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WordPress 4.0 veröffentlicht

„Nur eine Nummer zwischen 3.9 und 4.1“ kündigten die WordPress-Entwickler mit dem neuen Release bescheiden an. Nun ist es die Version 4.0 des mit Abstand populärsten Blogging- und Content-Management-Systems geworden, die einige wichtige Komfortlücken schließt.

Die augenfälligste Neuerung ist die Mediathek im Backend: Statt in einer unschönen Listenansicht präsentieren sich die Blogbilder und -videos jetzt in einem zeitgemäßen Gitter, wie man es etwa von Googles Bildersuche kennt. Die Metadaten erscheinen erst auf Klick in einer Einzelansicht. Das sieht nicht nur besser aus, sondern verschafft mehr Überblick – ein wichtiges Argument bei oft tausenden von Dateien. Das alte Listenformat steht aber noch zur Verfügung. Inspiriert von der Mediengalerie erfuhr die eingebaute Plug-in-Suche ein Update. Auch an den Such- und Empfehlungsalgorithmen haben die Entwickler geschraubt.

An Facebook, Google+ und andere soziale Netzwerke erinnert ein anderes Feature: Kopiert man dort eine URL in einen Beitrag, erzeugt es automatisch eine Vorschau mit den wichtigsten Inhalten. WordPress 4 erkennt URLs von 26 bekannten Webdiensten. Videos von YouTube, Vimeo und DailyMotion, Bilder von Flickr, Instagram und Photobucket, Musik von Spotify und Soundcloud, Slideshare-Präsentationen und Tweets kann der WordPress-Blogger nun auf die denkbar einfachste Art einbetten – gerade für schnelle Blogposts im Tumblr-Stil eine enorme Erleichterung.

Die Menüleiste des visuellen Editors bleibt jetzt im Sichtbereich, auch wenn nur noch der untere Rand des Textbereichs zu sehen ist. Die Sprache der Oberfläche lässt sich nun bereits während der Installation auswählen, was besonders für Nutzer mit geringen Englischkenntnissen hilfreich sein dürfte. Wer WordPress bereits nutzt, kann es wie üblich direkt aus dem Backend heraus aktualisieren – und sollte dies wegen zahlreicher Bugfixes auch baldmöglichst tun. (Herbert Braun/hob)

Telekom sortiert Tarife neu

Die Deutsche Telekom bietet unter dem Namen „Magenta“ ein neues Tarifmodell an. „Magenta Eins“ bündelt einen Festnetzanschluss mit Internet-Flat, einen Mobilfunkanschluss mit 500 Megabyte Freivolumen und eine Telefonie- und SMS-Flat in alle Fest- und Mobilfunknetze. Der Monatspreis beginnt bei 55 Euro für die S-Variante mit 16-MBit/s Anschluss. Die M-Variante (VDSL 50 MBit/s) kostet 70, die L-Variante (VDSL 100 MBit/s) 80 Euro. Vertragsbestandteil ist der Zugriff auf LTE in allen Varianten. Ab der Variante M ist auch IPTV mit Entertain Comfort und ab L mit Entertain Premium enthalten. Eine zusätzliche SIM-Karte, etwa für Familienmitglieder, kostet 19,95 Euro im Monat. Mehr High-Speed-Volumen für den Mobilfunk gibt es für 10 Euro für 1 Gigabyte, 15 für 2 und 25 für 5 Gigabyte.

Das Angebot ist nur dann preiswert, wenn man tatsächlich alle Komponenten benötigt, da man im Vergleich zur getrennten Buchung kräftig spart. Wer jedoch beispielsweise nur für die Allnet-Flat oder den Festnetzanschluss Verwendung hat, fährt mit anderen Angeboten der Telekom, etwa dem Mobilfunkangebot Magenta Mobil, oder dem Tarif eines anderen Anbieters günstiger. (uma)

Urteil: Firmen dürfen Facebook-Fanseiten betreiben

Öffentliche Einrichtungen und Firmen in Schleswig-Holstein dürfen nicht daran gehindert werden, Facebook-Fanseiten zu betreiben. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Schleswig. Damit wies es die Berufung des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) zurück.

Im Oktober 2013 hatte das Verwaltungsgericht Schleswig entschieden, die Unternehmen seien für den Datenschutz bei Facebook rechtlich nicht verantwortlich, da sie faktisch keinen Einfluss auf die Datenverarbeitung des sozialen Netzwerks hätten. „Ein Fanpage-Betreiber ist nicht dafür verantwortlich, was Facebook mit den personenbezogenen Daten der Nutzer macht“ hatte das Gericht erklärt.

Das ULD will grundsätzlich geklärt haben, inwieweit deutsche Betreiber von Fanpages für die nach seiner Ansicht datenschutzwidrige Datenverarbeitung durch Facebook mit verantwortlich sind. Das ULD meint, den Nutzern müsse es möglich sein, sich unerkannt über die Inhalte auf der Fanpage zu informieren. Wegen der Grundsatzbedeutung des Falles hat das OVG die Revision zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zugelassen. Das ULD hat einen Monat Zeit, um Revision einzulegen. (hob)

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