Interessenskonflikt

Warum Stromsparen bei Desktop-PCs so schwer ist

Wissen | Know-how

Wieselflink rechnen, Spiele flüssig auf riesige Displays zaubern, sich beliebig erweitern lassen, flüsterleise laufen und wenig Strom fressen. All diesen Anforderungen wird (fast) kein moderner PC gleichzeitig gerecht. Doch warum eigentlich nicht und welche Kompromisse wären zielführend?

Sparsam im Leerlauf, rasant, wenn es drauf ankommt: Intels Haswell-Prozessoren liefern eine Steilvorlage für schnelle, sparsame und damit leise PCs – eigentlich. Als wir vor einem Jahr euphorisch unseren 10-Watt-Bauvorschlag veröffentlichten, waren wir guter Dinge, bald Seriengeräte ins c’t-Labor zu bekommen, die im Leerlauf sogar die 10-Watt-Marke knacken würden. Weit gefehlt! Seit Intels Ausstieg aus dem Mainboard-Geschäft steigt die Leistungsaufnahme von Desktop-PCs, anstatt zu sinken.

Von den im Juni getesteten LGA1150-Mainboards kam im Leerlauf selbst dann keines unter 14 Watt, wenn wir manuell alle Stromsparregister zogen. Systeme mit Intels brandneuen High-End-CPUs Haswell-E genehmigen sich 40 bis 50 Watt fürs Nichtstun. Unterdessen beweist Fujitsu, dass Desktop-Technik auch mit weniger als 6 Watt auskommen kann. Wir beobachten dieses Missverhältnis seit einigen Jahren und haben offensichtlich Überdimensioniertes ebenso wie schlechte Voreinstellungen, aber auch Prozessor-Bugs, Treiber-Probleme und Wechselwirkungen mit Peripherie zusammengetragen. ...

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  • MSI hat extra eine „Eco“-Boardserie aufgelegt, doch die guten Werte der alten Intel-Boards erreichen auch H97M Eco und B85M Eco nur in Kombination mit manchen Displays.

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