Neues vom Tiptoi

Spiele- und Bücher-Neuheiten für den Audiostift

Test & Kaufberatung | Kurztest

Der Audiostift namens „Tiptoi“ ist ein Erfolgsmodell. Regelmäßig ergänzt der Ravensburger Verlag die Reihe der Bücher und Spiele, die der Stift um eine Sprachausgabe erweitert, und setzt dabei immer mal wieder ganz neue Konzepte um.

Erstmals erscheinen in diesem Herbst Quizspiele für den Tiptoi, die ähnlich einem Quartett aus einem Kartenset bestehen. Wir haben uns die drei Quizspiele sowie zwei Neuerscheinungen aus der Bilderbuch-Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ näher angeschaut.

Die Stiftnutzung verläuft immer gleich: Zu Beginn wird das Anschaltsymbol im Buch oder Spiel mit der Stiftspitze angetippt. Der Stift erkennt dann, welches Produkt die Kinder in der Hand halten, und prüft, ob die zugehörigen Audio-Dateien vorhanden sind. Falls nicht, ertönt die Aufforderung, zunächst mit einem Verwaltungsprogramm die passenden Dateien auf den Stift zu laden. Das Programm, das kostenlos von der Webseite des Herstellers heruntergeladen werden kann, läuft unter Windows ab XP und unter Mac OS X ab 10.6.

Bücher, Spielbretter und Quizkarten lassen sich in derselben Weise nutzen. Sie tragen Markierungen, die von den Sensoren an der Stiftspitze gescannt werden. Der Stift wird über immer gleiche Symbole gesteuert: Das Auge steht für den Entdeckermodus, in dem die Kinder gut aufbereitete Erklärungen erhalten. Die Glühbirne steht für „Wissen“ – vertiefende Informationen zu einzelnen Abbildungen. Nach einem Tipp auf die Sprechblase, die für „Erzählen“ steht, kommen einige der abgebildeten Personen direkt zu Wort und erzählen, was sie gerade machen. Ein Tipp auf den Würfel startet die Spiele.

Blättern und Tippen

Zu den Büchern „Komm mit auf die Baustelle“ und „Entdecke Musik aus aller Welt“ (je 16 Seiten, 20 Euro) gibt es jeweils gut 900 Audio-Dateien – Klangbeispiele und Geräusche ebenso wie Erklärungen. Da zu vielen Gegenständen aus den Büchern mehrere Texte hinterlegt sind und der Tiptoi immer wieder andere Informationen liefert, bleibt es lange spannend, mit dem Stift herumzutippen. Das Baustellenbuch ist wie ein Wimmelbuch aufgebaut. Hier gibt es anfangs auch ohne Stift viel zu entdecken. Zum Musikbuch sollte von Anfang an der Stift zur Hand sein, denn hier sind die Erklärungen und Tonbeispiele wichtig, um verstehen zu können, in welchem Zusammenhang die Bilder auf den Buchseiten stehen.

Das Musik-Buch enthält zehn, das Baustellen-Buch elf Spiele. Mal geht es darum, Instrumente in der Reihenfolge nachzuspielen, die der Stift vorgibt, mal müssen die Kinder bestimmte Instrumente auf einer Buchseite finden. Besonders knifflig ist das auf der Seite der asiatischen Musik, da die Instrumentennamen Kindern eher nicht geläufig sind – das motiviert, zunächst über die anderen Symbole auf Entdeckungsreise zu gehen und sich alles gut erklären zu lassen.

Beim Baustellen-Buch müssen vorgegebene Sätze auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft und Geräusche identifiziert werden. Auch hier gibt es Quizfragen, es müssen Geräusche erkannt und Gegenstände gesucht werden, in einigen Fällen gegen die Uhr. Das Ganze ist so abwechslungsreich aufgebaut, dass die Spiele in beiden Büchern lange interessant bleiben, zumal das Spielprinzip gleich bleibt, die Inhalte aber wechseln. Wird mit dem Stift auf den Text der Buchseiten getippt, bekommen die Kinder alles vorgelesen. Da einige Informationen sehr in die Tiefe gehen, sind Kinder in dem vom Verlag genannten Mindestalter von vier Jahren an manchen Stellen überfordert.

Quiz- und Wissenskarten

Die neue Kartenspielreihe heißt „Wissen & Quizzen“, die drei jetzt erschienenen Titel „Schöne Orte Europas“, „Gefährliche Raubtiere“ und „Spannende Erfindungen“ (jeweils 26 Wissenskarten/10 Sonderkarten, 8 Euro). Der Audio-Stift ist hier zwingend erforderlich, denn ohne die akustischen Informationen und Anweisungen kann man mit den Karten nichts anfangen. Über eine Steuerkarte mit Glühbirne, Auge und Würfel sowie Symbolen für „richtig“ und „falsch“, „weiter“ und „Wiederholung“ wählen die Spieler den gewünschten Spielmodus. Ein grüner Stern steht für leichte, ein roter Stern für schwierige Fragen; die beiden Varianten unterscheiden sich deutlich.

An einer Quiz-Runde können bis zu sechs Spieler teilnehmen. Sie bekommen ihre Fragen nacheinander gestellt. Mal soll aus drei Aussagen die passende ausgewählt, mal ein Satz als wahr oder falsch eingestuft werden. In anderen Spielen gibt der Audiostift vier Wissenskarten vor, die vom Spieler sortiert werden sollen – Fahrzeuge nach Höchstgeschwindigkeit beispielsweise oder Orte nach Ländern – oder es geht darum, diejenige Wissenskarte im Stapel zu finden, die zur Beschreibung des Tiptoi passt.

Die Fragen zu den Karten variieren leider nur wenig, daher werden die Quiz-Spiele mit der Zeit langweilig. Mehr erfahren die Kinder über die einzelnen Wissensgebiete, wenn sie die Glühbirne oder das Auge auf der Steuerungskarte antippen.

Zum Jahresende sind weitere Tiptoi-Titel angekündigt: ein Lernspiel, ein Adventskalender, neue Tierfiguren und ein Buch aus der Leserabe-Reihe. (dwi)

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