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Missverstandene Literatur

http://onestarbookreview.tumblr.com

So manche Amazon-Rezension ist länger und öder als das besprochene Buch. Ganz anders die gesammelten Kritiken von One-Star Book Reviews: Sie bestechen durch Kürze und unterhalten mit unfreiwilligem Humor. Der Spaß ergibt sich aus dem Missverständnis zwischen großer Literatur und ihren Lesern. Nach missglückter Lektüre der großen Werke formulieren sie ihren Frust in 1-Stern-Rezensionen auf Amazon und Plattformen wie Goodreads. Über Dracula von Bram Stoker schreibt jemand: „Die Charaktere reden wie Yoda von Star Wars“. Ein anderer ist mit Kafkas Verwandlung ziemlich unzufrieden und droht mit radikaler Maßnahme: „Ich verbrenne das Buch wohl“. Über Homers Odyssee warnt ein Leser, dass das Buch ganz anders sei als der Film „Troja“. Ähnlich erging es einem Rezensenten mit Sherlock Holmes: „Die Storys haben gar nichts mit der TV-Serie zu tun.“ Toll seien die Geschichten trotzdem. (dbe)

Schachmatt!

www.chesscademy.com

Schach macht schlau und fördert strategisches Denken – und Spaß macht das Brettspiel auch, sofern einem die Regeln geläufig sind. Wenn nicht, helfen drei Schachspieler in ihrer Chesscademy weiter. Auf der Website stellen sie verschiedene Kurse zur Verfügung: Schachnovizen lernen in „Getting Started“ die Grundlagen wie die Eröffnung einer Schachpartie und verbessern sich Kurs für Kurs. Wer schon weiß, wie sich Bauern, Damen, Türme übers Brett bewegen, betritt das „advanced territory“ und lernt defensives Spiel sowie schließlich den „Sizilianischen Drachen“ – eine Eröffnung, die zu „explosiven Spielen“ führen soll.

Kurze Videos führen in die Kurse ein, die aus verschiedenen Lektionen bestehen. In praktischen Übungen schiebt der Nutzer die Figuren übers Brett und lernt so schrittweise Schach. Kommt man einmal nicht weiter, hilft ein Klick auf „Here’s a hint“. Um eine Lektion abzuschließen, muss der Spieler sein Wissen in einem Quiz anwenden. Motivation schaffen Punkte und Abzeichen in Bronze, Silber und Gold. Das gesamte Angebot ist kostenlos und wird von seinen Betreibern ständig um neue Kurse erweitert. Noch sind die Texte der Chesscademy in Englisch verfasst – Nutzer können bei der Übersetzung der Site mithelfen. (dbe)

virus.exe

www.computerviruscatalog.com

Computerviren nerven, sehen aber ganz schön aus – zumindest die Exemplare im Computer Virus Catalog von Bas van de Poel. Der „award-losing writer“ hat verschiedene Künstler gebeten, die schlimmsten Viren der IT-Geschichte zu malen. Darunter ist auch der berüchtigte ILOVEYOU-Wurm, der mehrere Millionen Rechner befallen hat. Ein verspielter Vertreter ist das LSD-Virus, welches Clay Hickson in knalligen Farben darstellt. Unter DOS hatte das Programm Dateien überschrieben und einen „druggy video effect“ abgespielt. Ergänzt sind die knallig-schönen Bilder mit Zusatzinformationen, die erklären, warum das gemalte Virus so verheerend war. (dbe)

Simpsons für Cineasten

http://moviesimpsons.tumblr.com

http://simpsons.wikia.com

http://simpsonspedia.net

25 Staffeln in 25 Jahren: Keine US-Cartoon-Serie läuft länger als The Simpsons. Homer, Bart, Lisa, Marge und Maggie begeistern nicht nur durch schrägen Humor, sondern auch durch die vielen Film-Anspielungen und Parodien – darunter Planet der Affen, Reservoir Dogs (mit Scratchy als Mr. Blonde) oder E. T. (mit Mister Burns als Alien). Das Blog Movie Simpsons stellt Simpsons-Szenen den Film-Szenen gegenüber. Mal sind die Referenzen offensichtlich, mal nur für Cineasten zu erkennen. Wer mehr über die gelbe Familie aus Springfield erfahren möchte, findet mit dem Simpsons Wiki sowie der deutschsprachigen Simpsonspedia zwei informative Anlaufstellen, welche auch die vielen popkulturellen Anspielungen auflisten. (dbe)

Schrecken des Krieges

www.theatlantic.com/static/infocus/wwi

In großformatigen Bilderstrecken erzählt Alan Taylor in seinem Foto-Blog In Focus von aktuellen Ereignissen sowie historischen Momenten. Mal sind die Einträge erheiternd und unterhaltsam – oft aber erschreckend und verstörend. Anlässlich des Kriegsbeginns vor 100 Jahren hat Taylor mit World War I in Photos eine 10-teilige Serie zum Ersten Weltkrieg zusammengetragen. Die kommentierten Fotos zeigen euphorische Kämpfer, aber auch Tote und Verletzte; sie zeigen den Kampf auf dem Meer und in der Luft sowie den Schrecken in den Schützengräben. Das Fotoalbum „A Century Later“ illustriert, wie die Narben des Krieges noch heute die Landschaften prägen. (dbe)

Hype-Videos

Wer Verabredungen übers Smartphone koordiniert, weiß: Das kann eine komplizierte Angelegenheit werden. Warum das so ist, erläutert Alex Cornell in No Plans.

http://youtu.be/NNsI9fihzm8

(1:35, Englisch)

Dashcams gehören in Russland zur Standardausstattung – ein Glück fürs YouTube-Publikum. So ist auch eine bizarr-lustige Form der Wut im Straßenverkehr festgehalten: Ein Mann will einen Mittelspurfahrer zur Rede stellen – und kriegt Ärger mit Micky Maus und Spongebob.

http://youtu.be/Wnsdc7cTPuU

(1:31, Russisch)

Vertreter der Generation 50+ testen die Oculus Rift – ihre Eindrücke: „Ziemlich cool“, findet einer, „Mir ist ein bisschen schlecht“, sagt eine andere.

http://youtu.be/hZ8Xj_I3aNU

(7:59, Englisch)

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