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Vorschau auf *buntu 14.10

Die Ubuntu-Varianten Kubuntu, Xubuntu, Lubuntu, Ubuntu Gnome und Ubuntu Kylin für chinesische Anwender haben eine erste Beta der kommenden Version 14.10 bereitgestellt. Von Ubuntu selbst gibt es eine keine Beta 1; Canonical veröffentlicht fast täglich einen neuen Daily Build, der den aktuellen Stand der Entwicklung dokumentiert. Diesen gibt es jetzt in zwei Varianten: mit dem traditionellen Desktop Unity 7 und als „Ubuntu Desktop Next“ mit Unity 8 (siehe c’t-Link). Unity 8 soll eine gemeinsame Oberfläche für Desktops, Tablets und Smartphones liefern, wird in Ubuntu 14.10 aber standardmäßig nicht zum Einsatz kommen.

Auch Kubuntu wird derzeit in zwei Versionen entwickelt: Die reguläre Beta von Kubuntu 14.10 enthält die aktuelle KDE Software Collection 4.14, die vor allem Updates für die KDE-Anwendungen bringt. Daneben existiert eine Variante mit dem neuen Plasma-5-Desktop, die schon einen recht brauchbaren Eindruck macht. Als stabile Arbeitsumgebung empfehlen die Entwickler allerdings die KDE-4-Version.

Ubuntu Gnome wurde auf die bereits fünf Monate alte Gnome-Version 3.12 aktualisiert, die Verbesserungen bei dem Software-Installationswerkzeug Gnome-Software und bei der Unterstützung für hochauflösende Monitore bringt. Gnome 3.14, angekündigt für den 24. September, wird es wohl nicht mehr in Ubuntu Gnome 14.10 schaffen. Xubuntu (Release Notes und Download-Link) und Lubuntu erhalten mit der Beta 1 der Version 14.10 lediglich kleinere Updates.

Die aktuellen Vorabversionen von Ubuntu 14.10 enthalten den Linux-Kernel 3.16. Da der Kernel-Freeze aber erst für den 9. Oktober angesetzt ist, könnte in der fertigen Version auch der Kernel 3.17 zum Einsatz kommen, der Ende September oder Anfang Oktober erscheinen soll. Ubuntu 14.10 soll am 23. Oktober veröffentlicht werden. Eine Woche zuvor wollen die Entwickler einen Release Candidate bereitstellen, die Final Beta ist für den 25. September angekündigt. (odi)

Sync-Client für Mega

Der neuseeländische File-Hoster Mega bietet jetzt einen Sync-Client und eine Erweiterung für den Dateimanager Nautilus für Linux an. Kim Dotcom hatte Mega 2013 gegründet, nachdem seine Tauschplattform Megaupload geschlossen worden war. Außer für die gängigen Linux-Distributionen ist der Client auch für Windows, Mac OS X, Android, Blackberry und iOS verfügbar. Mega verspricht eine sichere End-to-End-Verschlüsselung und bietet kostenlos 50 GByte Speicherplatz, allerdings bei „begrenzter Bandbreite“. 500 GByte kosten 100, 4 TByte 300 Euro pro Jahr. (odi)

Red-Hat-CTO geht zu Google

Brian Stevens, langjähriger Technikchef bei Red Hat, ist überraschend als Vize-Präsident für Cloud-Plattformen zu Google gewechselt. Stevens kam 2001 von Mission Critical Linux, einem Spezialisten für unternehmenskritische Linux-Server, zum Red-Hat-Management; seit 2005 bekleidet er dort den Posten als CTO. Zuletzt war er für Linux, Virtualisierung, System-Management, Sicherheit, JBoss-Middleware sowie die Cloud-Lösungen auf Basis von OpenStack zuständig. Bis auf Weiteres übernimmt Red-Hat-Veteran Paul Cormier den Posten des CTO. (odi)

Linux-Server unter Attacke

Netzwerk-Spezialist Akamai warnt, dass Unbekannte derzeit reihenweise Linux-Server infizieren, um sie für DDoS-Attacken einzusetzen. Die Angriffe erfolgen über bekannte Sicherheitslücken in Apache-Diensten wie Tomcat, Struts oder Elasticsearch; bei den Denial-of-Service-Attacken kommen dann DNS-Reflection oder SYN-Flooding zum Einsatz. Erste Berichte über diese Angriffe gab es bereits im Juni.

Die Angreifer installieren auf den betroffenen Linux-Servern ein Programm namens IptabLes oder IptabLex, das die DDoS-Attacken ausführt. Mit dem Befehl

sudo find / -name '.*ptabLe*'

können Sie prüfen, ob Ihr Rechner betroffen ist. Achten Sie dabei auf das große „L“. Zur Reinigung müssen die gefundenen Programme gelöscht und alle Prozesse mit diesem Namen beendet werden. (ju)

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