Der Stift zur App

Test & Kaufberatung | Kurztest

Der iPad-Stift Pencil ist auf das minimalistische iOS-Skizzenbuch Paper zugeschnitten.

Pencil sieht aus wie ein Zimmermannsbleistift, dessen Enden mit mattem Gummi überzogen wurden. Der Gnubbel des unteren Endes gibt zwei Millimeter nach. Zieht man an der Spitze, hält man einen langstieligen Akku mit USB-Ladestecker zwischen den Fingern. Da Pencil sich per Bluetooth 4.0 mit dem Tablet verbindet, setzt es ein iPad 3 voraus. Um iPad und Pencil zu paaren, drückt man in der Paper-App ein paar Sekunden auf eine runde Schaltfläche.

Per Bluetooth erfährt Paper, welches der beiden Enden gerade den Touchscreen berührt: Schreibspitze oder Radiergummi. Zusätzlich versucht die App, Stiftspitze und Handballen auseinanderzuhalten. Für letzteres sollte man die Multitasking-Bedienung von iOS ausschalten. Selbst dann funktioniert die Handballenerkennung nicht sonderlich gut: Im Test kam es immer wieder zu Aussetzern und Phantomstrichen.

Bei angeschlossenem Pencil aktiviert Paper die Verwischfunktion, wenn man Striche mit dem Finger zieht. Da auch die Werkzeugleiste mit einem Fingerwisch ein- und ausgeblendet wird, wischt man öfter unbeabsichtigt.

Ungewöhnlicherweise gibt Pencil keine Druckstufen weiter. Mit einem für iOS 8 angekündigten Update soll Paper erkennen, ob der Stift steil oder schräg über den Bildschirm gleitet, und die Strichstärke des virtuellen Bleistifts daran anpassen. Auch beim Radiergummi-Ende soll Paper die breite und die schmale Seite unterscheiden.

Wer Paper zur Lieblings-App erkoren hat, findet in Pencil eine passende Ergänzung. Ansonsten unterstützen den Stift nur Procreate und Noteshelf. In allen anderen Apps ist Pencil nur ein gewöhnlicher Stylus mit Gummispitze. (ghi)

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