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Bioshock für unterwegs

Survival-Horror, spektakuläre Schusswechsel und biotechnisches Körper-Tuning zum Mitnehmen: Bioshock von 2K Games kommt nun als Premium-App für knapp 14 Euro zu Nutzern von iPhone 5/s/c oder iPad 4/Air/mini 2.

Das erstmals 2007/2008 für Windows, Mac OS und Konsolen erschienene Action-Spiel aus der Ego-Perspektive führt in die lädierte, im Art-déco-Stil gestaltete Unterwasserstadt Rapture, deren Bewohner durch Missbrauch biotechnischer Verbesserungen zu wahnsinnigen Monstrositäten mutiert sind. Auch der Spieler selbst kann seine Kampfstärke durch biotechnische Upgrades aufmotzen. Die Grafik der Mobilversion wirkt nicht ganz so fein wie das PC-Original, aber dennoch eindrucksvoll. Für den Einsatz unter iOS haben die Entwickler die Berührungssteuerung optimiert. 2K wirbt damit, dass Bluetooth-Controller sowie MFi-Steuergeräte unterstützt werden. Die iOS-Version bietet außerdem ein neues Bestenlisten-System, ein In-App-Artbook und eine Profilfunktion, die es Spielern erlaubt, ihre Leistungen mit denen von Freunden zu vergleichen. (psz)

Gaming-Tastaturen mit RGB-Beleuchtung

Ein Abkommen mit Cherry sichert dem Peripheriespezialisten Corsair für ein Jahr die exklusive Nutzung des neuen Schaltertyps MX RGB. Bei dieser Variante der bekannten MX-Schalter ist die Basis durchsichtig statt schwarz. Dadurch lassen sich die Tasten durch darunterliegende RGB-LEDs in beliebigen Farben beleuchten. Das macht sie nicht nur für Spieler interessant, sondern auch für Cutter, Musiker und andere Tipper in dunklen Umgebungen. Die MX-Schalter von Cherry genießen einen guten Ruf für ihren klaren Anschlag und ihre mechanische Unverwüstlichkeit.

Die kommenden RGB-Tastaturen von Corsair heißen Vengeance K70 RGB und K95 RGB; die K95 besitzt links zusätzlich einen dreispaltigen Block mit Makrotasten. Die Hintergrundbeleuchtung lässt sich für jede Taste einzeln anpassen und im internen Speicher der Tastatur festschreiben. Die K95 RGB wird nur mit MX-RGB-Switches vom Typ Red verfügbar sein und soll Ende September für 190 Euro in den Handel kommen. Zeitgleich soll die 20 Euro günstigere K70 RGB erscheinen – anfangs nur mit roten Switches, etwa einen Monat später dann auch mit Schaltern der Typen MX RGB Blue und Brown.

Konkurrierende Anbieter von Gaming-Tastaturen weichen aufgrund des Exklusivvertrags auf Switches des chinesischen Konkurrenten Kaihua aus. Zu den Kaihua-Kunden gehört auch Razer, der für September die 180 Euro teure Razer Blackwidow Chroma angekündigt hat. Im Unterschied zur Corsair K95 stellt die Blackwidow nur fünf Makrotasten zur Verfügung. (ghi)

Unendliche Weiten

Eine Weltraumsimulation mit 100 Milliarden Sternensystemen, mitten in einem akkuraten Modell der Milchstraße – das allein hört sich nach einer fast unlösbaren Aufgabe an. Das Ganze so zu entwerfen, dass der Spieler in seinem Raumschiff jedes dieser Systeme besuchen kann, klingt gänzlich unmöglich. Aber genau das ist das Ziel des ambitionierten Sandbox-Spiels Elite: Dangerous. Es soll Ende des Jahres erscheinen und 40 Euro kosten. Wer 60 Euro zahlt, kann die Beta-Version schon jetzt spielen.

Darin lassen sich bereits einige tausend Kubik-Lichtjahre in einer Handvoll Schiffen erkunden – in der fertigen Version haben Spieler 25 Raumgleiter zur Wahl. Mehrspieler-Schlachten mit Dogfights und die Schleichfahrt-Mechanik der Schiffe sind schon jetzt drin. Überdies kann man bereits Kopfgeld- und Eskort-Missionen erfüllen und Handel betreiben. Wer möchte, überfällt andere Spieler oder Bots und stibitzt deren Ladung. Das Elite-Universum wird zentral auf einem Server verwaltet – dadurch können die Aktionen einzelner Spieler auch globale Auswirkungen haben. Beispielsweise beeinflussen Güterbewegungen die Wirtschaft der verschiedenen Sternensysteme. Dass ein Spieler ein übler Zeitgenosse ist und mit Vorliebe unschuldige Frachtschiffe überfällt, trägt sich so schnell in weit entfernte Winkel der Sternensysteme.

Damit man sich in den schier unendlichen Weiten auch findet, lassen sich Freunde direkt über die Freundesliste einladen. Wer der menschlichen Intelligenz überdrüssig ist, kann allein mit computergesteuerten Bots spielen. Im fertigen Spiel soll es Galaxie-umspannende Ereignisse geben, die auch die Welten der Solo-Spieler beeinflussen. (fab)

Retro-Ballerei zum Kinofilm

Im 2D-Plattformer Expendabros ballert sich der Spieler als einer von sieben Action-Helden durch zehn Missionen, um den Waffenhändler Conrad Stonebanks zur Strecke zu bringen. Dabei hinterlässt er eine Schneise der Verwüstung, gefüllt mit literweise Pixelblut. Doch das kostenlose Spiel zum Stallone-Film Expendables 3 wirkt nicht abstoßend brutal, sondern ist eher eine überzeichnete Reminiszenz mit Augenzwinkern an die alten Action-Helden der 80er und 90er.

Die komplett zerstörbare Umgebung besteht aus groben Pixeln und erinnert an 16-Bit-Klassiker vom Mega Drive. Die hämmernde Musikuntermalung und die kraftvollen Waffensounds spülen Freude in die Ohren und unterstreichen das Gameplay. Der Schwierigkeitsgrad ist gut balanciert – Anfänger kommen mit ein wenig Übung gut durch die ersten Level, während auch alte Jump-n-Run-Hasen von späteren Endgegnern gut gefordert sind. Expendabros ist laut den Entwicklern noch bis zu 31. Dezember kostenlos über Steam erhältlich.

Im Jahr 2015 will der südafrikanische Entwickler Free Lives dann ein kostenpflichtiges Spiel unter dem Titel Broforce mit gleicher Grafik und Spielmechanik herausbringen. Es soll im Unterschied zu Expendabros aber umfangreicher sein, einen Online-Mehrspielermodus bieten, neue Spielmodi und einen Leveleditor. In der derzeit verfügbaren Early-Access-Version lässt sich der erste Teil der Kampagne anspielen. Sie kostet 14 Euro und ist über Steam erhältlich. (mfi)

Digitale Downloads dominieren PC-Spieleverkäufe

92 Prozent aller PC-Spiele wurden im Jahr 2013 digital gekauft und per Download bezogen. Nur jedes zehnte Spiel gelangte auf einem Datenträger in die Hände der Spieler. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens DFC Intelligence hervor, die das britische Fachmedium PCR zitiert. Demnach haben Steam, Origin und andere Download-Portale den traditionellen Einzelhandel in seiner Relevanz nahezu verdrängt – zumindest quantitativ. Im Einzelhandel werden allerdings primär Vollpreis-Titel verkauft – zeitlich begrenzte, günstige Schnäppchen, wie etwa im Steam Sale, findet man dort kaum. Folglich kann aufgrund der zahlenmäßigen Dominanz der Download-Spiele nicht auf einen höheren Umsatz geschlossen werden. Im April meldete DFC, dass die mit PC-Spielen erwirtschafteten Umsätze jene von Konsolenspielen überholt hätten. (mfi)

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