip wie bei den VR-Handyhaltern Durovis Dive und Google Cardboard. Das Smartphone-Display zeigt das Bild fürs linke und rechte Auge nebeneinander an; die eingebauten Linsen vergrößern es so, dass es das komplette Sichtfeld ausfüllt. Kopfbewegungen werden von Gyroskop und Magnetometer in die virtuelle Realität übertragen.

Samsungs VR-Brille könnte zusammen mit dem Riesen-Smartphone Galaxy Note 4 vorgestellt werden. Falls das Phablet tatsächlich wie spekuliert eine Auflösung von 2560 × 1440 Pixel erreicht, wäre das ein Auflösungsrekord bei Consumer-VR-Brillen. Der aktuelle De-Facto-Standard, die zweite Entwicklerversion der Oculus-Rift-Brille, bringt es auf insgesamt 1920 × 1080 Bildpunkte. Die hohen Auflösungen benötigt man, weil bei aktueller VR-Technik das Display nicht nur extrem dicht vor den Augen sitzt, sondern auch noch mit Lupenlinsen vergrößert wird.

Bei der aktuellen Oculus-Brille kommt ebenfalls ein Samsung-Display zum Einsatz – und zwar ein übertaktetes OLED-Panel aus dem Galaxy Note 3. Angeblich arbeiten die Hersteller bei VR zusammen: Samsung hilft mit Hardware aus, Oculus mit Software. (jkj)

Laserprojektor mit 7000 Lumen

Sony (Halle 20) hat einen Profi-Projektor angekündigt, der mit einer Laser-Lichtquelle einen Lichtstrom von 7000 Lumen erreichen soll. Der Clou beim VPL-FHZ700L: Während bei konventionellen Projektoren schon nach 2000 bis 5000 Stunden die Lampe ausgetauscht werden muss, soll die Lichtquelle des Sony-Beamers 20 000 Stunden lang durchhalten.

Der VPL-FHZ700L erreicht mit drei LCD-Panels eine Auflösung von 1920 × 1200 Bildpunkten und unterstützt neben horizontaler und vertikaler Bildverschiebung (Lens-Shift) auch die Edge-Blending-Technik. Damit kann man die Projektionsbilder mehrerer Beamer nahezu unsichtbar zu einem großen Bild kombinieren.

Der Laser-Beamer soll im September in den Handel kommen. Einen Preis nennt Sony noch nicht, Online-Händler listen das Gerät für 12 000 Euro. Der Vorgänger VPL-FHZ55, der ebenfalls mit Laser-Technik arbeitet, kostet aktuell 4800 Euro. (jkj)

IFA-Notizen

Sound Service zeigt in Halle 15.1, Stand 190, das Zoom iQ6, das als erstes XY-Stereo-Kondensatormikrofon in den Lightning-Anschluss aktueller Apple-Mobilgeräte passt. Mit den im Neigungswinkel verstellbaren, hochwertigen Mikrofonen und der kostenlos erhältlichen Recorder-App lassen sich mobile Musikaufnahmen erstellen. Der Preis dürfte bei etwa 90 Euro liegen.

IRT und T-Systems haben für in der ARD-Halle 2.2 einen Live-Betrieb der Second Screen-Funktion „First Connect“ für HbbTV-Anwendungen angekündigt. Mit dem vom IRT entwickelten Framework können Nutzer über Zweitgeräte wie Tablets und Smartphones die HbbTV-Inhalte auf dem Fernseher steuern. Zur IFA werden die ARD Mediathek sowie die Anwendungen ARD-EPG, ARD Text und rbb Text diese Funktion nutzen.

Artikel kostenlos herunterladen

Anzeige
Anzeige