Test & Kaufberatung | Spielekritik

Altherrenrunde

Schaut man auf die Verkaufszahlen, ist Gran Turismo die erfolgreichste Rennspielserie überhaupt. Mehr als 55 Millionen Exemplare setzte Sony seit dem ersten Startschuss 1997 ab. Gran Turismo 6 ist nun der finale Auftritt auf der Playstation 3, bevor die Serie auf die neue Konsolengeneration umzieht. Optisch hat sich seit dem Vorgänger von 2010 wenig getan. Noch immer bemüht sich das Spiel um fotorealistische Full-HD-Bilder, die bis auf wenige Ausnahmen in einigen Kurven auch flüssig über den Bildschirm ziehen. Die Lichtverhältnisse auf den Strecken passen sich nun den Tages- und Nachtzeiten an. Die Karossen sind allerdings weiterhin unkaputtbar. Der saubere, fast sterile Eindruck wird durch die weiterhin meist brav in Reihe fahrenden KI-Gegner unterstützt. Untermalt wird das Geschehen von austauschbarem Pop-Rock-Gedudel. So sehr sich Entwickler Polyphony Digital auch um technische Authentizität bei den Fahrzeugen und Strecken bemüht: Die Aufmachung von Gran Turismo 6 ist schnarchend langweilig. ...

Indie- und Freeware-Tipps

In der an Deux Ex angelehnten Donationware Data Jack von Epic Banana läuft man durch hübsch gezeichnete isometrische Levels eines Cyberpunk-Szenarios im Jahr 2030. Als Auftrags-Hacker muss man in 24 Missionen Computer, Energiequellen, Geschütztürme und Datenbanken unter seine Kontrolle bringen. Dabei muss man sich entscheiden, ob man auf der Seite der Unternehmen und Militärs steht oder sich einer Gruppe anarchistischer Hacker anschließt, um das korrupte System niederzuschlagen.

Von den Machern der surrealen Adventure-Serie Kentucky Route Zero stammt The Entertainment – ein auf den obskuren Ein-Aktern „The Reckoning“ und „The Bar-fly“ von Lem Doolittle basierendes Mini-Spiel. Der Spieler sitzt an einem Tisch in einer 3D-modellierten Bar, schaut sich um und lauscht den Gesprächen der anderen Gäste – wahlweise auch mit der Oculus Rift auf der Nase.

The Consuming Shadow (Beta) vom verbalen Sturmgeschütz der Spiele-Reviews von „Zero Punctuation“ Ben „Yahtzee“ Croshaw, setzt den Spieler in der Welt von H. P. Lovecraft aus. In 72 Stunden muss man mit dem Auto quer durch England fahren, um Zutaten für ein Verbannungsritual einzusammeln, mit dem man das Erscheinen eines bösen Gottes verhindern soll. Selbstredend breitet sich währenddessen zunehmend das Chaos aus und der Spieler muss darauf achten, selbst bei (einigermaßen) gesundem Verstand zu bleiben.

Video: Angespielt

Wer keine Ideen hat, klaut welche. Das war schon immer so und ist auch bei Vlambeer Clone Tycoon der Fall. Als uninspirierter Spiele-Entwickler beschließt man, ungeniert die Produkte des aufstrebenden niederländischen Indie-Spielestudios Vlambeer zu klonen. Damit das klappt, muss man sich über die Vlambeer-Projekte auf dem Laufenden halten und dann schnell mit dem „Game Faker Pro 3000“ zur Tat schreiten, um das eigene Spiel vorher zu veröffentlichen. Aber Vorsicht: Wer zu dreist kopiert, verliert.

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