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Hochverfügbares Server-Storage-System

Bei der TwinBox HA steht die Abkürzung für High Availability, also hohe Verfügbarkeit: Auch beim Ausfall von Komponenten soll das kombinierte Server- und Storage-System weiterlaufen. Die Firma ICO setzt dabei auf Standard-Hardware von Intel und Supermicro, auf VMware vSphere alias ESXi (optional Hyper-V) sowie auf die Storage-Software Datacore SANsymphony-V. Letztere enthält Funktionen zur synchronen Spiegelung mehrerer Systeme. Für hohe Verfügbarkeit der virtualisierten Server sorgen die HA-Funktionen von VMware vSphere 5, eine Lizenz für das Essentials Plus Kit gehört zum Lieferumfang inklusive drei Jahren Support. Drei Jahre Support und Lizenzgebühren sind auch für SANsymphony enthalten, die Software läuft unter dem vorinstallierten Windows Server 2012 R2 Standard. ICO richtet zudem eine VM für das Monitoring ein. Im Preis enthalten ist auch eine eintägige Einweisung des Administrators per Fernwartung.

Die TwinBox HA vereint in einem einzigen Chassis vier separate Server, von denen zwei für die virtuellen Maschinen vorgesehen sind und zwei für das Storage-Subsystem. Die Vernetzung zwischen den vSphere-Servern und den Storage-Maschinen erfolgt über 10-Gigabit-Ethernet.

Die günstigste Konfiguration TwinBox HA Mid-Size kostet 42 999 Euro. Darin stehen für die VMs zwei Xeon E5-2630 v2 mit zusammen 12 Kernen (24 Threads) zur Verfügung sowie 128 GByte RAM – die gleiche Konfiguration steckt auch im Fail-Over-System. Die Storage-Knoten sind jeweils mit einem Quad-Core-Xeon (E5-2609 v2) und 32 GByte RAM bestückt sowie mit acht 2,5"-SAS-Platten für 2,4 TByte Speicherplatz. (ciw)

64-GByte-DDR4-RDIMMs mit TSV-Chips

Mit dem Haswell-E alias Core i7-5900 (siehe S. 102) beginnt die DDR4-SDRAM-Ära, bald kommen die Haswell-EP-Xeons. Letztere steuern Registered DIMMs (RDIMMs) und Load-Reduced-(LR-)DIMMs an, die besonders hohe Kapazitäten erreichen. Samsung hat mit der Serienfertigung eines 64-GByte-RDIMMs begonnen, das mit Multi-Die-Chips bestückt ist. Dazu stapelt Samsung je vier 4-Gigabit-Dice mit Through-Silicon Vias (TSV) übereinander, um 16-GBit-Chips zu erhalten. Davon sitzen 36 Stück auf dem RDIMM mit der Typennummer M393A8G40D40 – 32 Stück für Nutzdaten und 4 für ECC-Informationen.

Das Dual-Rank-RDIMM dürfte mit kürzeren Latenzen arbeiten als ein LRDIMM; auch mit 8-GBit-Chips würde sich Stacking für ein 64-GByte-Modul nicht vermeiden lassen. Bisher können weder SK Hynix noch Micron 64-GByte-Module als RDIMMs liefern, sondern höchstens als LRDIMMs. Unklar ist noch die genaue Taktfrequenz des M393A8G40D40, vermutlich sind es 1066 MHz (PC4-2133). Wann und zu welchem Preis es lieferbar sein wird, ist derzeit noch offen. (ciw)

8-TByte-Festplatte für Cloud-Rechenzentren

An einige Pilotkunden wie den Object-Storage-Spezialisten Cleversafe liefert Seagate bereits eine nicht genau spezifizierte SATA-Festplatte mit 8 TByte Kapazität. Sie ist nach Firmenangaben nicht für allgemeine Server-Anwendungen oder Desktop-Rechner ausgelegt, sondern für Cloud-Einsätze wie eben Object Storage oder für Backups. Möglicherweise kommt die neue Aufzeichnungstechnik Shingled Magnetic Recording (SMR) zum Einsatz, die beim Überschreiben bereits vorhandener Sektoren längere Zugriffszeiten erfordern kann. Solches Überschreiben tritt bei den erwähnten Einsatzszenarien seltener auf.

Über den Preis und die technischen Daten schweigt sich Seagate noch aus, im dritten Quartal soll die 8-TByte-Platte „breiter verfügbar“ werden. Derzeit sind Festplatten mit 5 und 6 TByte lieferbar. Manche der sehr großen Platten schlucken allerdings relativ viel Strom, einige melden 4096-Byte-Sektoren (4Kn), womit das eine oder andere System nicht richtig zurechtkommt. (ciw)

Mikroserver für Cloud-Rechenzentren

Der taiwanische Hersteller Gigabyte fertigt auch Produkte für größere Rechenzentren, darunter Racks und Server-Barebones nach den Vorgaben des Open Compute Project (OCP) sowie Mikroserver. Beim A201-TR handelt es sich um ein Zwei-Höheneinheiten-(2-HE-)Chassis für 19-Zoll-Racks, welches bis zu 46 „CPU Boards“ aufnimmt – die eigentlichen Mikroserver. Alternativ lässt sich das Chassis mit 28 Mikroservern und 16 Storage-Modulen bestücken, in Letztere passen jeweils zwei 2,5-Zoll-Festplatten. Die bisher lieferbaren Server-Module arbeiten mit Intels Avoton-SoCs, also dem Atom C2750 mit acht Silvermont-Kernen; optional verwendet Gigabyte auch den billigeren C2730. Vier SO-DIMM-Slots pro Modul fassen bis zu 32 GByte ECC-Speicher, eine mSATA-Fassung nimmt eine SSD auf. Bei der Vernetzung setzt Gigabyte auf Intel-Technik und nutzt zwei der vier im Atom-SoC integrierten Ethernet-Ports, die mit dem Switch-Chip Intel FM5224 mit 2,5 GBit/s kommunizieren. Dieser wiederum stellt extern QFSP+-Ports für 40-GBit-Ethernet bereit. Das redundante Netzteil enthält zwei 1600-Watt-Module. (ciw)

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