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Fotorealistisch konstruieren

Das CAD-System Solid Edge ST7 erzeugt 3D-Darstellungen mit fotorealistischen Materialien – dafür hat der Hersteller Siemens PLM seiner Konstruktionssoftware den Renderer KeyShot von Luxion eingebaut. Ein neuer 3D-Skizziermodus soll Ingenieuren helfen, mal eben schnell einen ersten Entwurf für kompliziert geformte Teile zu zeichnen. Für die Zusammenarbeit im Team und die Verwaltung von Konstruktionen dient eine eigene Workflow-Seite, die alle Aktionen der Anwender visualisiert – die Basis dafür liefert Microsoft SharePoint. Solid Edge lässt sich durch Apps erweitern, die auch von anderen Anbietern stammen können. Der Anwender kann aus rund 500 Modulen wählen, die zum Beispiel 3D-Daten direkt aus der CAD-Software an die Windows-Schnittstelle für 3D-Drucker schicken, Werkzeugbahnen für die computergesteuerte Fertigung (CAM) berechnen und visualisieren oder Solid Edge eng mit der Online-Plattform GrabCAD verzahnen. (pek)

Technische Simulation

MSC Software hat die 2014er-Generation zweier Simulationspakete veröffentlicht – von Marc für nichtlineare Finite-Elemente-Analysen (FEA) und Adams für dynamische Mehrkörpersysteme. Marc 2014 soll unter anderem genauere Vorhersagen über die Rissausbreitung in Werkstücken liefern. Die Kontaktanalyse soll in weniger Zyklen ein belastbares Ergebnis liefern, ohne dass viele Benutzereingaben anfallen. Die Anwendung simuliert Druckverhältnisse jetzt nicht nur für gasgefüllte Behälter, sondern auch für Füllungen durch kaum komprimierbare Flüssigkeiten. Das Modell für elektromagnetische Felder wurde verbessert, die Bedienoberfläche überarbeitet. Seiner Mehrkörpersimulation Adams 2014 hat MSC jetzt eigene Modelle für die nichtlineare Modellierung und Analyse eingebaut. Außerdem sollen Adams und Marc so dicht verzahnt worden sein, dass echte Ko-Simulationen möglich sind, bei denen die Ergebnisse einer Anwendung in die Berechnungen der anderen einfließen.

Der CAD-Hersteller Autodesk hat im Mai die Firma NEi Software übernommen und bringt deren Nastran-Solver für Finite-Elemente-Analysen jetzt in zwei Versionen auf den Markt: Autodesk Nastran 2015 besteht aus der nackten Solver-Technik, die 3D-Objekte etwa auf lineare und nicht lineare Spannungen unter Belastung prüft oder die Ausbreitung von Wärme in Festkörpern simuliert. Autdesk Nastran In-CAD 2015 hingegen integriert die FEA-Werkzeuge sowohl ins hauseigene Konstruktionsprogramm Inventor als auch in SolidWorks des Konkurrenten Dassault Systèmes. Wer im eigenen Büro nicht genügend Rechnerpower für aufwendige Analysen hat, kann den Solver auch in der Cloud benutzen. Der Webdienst dazu heißt jetzt Cloud Flex, ehemals Autodesk Sim 360 Pro. Der Solver ist auch fest in die FEA-Anwendung Simulation Mechanical integriert, die wahlweise auf lokaler Hardware oder in der Cloud rechnet und neben der Finite-Elemente Analyse auch andere Verfahren bietet, etwa die Strömungssimulation (Complex Fluid Dynamics, CFD).

Wer mit solcher Technik prüfen will, wie windschnittig sein CAD-Entwurf geraten ist, kann die 3D-Konstruktion mit Hilfe der experimentellen Software Project Ventus for Simulation CFD von Autodesk Labs aufbereiten. Diese liest knapp 30 gängige 3D-Formate ein und liefert Oberflächennetze als NAS- oder UNV-Datei. Wie bei den Software-Prototypen von Autodesk Labs üblich, läuft die Anwendung nur für begrenzte Zeit – Mitte Dezember ist Schluss. (pek)

Umfragen entwerfen und auswerten

Mit dem plattformunabhängigen Programm TableR können auch Nicht-Programmierer mit wenigen Klicks Umfrage-Formulare entwerfen, Tabellen mit Antworten auswerten und die Ergebnisse grafisch präsentieren. Gefördert vom hessischen Forschungsförderungsprogramm Loewe hat der Hersteller Eoda eine ganzheitliche Anwendung entwickelt, mit der man zuerst einen Fragebogen entwirft und als Word- oder PDF-Dokument veröffentlicht. Die Software produziert auch ein XML-formatiertes Dokument mit den Metadaten für Fragen und Antworten, das man in eine Webseite einbindet oder an eine marktübliche Befragungs-Anwendung übergibt. Diese sammelt die Antworten der Probanden und verwaltet deren Metadaten.

Nach Abschluss der Befragung übernimmt TableR die Ergebnisse als CSV-Tabelle oder im SAV-Format des Statistikpakets SPSS. Die Auswertung übernimmt das freie Statistikpaket R. Wem Auswertevorschriften in SPSS-Syntax vorliegen, der kann diese mit dem Eoda-Werkzeug TranslateR in R übersetzen. Mit einem Klick soll aus den Berechnungen ein Report entstehen, den man mit TableR individualisieren, grafisch aufbereiten und nach Word, Excel und Powerpoint exportieren kann. (hps)

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