Trends & News | News

HEVC-Videoschnitt mit Cloud-Speicherung

CyberLinks Videoschnitt-Software PowerDirector 13 erlaubt Anwendern, Projekte per Web-Frontend in der Cloud zu speichern, um sie zu verteilen, gemeinsam zu bearbeiten und von jedem PC darauf zuzugreifen. Die neue 64-Bit-Engine verspricht ein hohes Bearbeitungstempo und unterstützt 4K-Videos in HEVC/H.265. Der Video-Editor kann bis zu vier Videoströme unterschiedlichen Formats anhand der Audiospur miteinander synchronisieren.

Der mitgelieferte ColorDirector 3 soll eine einfache Farbanpassung nebst HDR-Effekten ermöglichen und die Bearbeitung von sich bewegenden Objekten vereinfachen. Den Ton kann man dazu in 7.1-Kanälen abmischen und von Störgeräuschen bereinigen.

In der höchsten Ausbaustufe der Director Suite kostet die Windows-Software einmalig 300 Euro oder wahlweise 100 Euro Miete pro Jahr. Abgespeckte Versionen sind ab 60 Euro erhältlich. (uh)

Ultra-HD-Logo für 4K-Fernseher

Fernseher, die Minimalanforderungen zur Wiedergabe von UHD-Signalen beherrschen, bekommen ein UHD-Logo der Organisation Digital Europe. Sie müssen dazu mindestens 3840 × 2160 Pixel darstellen, einen HDMI-2.0-Eingang mit HDCP 2.2 vorweisen und UHD-Videos mit bis zu 60 Vollbildern und 8 Bit pro Farbe (4:2:0-Schema) wiedergeben können. Das UHD-Logo garantiert allerdings nicht, dass der Fernseher das HEVC/ H.265-Verfahren beherrscht. TVs ohne HEVC-Decoder können per H.265 komprimierte Datenströme nicht wiedergeben, wie sie beispielsweise auf den für Ende 2015 angekündigten 4K-Blu-rays zum Einsatz kommen sollen. (uk)

Angetestet: Master-Keyboards für Komplete

Native Instruments hat neue Keyboards für seine Instrumenten-Software-Sammlung Komplete entwickelt. Die Modelle S25/S49/S61 warten mit zwei, vier oder fünf Oktaven auf und wurden speziell auf eine neue Steuer-Software Komplete Kontrol abgestimmt, die Stand-Alone oder als Plug-in läuft. Komplete Kontrol versammelt Musik-Plug-ins der Komplete-Sammlung wie Massive, FM8, Spark oder Monark unter sich und erlaubt die Auswahl unterschiedlicher Patches der virtuellen Instrumente. Die Klangparameter werden automatisch auf acht Endlos-Drehregler des Keybords gelegt. Ein kleines Display unter jedem Regler zeigt den Parameternamen sowie den aktuellen Wert an. Anstelle der Modulations- und Pitch-Räder findet man zwei gut bedienbare Touchpad-Streifen.

Video: Native Instruments Komplete Kontrol S61

Die Aftertouch-Klaviatur vom italienischen Hersteller Fatar ließ sich in einem Vorabtest wunderbar leicht spielen. Wählt man über die Scale-Taste eine bestimmte Tonart aus, so zeigen farbige LEDs über der Klaviatur die zur Tonart gehörigen Tasten an. Der Grundton wird heller dargestellt, „falsche“ Töne lassen sich nicht spielen. Ein zuschaltbarer Arpeggiator löst gedrückte Akkorde in Tonfolgen auf. Ableton Live, Logic Pro X, Cubase und Nuendo schalten automatisch zwischen mehreren Instanzen des Plug-ins um. Ohne Komplete Kontrol arbeitet das Keyboard im MIDI-Modus. Skalen-Automatik und Arpeggiator funktionieren dann nicht mehr.

Mangels Browser-Display erspart die Controller-Riege bei der Instrumentenwahl allerdings nicht den Blick zum Monitor. Die DAW-Steuermöglichkeiten fallen mit sechs Tasten sehr rudimentär aus. Angeschlossen werden die Keyboards via USB, die Stromversorgung erfolgt über das mitgelieferte Netzteil. MIDI In/Out sowie zwei Fußschalter-Buchsen sind ebenfalls vorhanden.

Native Instruments will das S25/S49/S61 ab dem 1. Oktober für 500/600/700 Euro verkaufen. Komplete Kontrol läuft sowohl mit Komplete (Ultimate) 9 als auch dem neuen Komplete (Ultimate) 10, das gleichzeitig auf den Markt kommt. Auffälligste Neuerungen bei Komplete 10 (Windows ab 7, Mac OS X ab 10.8) sind zwei Reaktor-Synthesizer Rounds und Kontour, die Drum-Module Polyplex und Drumlab, diverse neue Pianos, Hörner sowie der Distortion-Filter Driver. Die Preise liegen unverändert bei 500 Euro für Komplete 10 und 1000 Euro für die Ultimate-Version. (hag)

Nero 2015 brennt vom Handy

Im Mittelpunkt der 2015er-Version der Multimedia-Suite von Nero stehen das Streaming und die Kodierung von Videos für mobile Geräte. Die für Android und iOS verfügbare App „Nero AirBurn“ nimmt per WLAN Kontakt zu Nero Burning ROM auf einem Windows-Rechner auf und schickt ihm Dateien zum direkten Brennen auf CD, DVD oder Blu-ray Disc. Die interne Medien-Datenbank von Nero soll nun schneller laden, weil Nero unter anderem auf die Gesichtserkennung und das neuerdings mögliche Geo-Tagging von Fotos beim Start verzichtet.

In der Classic-Version mit einfacher Wiedergabe von Blu-ray-Filmen kostet Nero 2015 80 Euro. Die Platinum-Version für 100 Euro erlaubt darüber hinaus die Wiedergabe von 3D-Blu-rays und kann Videos in 4K bearbeiten und wiedergeben. Den neuen Codec HEVC/H.265 beherrscht die Windows-Software noch nicht. (hag)

Amazons Fire TV kommt nach Deutschland

Amazon bringt seine eigene Streaming- und Spielebox Fire TV am 25. September auf den deutschen Markt. Wer sie allerdings noch nicht am ersten Tag vorbestellt hatte, wird sie vermutlich nicht vor 2015 erhalten. Amazon hatte das Fire TV Prime-Mitgliedern zum vergünstigten Preis von 49 statt 99 Euro angeboten und sein Kontingent innerhalb weniger Stunden aufgebraucht.

Video: Erster Eindruck: Amazon Fire TV

Fire TV ist Amazons Antwort auf das Apple TV und Googles Chromecast, um die Amazon-Angebote Instant Video und den Cloud Player ins Wohnzimmer der Kunden zu bekommen. Darüber hinaus laufen weitere Dienste wie die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Programme, Maxdome, Spotify, Zattoo, Netflix, Vimeo et cetera.

Die kleine schwarze Schachtel beherbergt einen Quad-Core-ARM-Prozessor (Qualcomm Krait 300, bis 1,7 GHz) nebst dediziertem Grafikchip (Qualcomm Adreno 320), 2 GByte RAM, 8 GByte Flash und MIMO-WLAN. Amazon verspricht dreimal mehr Leistung als im Apple TV oder Google Chromecast – immerhin soll man neben Streaming-Angeboten auch Android-Apps und Spiele nutzen können, deren Auswahl Amazon kuratiert; bei Redaktionsschluss wurden rund 500 Apps und Spiele speziell für Fire TV gelistet. Zur Steuerung bietet Amazon für 40 Euro einen passenden Game Controller an.

Eine Besonderheit der Amazon-Box ist die Sprachsuche, die vor allem das Auffinden von Inhalten erleichtern soll. Suchbegriffe spricht man direkt in die Fernbedienung. In unserem Vorabtest der US-Variante (siehe Video), konnte die Sprachsuche allerdings noch nicht überzeugen.

Für Kleinkinder hat Amazon „FreeTime“ eingerichtet, eine eigens für sie zugeschnittene Spielecke. Eltern können Nutzungszeiten und -dauer festlegen sowie für die Kinder geeignete Inhalte auf eine Whitelist setzen. (vza)

Artikel kostenlos herunterladen

weiterführende Links

Anzeige