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Industrie-Switches booten von Speicherkarte

Die für den Industrieeinsatz gedachten Switches der Profi-Line+-Serie von Microsens laden Betriebssystem und Konfiguration von einer SD-Karte: Erleidet die Switch-Hardware einen Defekt, läuft ein Ersatzgerät einfach mit der bereits bespielten SD-Karte weiter.

Über vier der sieben Gigabit-Ports versorgt das 7-Port-Modell angeschlossene Netzwerkgeräte mit Strom (IEEE 802.3at, maximal 30 Watt). Die Switches gelangen über einen SFP-Modul-Port auch in Glasfaserkabelnetze und sprechen Sensoren und Aktoren über zwei I/O-Ports an. Zudem lassen sie sich selbst per PoE betreiben (Powered Device) – praktisch, wenn die herkömmliche Stromversorgung ausfällt. Dann steht abgehend aber weniger PoE-Leistung zur Verfügung. (fkn)

Cloud-Telefonie für Macs

Der bislang nur für Windows erhältliche nCTI-Standard-Client des Cloud-Telefonanlagen-Anbieters nfon läuft jetzt auch unter Mac OS X. Das Programm steuert IP-Telefone von Aastra und snom und baut Telefongespräche direkt vom Mac auf. Anrufe lassen sich per Mausklick aus dem Adressbuch aufbauen, wobei die Software auf die Mac-Kontakte und optional auf ein LDAP-Verzeichnis zugreift. Die Nutzer können mehrere Profile anlegen, etwa um von zu Hause zu arbeiten. Außerdem lässt sich das Programm per AppleScript steuern. Der CTI-Client kostet pro Anschluss und Monat einen Euro. (fkn)

Dell kündigt Mobilgeräte-Verwaltung für Firmen an

Dell will im Laufe des Jahres 2014 sein Enterprise Mobility Management (EMM) auf den Markt bringen. Damit sollen Mitarbeiter im Rahmen von „Bring Your Own Device“ (BYOD) nicht nur private Mobilgeräte ins Firmennetz mitbringen können, sondern auch mit zu Hause aufgestellten Arbeitsplatzrechner über VPN auf das Unternehmens-LAN zugreifen. EMM soll Mobilgeräte mit iOS, Android und Windows Phone sowie Desktop-Clients mit Windows, Mac OS X und Linux in Unternehmen verwalten und einen verschlüsselten VPN-Tunnel in Firmennetze legen. Konkurrenten wie Airwatch, Maas360 oder MobileIron konzentrieren sich derzeit vor allem auf Smartphones und Tablets.

Für EMM kombiniert Dell verschiedene, von anderen Unternehmen eingekaufte Sicherheitstechniken, etwa von SonicWALL (Firewall, VPN, Unified Threat Management), Credant (Verschlüsselung), KACE (Systemverwaltung, Helpdesk, etc.) und Wyse (Policy-Management, Benutzer-Self-Service, Compliance-Berichte). Bei Mobilgeräten will Dell vertrauliche Unternehmensdaten in Container-Dateien kapseln und so vor unbefugten Zugriffen schützen. Über die „Mobile Workspace“-App sollen Mitarbeiter Zugriff auf Firmenressourcen wie Mails, Kalender und Kontakte erhalten. Ähnliche Dienste bieten zwar auch andere Mobile-Device-Managementsysteme, Dell will aber mit einer einheitlichen Oberfläche für alle Gerätekategorien hervorstechen. (fkn)

Netzwerklast überwachen

Der neue Bandbreitenmonitor NetFlow Traffic Analyzer 4.0 von SolarWinds erfasst Lastinformationen per Netflow, jFlow, sFlow, IPFIX und Netstream von entsprechenden Switches oder Routern und ermittelt damit minutengenau die Auslastung von Netzwerken. Die Version 4.0 verarbeitet bis zu 50 000 Flussinformationen (Flows) pro Sekunde. Die Vorversion konnte laut Hersteller nur etwa ein Viertel dieser Informationen erfassen. Das Programm listet die Netzwerkauslastung nach Netzwerkendpunkten, Programmen, Verbindungen und Ländern auf. Netflow und die anderen Verfahren ermittelt den Durchsatz von IP-Paketen im Switch und verteilen diese Information per UDP. Diese Datagramme empfängt ein Kollektor wie NetFlow Traffic Analyzer und verarbeitet sie weiter. Die Preise für den NetFlow Traffic Analyzer 4.0 beginnen bei 1500 Euro. Zusätzlich bietet der Hersteller eine 30-Tage-Demoversion an. (fkn)

Netzwerk-Notizen

Mit dem neuen Dualband-WLAN-Router Vigor2860n+ von Draytek lassen sich andere per WLAN oder VPN erreichbare Netzwerkgeräte zentral steuern und verwalten. Er kostet 325 Euro.

Der Remote-Authentifizierungsdienst Junos Pulse Secure Access Server von Juniper arbeitet mittels des Pulse AppConnect SDK jetzt auch mit iOS- und Android-Devices zusammen. Mobile Nutzer können per App eine Verbindung zu einem Juniper-Unternehmensnetzwerk über VPN aufbauen.

Das 80 Euro teure DECT-Telefon C4 von AVM steuert AVMs Schaltsteckdosen, gibt per UPnP auf Medienservern gespeicherte Musik auf Medienabspielern aus, spielt auf der Fritzbox gespeicherte Sprachnachrichten ab und zeigt Textnachrichten an.

Das IP-Telefon MVP100 von InFocus filmt Nutzer in 720p bei 25 Bildern pro Sekunde und zeigt Gesprächspartner auf einem 10.1-Zoll-Display (1366 × 768).

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