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Norm für Notebook-Ladegeräte

Das Normungsgremium IEC will Anfang 2014 eine Spezifikation veröffentlichen, die elektrische Parameter, Grenzwerte und einen einheitlichen Steckverbinder für Notebook-Ladegeräte beschreibt.

Die Norm soll Ressourcen schonen und Elektroschrott vermeiden. Wenn in Zukunft viele Hersteller das einheitliche Ladegerät einsetzen, könnten Notebooks eines Tages ohne Ladegerät verkauft werden, weil die meisten Kunden schon ein kompatibles besitzen. Die IEC verweist auf Schätzungen, wonach ausgemusterte, aber größtenteils noch funktionierende Ladegeräte einen Schrottberg von jährlich rund einer halben Million Tonnen verursachen.

Die IEC (International Electronical Commission) verrät bisher keine Details zu ihrer „Technical Specification 62700“. So ist unklar, wie diese sich zum Beispiel zu USB Power Delivery verhält. Diesen Standard für das Aufladen von Notebooks über USB hat das USB Implementers Forum vor einigen Monaten vorgestellt. Erste Geräte sollen angeblich schon 2014 auf den Markt kommen.

Bei Smartphones haben die Spezifikationen für kompatible Standard-Lader einen gewissen Erfolg erreicht: Die meisten Smartphones und viele Tablets haben Micro-USB-Buchsen und lassen sich an 5-Volt-Wandlern aufladen, wenn auch unterschiedlich schnell und mit einigen Überraschungen beim Überkreuz-Austausch von Ladegeräten und Telefonen (c’t 25/13, S. 166). Trotzdem werden Smartphones nur in Ausnahmefällen ohne Ladegerät verkauft. (ciw)

Vodafone-Kunden können drahtlos zahlen

Seit Dezember können Vodafone-Kunden in 30 000 Geschäften in Deutschland drahtlos bezahlen – entweder mit einem NFC-Smartphone oder mit einem NFC-Sticker, den man auf sein Smartphone klebt. Zunächst muss man sich unter smartpass.vodafone.de registrieren und Guthaben aufladen, zum Beispiel via Bankeinzug oder Kreditkarte. Danach zahlt man Beträge bis 25 Euro, indem man sein Smartphone an das Visa-Terminal an der Kasse hält. Für höhere Beträge muss man zusätzlich eine PIN eingeben. (cwo)

Smartphones, Tablets & Notebooks auf der CES

Vom 6. bis 10. Januar zeigen über 3000 Aussteller auf der CES in Las Vegas neue Smartphones, Tablets, Notebooks und Tausende weitere Produkte. Erwartet werden zum Beispiel Netbooks mit Googles Betriebssystem Chrome OS, Android-Tablets mit hochauflösenden Displays und Tablet-Notebook-Zwitter mit Windows 8.1. Auch 4K-Fernseher, Autotechnik und neue Gadgets wie Tablet-Halterungen und programmierbare Fahrradklingeln wird man sehen. heise online und TechStage berichten mit Live-Tickern und Videos aus Las Vegas. Eine Zusammenfassung lesen Sie in der nächsten c’t. (cwo)

Sammelsystem für Akkus soll Brände verhindern

Zum Glück kommt es nur noch extrem selten vor, dass Hersteller ihre Lithium-Ionen-Akkus wegen akuter Brandgefahr zurückrufen müssen. Nach der Entsorgung bereiten die Akkus aber weiterhin Probleme: Immer häufiger entzünden sich beschädigte Exemplare in Anlagen, die Elektroschrott recyceln. Mal brennt ein Container ab, mal eine ganze Halle. Das ist kein neues Problem, aber die Zahl der Vorfälle nimmt zu, weil der Anteil der leistungsstarken Li-Ion-Akkus im Abfall steigt.

Die Stiftung GRS, der größte deutsche Altbatterie-Sammler, führt deshalb 2014 neue Sammelbehälter für „Hochenergiebatterien“ ein, um diese so früh wie möglich zu erfassen und vorsichtiger zu behandeln als andere Batterien. Mit Hochenergiebatterien meint sie Li-Ion-Akkus, wie sie in fast jedem Mobilgerät stecken.

Die gelben Boxen sollen an „qualifizierten Sammelstellen“ stehen, zum Beispiel in Computergeschäften, Baumärkten und Wertstoffhöfen. Dort soll geschultes Personal die Akkus gegen Kurzschluss und Beschädigungen sichern, zum Beispiel „durch Isolierung der Pole mithilfe von Klebestreifen“.

Offensichtlich beschädigte Akkus werden noch vorsichtiger behandelt. Für sie hat die GRS zusammen mit der Bundesanstalt für Materialforschung eine Transportkiste entwickelt, die Brände verhindern soll.

In Zukunft sammelt sie also Batterien in drei Klassen:

 Herkömmliche Gerätebatterien, zum Beispiel aus Fernbedienungen, kommen wie bisher in die bekannte grüne Sammelbox.

 Hochenergiebatterien (Li-Ionen-Akkus) aus Laptops, Handys und ähnlichen Geräten, aber auch aus E-Bikes oder Akkuschraubern, kommen in die neue gelbe Box.

 Beschädigte Akkus werden von den Sammelstellen aussortiert und separat zu den Recycling-Anlagen transportiert.

Die GRS betont, dass Li-Ion-Akkus „bei ordnungsgemäßem Umgang als vergleichsweise sicher anzusehen sind“. Nutzer müssen sich also keine Sorgen machen, wenn sie ihre Geräte pfleglich behandeln (siehe S. 174).

Recycler werden aber weiterhin vorsichtig sein müssen. Denn viele Akkus landen auch künftig nicht in der neuen gelben Box, sondern werden zusammen mit den Tablets, Laptops oder Handys abgegeben, in denen sie eingebaut sind.

Durch die neuen verklebten Akkus (zum Beispiel beim iPad) bekommt das Problem eine besondere Schärfe. Denn Recycler müssen Akkus von anderen Teilen wie Leiterplatten trennen, um Metalle zurückzugewinnen und rechtliche Vorgaben zu erfüllen. Je schwieriger die Akkus aus den Geräten herauszubekommen sind, desto größer ist das Risiko einer Beschädigung und damit eines Brandes. (cwo)

Mobil-Notizen

Googles Android-Geräte-Manager gibt es ab sofort auch als kostenlose App im Play Store. Mit ihr kann man Android-Geräte aus der Ferne orten, löschen, klingeln lassen und das Passwort ändern. Voraussetzungen sind ein Google-Konto und ein Gerät mit Android 2.3 oder neuer.

Tüftler haben das Betriebssystem Sailfish OS auf das Nokia N9 portiert, das mit MeeGo ausgeliefert wurde. GPS, Bluetooth, WLAN und Anrufen funktionieren, aber Nutzer berichten von ruckliger Bedienung, App-Abstürzen und vielen weiteren Problemen.

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