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Bundesnetzagentur mit Breitbandausbau zufrieden

Nach Zählung der Bundesnetzagentur in ihrem neuesten Tätigkeitsbericht (siehe c’t-Link) können 99,8 Prozent der Haushalte in Deutschland einen Breitbandanschluss erhalten. Dafür reicht nach Zählung der Bundesnetzagentur allerdings schon eine Versorgung mit 1 MBit/s aus. Bei 2 MBit/s beträgt der Versorgungsgrad noch 98 Prozent. Die Bundesnetzagentur zieht daraus den Schluss, dass ein Breitband-Universaldienst, der die Anbieter zu einer flächendeckenden Versorgung zwingen würde, nicht erforderlich sei. „Dezentrale Initiativen mit Kenntnissen vor Ort“ scheinen ihr effektiver als ein zentralisiertes Vorgehen.

58 Prozent der Haushalte finden sich auf der Sonnenseite der Netzversorgung. Hier stehen Datenraten von mindestens 50 MBit/s zur Verfügung. Derzeit wollen die schnellen und teuren Anschlüsse aber offenbar nur wenige Kunden haben. Im zweiten Quartal 2013 bestellten gerade einmal 14 Prozent der Kunden Anschlüsse mit 30 MBit/s oder mehr.

Der Tätigkeitsbericht der Bundesnetzagentur zeigt auch, wo die Nutzung abnimmt. So ist seit dem zweiten Halbjahr 2012 die Zahl der versandten SMS rückläufig; die Behörde führt das auf Smartphones mit Instant-Messenger-Apps wie WhatsApp zurück. Die Zahl der konventionellen Telefonanschlüsse nimmt bereits seit Jahren ab; die Zahl der Analoganschlüsse fiel auf 14,7 Millionen. VoIP-Anschlüsse haben bislang nur einen Marktanteil von einem Drittel. Ebenfalls rückläufig sind die Gesprächsminuten in den Festnetzen; sie nahmen von 2010 bis 2013 von 192 auf 169 Milliarden ab. Die Zahl der per Call by Call geführten Gesprächsminuten halbierte sich im gleichen Zeitraum von 15 auf 7 Milliarden. (uma)

Java in Firefox 26 auf Knopfdruck

Die neueste Firefox-Version 26 schaltet das Java-Plug-in standardmäßig ab. Bevor eine Webseite auf die Erweiterung zugreifen kann, muss der Nutzer sie erst aktivieren. Das sogenannte „Click to Play“ soll den Webbrowser sicherer und stabiler machen und den Nutzer vor Malware schützen, erklärt Mozilla. Andere Plug-ins laufen wie gehabt, so auch Adobes Flash Player. Java kann der Nutzer für selbst definierte „vertrauenswürdige Seiten“ auch dauerhaft aktivieren.

Weitere Neuerungen in Version 26 betreffen den Passwort-Manager, der nun auch Eingabe-Felder unterstützt, die ein Script erzeugt hat. Unter Linux beherrscht Firefox nun den H.264-Codec, sofern das GStreamer-Plug-in installiert ist. Unter Windows XP spielt Firefox 26 jetzt auch MP3-Dateien ab.

Die Android-Version des Browsers bietet einen neugestalteten Homescreen. Dieser schlägt Vervollständigungen für Benutzereingaben vor und versammelt oft besuchte Webseiten, die mit einem Klick abrufbar sind. Zudem ist „Firefox for Android“ ab sofort zu x86-Prozessoren kompatibel. Damit steht der Browser auch Nutzern des Samsung Galaxy Tab 3 zur Verfügung. (dbe)

„Geek Nerd“ abgemahnt

Seit Jahren versieht der Online-Vertrieb GetDigital seine Auktionen von T-Shirts mit nerdspezifischem Humor mit den Schlagworten „Computerfreak-Geek-Nerd“, um diese leichter auffindbar zu machen. Völlig überraschend gab es damit nun juristischen Ärger. Die Trade Buzzer UG hatte im Juli 2013 eine Wortmarke für den Begriff „Geek Nerd“ eintragen lassen und schickte eine Abmahnung mit der Aufforderung, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben. Außerdem sollte GetDigital 1532 Euro bezahlen.

Als die Abmahnung fruchtlos blieb, erwirkte die Trade Buzzer UG beim Landgericht Berlin eine einstweilige Verfügung (Az. 101 O 162/13). Das Gericht untersagte die Verwendung der Wortmarke, woraufhin GetDigital alle Auktionen entfernte, die diese Schlagworte verwendeten. Nun will GetDigital rechtlich gegen das Verbot vorgehen. Möglicherweise bereitet Trade Buzzer schon eine weitere Abmahnwelle vor: Vor kurzem hat das Unternehmen eine Wortmarke für den Begriff „Gamer“ beantragt. (uma)

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