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Vectoring-fähiger VDSL-Router mit Gigabit-WLAN und Telefonanbindung

Der Internet- und Telefon-Router Archer VR900v von TP-Link ist für VDSL2-Vectoring ausgelegt; er befördert bis zu 100 MBit/s. Über einen WAN-Port steuert er Glasfaser- oder Kabelmodems an und am USB-Port lassen sich Mobilfunk-Sticks anstecken. Über seine drei Antennen spannt er simultan Funknetze im 2,4- und im 5-GHz-Band auf. Zur Übertragung nutzt er bis zu drei räumlich separierte Datenströme (3x MIMO). Im 5-GHz-Band erreicht er brutto bis zu 1300 MBit/s gemäß der IEEE-Spezifikation 802.11ac. Im 2,4-GHz-Band sind es bis zu 450 MBit/s brutto nach IEEE 802.11n (mit proprietärem Turbo-QAM bis zu 600 MBit/s).

An der integrierten DECT-Tk-Anlage lassen sich bis zu sechs Schnurlostelefone betreiben, weitere zwei analoge Telefone kann man über TAE-Buchsen anschließen. Für verkabelte Netzwerkverbindungen gibt es vier Gigabit-LAN-Anschlüsse. Über zwei USB-3.0-Ports lassen sich auch Drucker und Speichermedien anschließen und im LAN freigeben. Verwaltet wird der Router etwa über SNMP und TR-069. VPN-Verbindungen baut er per PPTP, L2TP oder IPSec auf.

TP-Link verlangt 199 Euro für den Archer VR900v. Er soll nach der IFA-Präsentation im vierten Quartal in den Handel kommen. (fkn)

FritzOS 6.20 bringt Auto-Updates

Der Berliner Routerhersteller AVM hat nach Abschluss der öffentlichen Beta-Testphase begonnen, sein für die Fritzbox-Serie entwickeltes Routerbetriebssystem für den Regelbetrieb freizugeben. Die neue Version 6.20 bringt laut Hersteller insgesamt 99 Verbesserungen, darunter auch die von Sicherheitsspezialisten erwünschte automatische Firmware-Aktualisierung.

Im Sicherheitsbereich sind unter anderem die Verbesserungen im Menü „Diagnose“ auffällig: FritzOS 6.20 informiert unter anderem darüber, welche Ports offen sind und welche Nutzer sich über das Webinterface angemeldet haben. Zusätzlich soll es die Sicherheit von Passwörtern bewerten und bei HTTPS-Verbindungen den Verschlüsselungsstandard Transport Layer Security 1.2 einsetzen. SSL-Zertifikate lassen sich über die Bedienoberfläche importieren und exportieren, die Fingerprints leicht einsehen. E-Mails für Push- oder DECT-Dienste verschickt die Fritzbox mit FritzOS 6.20 verschlüsselt, sofern der Provider das unterstützt.

Unter anderem wurde die Bedienoberfläche überarbeitet und die FritzNAS-Funktion für den Mediaplayer verbessert. Auch lässt sich der Temperatursensor in der schaltbaren Steckdose FritzDECT 200 und im FritzDECT Repeater 100 auslesen. Das neue FritzOS 6.20 hat AVM zunächst für das Flaggschiff der Fritzbox-Serie, das Modell 7490, freigegeben. Weitere Geräte sollen Schritt für Schritt hinzukommen. Die Firmware ist wahlweise über das Webinterface der Box erhältlich oder alternativ als Image per FTP-Download. (dz)

AirPlay-Server für Mac OS und Windows

Mit der Software Mirroring360 von Splashtop können Nutzer den Bildschirminhalt von iOS-Geräten per WLAN an PCs und Macs übertragen. Dazu genügt es, die Software auf den Ziel-Computern zu installieren. Sie läuft auf Windows ab Vista und auf Macs ab OS X 10.7. Unter Windows muss zudem iTunes oder der Bonjour-Druckdienst installiert sein. Nach der Installation erkennen iOS-Geräte die so präparierten PCs und Macs selbstständig als AirPlay-Gegenstellen, denen sie ihren Bildschirminhalt senden können.

Als Zuspieler eignen sich das iPhone ab dem Modell 4S, das iPad ab der zweiten Generation sowie das iPad Mini oder der iPod-Touch ab der fünften Generation. Damit die Übertragung gelingt, müssen Mobilgeräte und Computer im selben WLAN eingebucht sein; DRM-geschützte Inhalte wie Filme von iTunes spiegelt Airplay nicht. Laut Splashtop lassen sich mit der Software etwa Präsentationen kabellos abhalten. Außerdem arbeitet sie mit dem Videochat-Dienst Webex zusammen. So kann man den Bildschirminhalt seines iOS-Geräts über das Web zeigen. Für Mirroring360 verlangt Splashtop zur Markteinführung rund 30 US-Dollar pro Computer. Zudem gibt es eine 7-Tage-Testversion. Bis zum 20. August galt ein reduzierter Preis von rund 7 US-Dollar pro Rechner. (fkn)

Gigabit-Switches mit PoE+

Mit den managebaren und PoE+-fähigen Gigabit-Switches EGS7228FP und EGS7252FP erweitert der Hersteller EnGenius seine Electron-Serie um zwei Geräte für den mittelständischen bis professionellen Einsatz.

Das 24-Port-Modell EGS7228FP versorgt Netzwerkgeräte wie IP-Kameras oder Access-Points mit bis zu 30 Watt pro Port gemäß der IEEE-Spezifikation 802.3at (PoE+). Maximal liefert er 370 Watt über alle Anschlüsse.

Das 48-Port-Modell EGS7252FP liefert ebenfalls bis zu 30 Watt pro Anschluss und maximal 740 Watt insgesamt. Beiden Geräten hat der Hersteller je vier SFP-Ports spendiert. Eine RJ-45-Buchse ist als Konsolen-Anschluss ausgelegt. Die Konfiguration der Switches erfolgt wahlweise per Webinterface oder über SNMP.

Beide Modelle sind laut Hersteller stromsparend nach IEEE 802.3az. Sie erkennen außerdem die Leitungslänge über den elektrischen Widerstand und senken die Sendeleistung bei kurzen Kabeln ab. Zusätzlich lässt sich über die Konfiguration der per PoE+ an Netzwerkgeräte abgegebene Strom regulieren.

Clients authentifizieren die Switches per Radius. Zudem beherrschen die Geräte unter anderem IGMP Snooping, MLD Snooping, die Spiegelung von Ports, VLAN-Gruppen und auch Spanning Tree. In Europa sollen die Netzwerk-Switches zwischen September und Oktober auf den Markt kommen. Für den EGS7228FP will der Hersteller 1058 Euro verlangen. Der EGS7252FP soll 1546 Euro kosten. (fkn)

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