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KDE-Anwendungen aktualisiert

Das KDE-Projekt hat Version 4.14 seiner KDE Software Compilation (KDE SC) veröffentlicht, das Updates für verschiedene KDE-Programme mitbringt. Neues gibt es etwa beim Instant Messenger Kopete, dem Mathe-Tool Cantor, dem Dokumentbetrachter Okular, dem Editor Kate, dem Dateimanager Dolphin und Marble, dem KDE-Tool zum Anzeigen geographischer Karten.

Während die Desktop-Umgebung Plasma Workspaces und die KDE Frameworks bereits auf Qt 5 setzen, wird KDE SC vorerst noch auf der Basis von KDE 4 weiterentwickelt. Der Quellcode der einzelnen KDE-Anwendungen steht über die Website des KDE-Projekts zum Download bereit. (lmd)

Kernel-Entwickler nutzen Zwei-Faktor-Authentifizierung

Gemeinsam mit den Kernel-Entwicklern hat die Linux Foundation beschlossen, die Mainline- und Stable-Entwicklungszweige des Linux-Kernels mit Zwei-Faktor-Authentifizierung abzusichern. Für den Zugriff auf die beiden Git-Repositories müssen sich die Entwickler nun mit einem Hardware-Token oder einer Software anmelden, bevor sie Quellcode hochladen können. Die Sicherheitsmaßnahme soll es Angreifern erschweren, Schadcode in den Linux-Kernel einzuschmuggeln. Bislang war das System nur durch passwortgeschützte SSH-Schlüssel gesichert.

Um den Aufwand der neuen Sicherheitsvorkehrungen für die Entwickler gering zu halten, haben diese eine quelloffene Erweiterung für die Software gitolite geschrieben, die auf kernel.org zum Einsatz kommt. Damit lässt sich die IP eines Entwicklers für 24 Stunden oder länger freischalten, um Code hochladen zu können. Dabei kommt ein Software-Token zum Einsatz, das mit dem TOTP-Protokoll erstellt wurde und unter anderem den Google Authenticator unterstützt.

Die Linux Foundation bittet die Entwickler aus Sicherheitsgründen allerdings, stattdessen ein Hardware-Token zur Authentifizierung zu nutzen. Die neue Software unterstützt zu diesem Zweck auch den YubiKey von Yubico. Das Unternehmen hat der Linux-Foundation hundert der kleinen Passwort-Erzeuger geschenkt, die jetzt an die Kernel-Entwickler verteilt werden, die direkten Commit-Zugriff auf die entsprechenden Repositories haben. Die Linux Foundation hofft außerdem, dass bald weitere Entwickler die Zwei-Faktor-Authentifizierung für ihre Entwicklungszweige bei kernel.org aktivieren. (fab)

Hickhack um LiMux

Mit der Ablösung des langjährigen Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude durch Dieter Reiter im Mai ist neuer Streit um den großflächigen Einsatz von Linux in der Münchner Stadtverwaltung entbrannt. Während sich Ude immer wieder für das LiMux-Projekt ausgesprochen hat, steht Reiter dem Linux-Einsatz in der Verwaltung kritisch gegenüber. So erklärte er in einem Interview, dass ihn der Beschluss des Stadtrats zum Wechsel auf Linux überrascht habe, wo doch Open-Source-Software „gelegentlich den Microsoft-Anwendungen hinterherhinke“. Auch der neue zweite Bürgermeister Josef Schmid monierte, dass mit dem LiMux-Arbeitsplatz „alles viel schwieriger“ sei und „die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darunter leiden“.

Der Münchner Stadtrat hält jedoch an der Entscheidung für Open Source fest: Laut Stellungnahmen aus SPD-, CSU- und Grünen-Fraktion steht eine Rückkehr zu Windows derzeit nicht zur Diskussion. Nach der Entscheidung des Stadtrats für Linux im Mai 2003 hatte die Münchner Stadtverwaltung sukzessive die Arbeitsplätze auf das selbst gepflegte LiMux-System migriert. Mittlerweile laufen Linux und Open-Source-Anwendungen wie KDE, Firefox und OpenOffice im Regelbetrieb auf gut 15 000 von rund 18 000 PCs. Laut einer Rechnung der Stadtverwaltung soll der Umstieg auf Linux bis Ende 2012 rund 10 Millionen Euro eingespart haben.

Jetzt hat OB Reiter eine interne Prüfung der aktuellen IT-Infrastruktur in Auftrag gegeben. Dabei geht es jedoch nicht speziell um LiMux oder die Frage einer Rückmigration zu Windows: Laut Stefan Hauf, Sprecher der Stadtverwaltung im Münchner Rathaus, sollen die Organisation der IT, die Kosten, die Leistungsfähigkeit, die Nutzerfreundlichkeit der IT und die Zufriedenheit der Nutzer insgesamt untersucht werden. Das Ausmaß der Nutzerbeschwerden über LiMux sei nicht außergewöhnlich, erklärte Hauf. So gebe es Klagen der Mitarbeiter etwa wegen mangelnder Kompatibilität von OpenOffice- und MS-Office-Dokumenten; jedoch werde noch dieses Jahr eine neuere LibreOffice-Version ausgerollt, die MS-Office-Formate besser unterstützen soll. Die im Februar beschlossene Einführung der Groupware Kolab soll die auch vom zweiten Bürgermeister Schmid bemängelten Probleme mit der Verwaltung von Mails, Kontakten und Terminen lösen. (odi)

Linux-Version der Leadwerks Game Engine

Die Indie-Game-Engine von Leadwerks Software gibt es jetzt auch für Linux. Die Leadwerks Game Engine steht über die Online-Plattform Steam zum Kauf bereit. Sie unterstützt das Programmieren mit Lua und C++ und zeichnet sich insbesondere durch eine gute Anbindung an Steam aus. So lassen sich Modelle, Texturen, Skripte und Maps aus dem Steam Workshop in der Game Engine weiterverwenden. Fertige Spiele sollen sich leicht bei Steam Greenlight einreichen und auf die Spiele-Plattform hochladen lassen. Zur Finanzierung der Linux-Version hatte Leadwerks Software vor rund einem Jahr eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne durchgeführt.

Die Leadwerks Game Engine gibt es bei Steam in einer Indie-Edition für rund 93 Euro. Diese unterstützt allerdings nur Lua. Wer in C++ programmieren will, muss noch einmal genauso viel hinblättern. Ein großer Vorteil der Game Engine: Für die damit erstellten Spiele werden keine weiteren Lizenzkosten fällig. (lmd)

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