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HP ruft Netzteil-Kabel zurück

HP hat ein weltweites Rückrufprogramm für Anschlusskabel von Notebook-Netzteilen gestartet, die zwischen September 2010 und Juni 2012 im Handel waren. Die betroffenen Kabel wurden sowohl zusammen mit Notebooks der Marken HP und Compaq als auch mit Zubehör verkauft – etwa mit Docking-Stationen und dazugehörigen Zweit-Netzteilen. Die amerikanische Verbraucherschutzbehörde CPSC warnt davor, die Kabel weiterzuverwenden. Diese können im Betrieb überhitzen, wodurch Feuer- oder Verbrennungsgefahr besteht. Die Behörde berichtet von mehreren Sachschäden und leichten Verbrennungen durch zu heiß gewordene Kabel.

Laut HP werden nicht alle Kabel aus dem oben genannten Zeitraum zurückgerufen. Anfällige Exemplare tragen die Markierung „LS-15“ (siehe Bild), wobei jedoch nicht alle LS-15-Kabel betroffen sind. Um herauszufinden, ob man direkt betroffen ist, muss man auf einer eigens eingerichteten Service-Webseite sein Notebook-Modell und -Seriennummer sowie Datum-Codes auf dem Kabel oder den zugehörigen Netzteilen eingeben. (mue)

Android-Smartphone mit 64-Bit-CPU und LTE

Bereits Mitte September soll das HTC Desire 510 als erstes Android-Smartphones mit 64-Bit-Prozessor in den Handel kommen. Für 200 Euro bietet das Gerät außer der neuen Prozessortechnik schnellen LTE-Mobilfunk bis 150 MBit/s. Die restliche Ausstattung ist weniger spektakulär: ein 4,7-Zoll-Display (11,9 Zentimeter) mit mageren 854 × 480 Pixel, 8 GByte interner Flash-Speicher und ein WLAN-Modem, das nur 2,4-GHz-Netze bis zum 11n-Standard unterstützt. Ein MicroSDXC-Slot ist vorhanden, ebenso eine 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite.

Der 64-Bit-Prozessor Snapdragon 410 stammt von Qualcomm. Die vier Kerne sind mit 1,2 GHz getaktet, für die Grafikberechnung ist ein Adreno 306 verantwortlich. Die Kerne basieren auf dem Cortex-A53-Design von ARM, welches die langsamere, aber stromsparende Variante der zwei bisher vorgestellten 64-Bit-Kerne ist. High-End-Chips mit Cortex-A57-Kernen sind bislang nur angekündigt, fertige Geräte noch gar nicht. So werden 64 Bit unter Android zunächst in günstigen Smartphones starten. Erst Ende des Jahres werden 64 Bit in die Flaggschiffe einziehen.

Zwingend nötig ist der 64-Bit-Chip im Desire 510 noch nicht: Im Smartphone stecken nur 1 GByte Arbeitsspeicher und das installierte Android 4.4 spricht nur mit 32 Bit. Das Cortex-A53-Design ist dazu aber abwärtskompatibel, die Chips unterstützen 32-Bit- und 64-Bit-Modi. Erst die nächste Android-Version mit Codenamen Android L soll auch 64-Bit-Fähigkeiten haben. Ob der Chip im Alltag nennenswerte Vorteile bringt, müssen Tests zeigen. (asp)

Windows Phone gewinnt und verliert Hersteller

Microsoft kommt beim Kampf um eine breitere Herstellerunterstützung für Windows Phone nur langsam voran. Einerseits kehrt Huawei dem System den Rücken, andererseits wagen sich zwei Hersteller mit neuen Smartphones für Windows Phone auf den Markt: Während Archos das mit 80 Euro bisher billigste Gerät ankündigt, veröffentlicht HTC sein Android-Spitzenmodell One M8 nun auch mit Windows Phone.

Die Hardware im „One (M8) for Windows“ bleibt unverändert: Das 5-Zoll-Display löst 1920 × 1080 Pixel auf und steckt im gleichen silbergrauen Alugehäuse. Der schnelle Quad-Core-Prozessor mit 2,3 GHz ist ebenso vorhanden wie die Doppel-Kamera auf der Rückseite und der Infrarotsender. Für seine bei Windows Phone unüblichen Gimmicks hat HTC eigene Apps gebastelt; die Kachel-Oberfläche von Windows Phone bleibt unangetastet. Bislang ist das Gerät nur in den USA für rund 450 Euro erhältlich. Ob es nach Deutschland kommt, sagt HTC nicht.

Das Archos 40 Cesium wendet sich an eine andere Käuferschicht. Das erste Windows-Smartphone des französischen Anbieters soll für 80 Euro in den Handel kommen und unterbietet damit den bisher billigsten Konkurrenten Nokia Lumia 530 um 20 Euro. Die Hardware ist vergleichbar, hinter dem 4-Zoll-Display stecken ein langsamer Quad-Core-Prozessor und 512 MByte RAM. Voraussichtlich wird das Gerät zwei SIM-Slots haben. Weitere Details gibt Archos auf der IFA bekannt.

Huawei hat sich fürs Erste von Windows Phone verabschiedet. Man habe alle Pläne für Geräte mit Microsofts Betriebssystem auf Eis gelegt, erklärte der Chef der Gerätesparte Richard Yu. Mit den beiden Smartphones Ascend W1 und W2 habe man in den letzten zwei Jahren nur Verluste eingefahren. Derzeit sei Android für Huawei die einzige Option. Die Verbraucher von Windows Phone zu überzeugen ist laut Yu schwierig. Auch andere Betriebssysteme wie Tizen kämen nicht als Ersatz in Frage. (asp)

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