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Facebook nimmt Clickbaiting ins Visier

Clickbaiting-Einträge erzielen mit reißerischen Einträgen, die wenig über den Inhalt verraten, sehr hohe Klickraten. Facebook stört sich offenbar daran, dass solche von vielen Anwendern als störend empfundenen Beiträge durch die vielen Klicks an prominenter Stelle der Timeline erscheinen.

Facebook will künftig mehr auf die Relevanz der Beiträge achten und versucht, Clickbaiting-Beiträge automatisch zu identifizieren, etwa über die Lesezeit und das Verhältnis von Klicks auf den Inhalt zu Klicks auf den Gefällt-mir-Button. Beiträge, die Klicks produzieren, aber die Leser nur kurz beschäftigen und nicht zu „Likes“ animieren, werden als weniger relevant eingestuft.

Die Betreiber der in Deutschland bekanntesten Clickbaiting-Seite heftig.co sehen den Maßnahmen von Facebook „gelassen entgegen“. Die Inhalte ihres Portals seien „sehr relevant“ für Facebook-User, erklärte der Pressesprecher Thomas Huber. (dbe)

Preissturz und mehr Funktionen bei Dropbox

Der Cloud-Anbieter Dropbox hat sein Bezahlmodell grundlegend reformiert. Statt verschiedener Kapazitäts- und Preisstufen gibt es künftig nur noch ein Einheitsprodukt. 1 Terabyte Speicherplatz kostet 10 Euro im Monat. Das ist auch ein deutlicher Preissturz, denn bislang war ein halbes Terabyte für 50 US-Dollar im Monat erhältlich. Dropbox war unter Druck geraten, weil Microsoft die Tarife für das Cloud-Produkt OneDrive drastisch gesenkt hatte. Apple stellte für den Herbst niedrigere Preise in Aussicht.

Bezahlkunden haben nicht nur mehr Speicherplatz, sondern auch erweiterte Möglichkeiten für Ordnerfreigaben. Diese lassen sich nun mit Passwort und Verfallsdatum versehen und auf die reine Ansicht beschränken. Bei den kostenlosen Accounts, die 2 Gigabyte Speicherplatz enthalten, ändert sich nichts. Weiterhin ist es möglich, eine mehr als 2 Gigabyte große Datei hochzuladen und damit das Limit zu knacken, ohne dafür bezahlen zu müssen.

Auf iOS kann die Dropbox-App nun Word- und Powerpoint-Dateien durchsuchen und bietet eine bessere Vorschau externer Dokumente. Animierte GIFs lassen sich auch anzeigen, wenn die Dateien groß ausfallen. Die Caching-Funktion der iOS-App frisst in der neuen Version weniger Speicher auf dem Gerät. (uma)

Telekom startet mit Vectoring

Die Deutsche Telekom hat erstmals Vectoring-Anschlüsse in Ortsnetzen in Betrieb genommen, die sie auf der sogenannten Vectoring-Liste an die Bundesnetzagentur zum Ausbau gemeldet hatte. In den 20 Orten, darunter Offenburg, Zweibrücken, Starnberg und Zittau, können die VDSL-Nutzer mit 100 MBit/s im Downstream und 40 MBit/s im Upstream ins Netz gelangen. Davon profitieren nicht nur die Kunden der Telekom, sondern auch die der Anbieter, die auf VDSL-Vorleistungen der Telekom zurückgreifen, beispielsweise 1&1, O2 oder Vodafone.

Die Telekom plant, Vectoring zügig auszubauen. Noch in diesem Jahr sollen rund 1,4 Millionen Haushalte in 82 Ortsnetzen erschlossen werden. Bis Ende 2016 soll die Zahl der mit VDSL erschlossenen Haushalte von derzeit 12 auf dann 24 Millionen steigen. Die Zahl der tatsächlichen Anschlüsse ist aber geringer, da nur ein Teil der anschlussfähigen Haushalte einen VDSL-Anschluss bucht.

Sobald ein VDSL-Verteiler auf Vectoring umgerüstet ist, können daran nur noch Vectoring-fähige Modems betrieben werden. Andere VDSL-Modems fallen dann auf ADSL2+-Bandbreite mit maximal 16 MBit/s im Downstream und 2,5 MBit/s im Upstream zurück. Derzeit kein Vectoring erhalten Teilnehmer, deren Anschluss direkt aus der Vermittlungsstelle heraus versorgt wird. Das ist allerdings die Ausnahme, die Regel ist eine Versorgung vom nächstgelegenen Verteilerkasten. (uma)

Fusion von Telefónica und E-Plus endgültig genehmigt

Um die bereits genehmigte Übernahme des Mobilfunkbetreibers E-Plus durch den Konkurrenten Telefónica gab es noch einmal Aufregung: Die EU-Kommission prüfte auf eine Beschwerde von United Internet hin, ob die Zugeständnisse, die Telefónica bei der Übernahme von E-Plus gemacht hat, ausreichten.

Letztlich erteilte die EU-Kommission Telefónica aber dann doch die finale Freigabe für den Erwerb der E-Plus-Gruppe. Telefónica muss dazu vor Abschluss der Transaktion 20 Prozent seiner Kapazitäten im Mobilfunknetz via Mobile Bitstream Access an den Provider Drillisch verkaufen. Drillisch hat die Möglichkeit, weitere 10 Prozent Netzkapazität zu erwerben. Diese Vorgaben sieht die EU-Kommission als erfüllt an. Die Übernahme soll noch im dritten Quartal dieses Jahres erfolgen. (uma)

Internet-Notizen

Der durch die RedTube-Abmahnungen bekannt gewordene Regensburger Anwalt Thomas Urmann ist wegen Insolvenzverschleppung bei einer Wurstfirma zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Damit verliert er seine Anwaltszulassung.

Das hannoversche Start-up Tutanota veröffentlicht den gesamten Code seines Webmail-Service mit eingebauter Verschlüsselung als Open Source (siehe c’t-Link) und fordert die Community auf, den Code zu prüfen.

Webhoster Jimdo hat seinen Homepage-Baukasten überarbeitet und mit einem komfortableren Editor sowie zusätzlichen Designvorgaben versehen.

Der Webbrowser Chrome stellt ab Version 37 die Schriften unter Windows schöner dar. Für Windows-Nutzer gibt es nun auch eine stabile 64-Bit-Version. Insgesamt 50 Sicherheitslücken sind mit dem jüngsten Update gestopft.

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