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Oculus hilft Samsung bei Smartphone-VR-Brillen-Kombi

Wer hätte das gedacht: Samsung wird voraussichtlich deutlich vor Sony und Oculus VR eine Consumer-Virtual-Reality-Brille in den Handel bringen. Der Verkauf der Gear VR soll noch in diesem Jahr starten, vermutlich gemeinsam mit dem Galaxy Note 4. Samsungs Gear-Brille funktioniert ausschließlich mit dem 800 Euro teuren Smartphone. Die Gear VR selbst wird voraussichtlich 200 Euro kosten.

Maßgeblich an der Gear-VR-Entwicklung beteiligt war der Virtual-Reality-Pionier Oculus VR, dessen eigene Brillen bislang nur als Entwickler-Modelle erhältlich sind. Während man an das zweite Oculus-Entwicklermodell DK2 zwingend einen PC per HDMI- und USB-Kabel anschließen muss, stören bei der Gear VR keine Strippen: Das Note-4-Smartphone muss lediglich innerhalb des Gear-VR-Gehäuses über ein kurzes USB-Kabel mit der Brille verbunden werden.

Das Note-4-Gear-VR-System nutzt ein OLED-Display mit 2560 × 1440 Bildpunkten (1280 × 1440 pro Auge), bei der DK2 sind es nur 960 × 1080 pro Auge. Der Unterschied ist deutlich zu sehen, auch wenn man bei der Gear VR nach wie vor Pixel wahrnimmt. Dennoch: Das Eintauch-Gefühl der Gear VR kann problemlos mit der DK2 mithalten – es fehlt lediglich das Kamera-Positionstracking der stationären Oculus-Brille, ansonsten scheint der Headtracker ähnlich latenzfrei zu laufen. Deutlich besser gelöst ist bei der Gear VR die Fehlsichtigkeits-Anpassung: Bei der DK2 gibt es lediglich zwei Linsenpaare zum Austauschen, das Samsung-System kann man mit einer Rändelschraube stufenlos anpassen.

Die Software-Plattform der Gear VR verantwortet Oculus VR. Das Software-Angebot war bereits in einer von c’t auf der IFA ausprobierten Vorab-Version erstaunlich groß; neben einem virtuellen 3D-Kino und Hunderten von 360-Grad-Fotografien gab es auch eine VR-Variante des populären Mobil-Titels Temple Run sowie einige von der Rift-Brille bekannte Spiele wie Proton Pulse und Dreadhalls zu sehen. Anders als die DK2 bietet die Gear VR einen komplett in der Virtual Reality bedienbaren App-Launcher mit kombiniertem Store. (jkj)

4K-Projektoren von Sony: Einmal Kurzdistanz via Laser, einmal konventionell

Sony hat auf der IFA gleich zwei 4K-Heimkinobeamer vorgestellt: Einen Laser-Kurzdistanzprojektor, der aussieht wie eine – allerdings nur 26 Zentimeter hohe – Sitzbank, und ein konventionelles Gerät. Das herkömmliche Beamermodell VW300ES kostet 7000 Euro, die Kurzdistanz-Variante LSPX-W1S soll für happige 50 000 US-Dollar verkauft werden.

Der teure Kurzstrecken-Beamer ist definitiv praktisch: Man stellt den rund zwei Meter langen Kasten direkt vor eine weiße Wand – schon hat man ein 4K-Projektionsbild mit einer Diagonalen von 147 Zoll (3,73 Meter); inklusive Soundsystem. Trotz seiner Größe integriert sich der Projektor mit der Laser-Lichtquelle diskret ins – große – Wohnzimmer.

Der VPL-VW300ES kommt im schnöden Standard-Projektorengehäuse und mit einer konventionellen Hochdrucklampe – hat aber mit seiner 4K-Auflösung dennoch ein Alleinstellungsmerkmal im Beamermarkt. Er ist 3000 Euro günstiger als der bislang preisgünstigste 4K-Heimkinobeamer, Sony VPL-VW500ES. Dank LCoS-Technik gelingt beiden Projektoren ein extrem sattes Schwarz, das der VW500ES zusätzlich mit einer automatischen Iris-Blende verbessern kann. Diese Blende fehlt dem 300ES, der native Kontrast soll allerdings genauso gut sein wie beim teureren Gerät – eine konkrete Zahl gibt Sony leider nicht an. Außerdem wurde die Auto-Kalibrierungsfunktion des VW500ES wegrationalisiert, der Speicher für die Position des motorisierten Objektivs gestrichen und eine etwas schwächere Lampe installiert: Statt 1700 Lumen schreibt Sony beim VW300ES einen Lichtstrom von 1500 Lumen ins Datenblatt. Das Gerät soll im Oktober in den Handel kommen. (jkj)

21:9-Monitore mit höherer Auflösung

Auf der IFA haben LG und Philips bei der Auflösung von Monitoren mit dem breiten 21:9-Format eine Schippe draufgelegt: Der BDM3470UP von Philips hat ein blickwinkelstabiles IPS-Panel und löst mit 3440 × 1440 Bildpunkten auf – bislang gab es nur Modelle mit 2560 × 1080 Bildpunkten. Er bietet damit eine sehr feine Darstellung und reichlich Platz für mehrere gleichzeitig geöffnete Fenster. Digitale Signale lassen sich bei dem 34-Zöller über DisplayPort, HDMI und DVI zuspielen. An der Rückseite findet sich zudem ein USB-3.0-Hub mit vier Ports. Der BDM3470UP soll im November in die Läden kommen und 900 Euro kosten.

LG hatte auf der IFA den 34-Zöller 34UC97 im Gepäck, der ebenfalls ein IPS-Panel mit 3440 × 1440 Pixeln hat. Das Besondere: Der 34UC97 ist mit einem Radius von 3800 mm gewölbt. Bei überbreiten Monitoren ist die Krümmung tatsächlich angenehm, da sich der Winkel zu den Rändern hin nicht so stark ändert, wenn der Blick über den Schirm schweift. Erfreulich für Mac-Nutzer: An Signaleingängen finden sich neben HDMI und DisplayPort auch zwei Thunderbolt-2-Anschlüsse.

Für die Tonwiedergabe sind im Monitor zwei 7-Watt-Lautsprecher und eine Kopfhörerbuchse eingebaut. Ab Oktober soll der 34UC97 für 1100 Euro zu haben sein. (spo)

Tintendrucker für die Aktentasche

Der akkubetriebene WorkForce WF-100W ist nach Angaben des Herstellers Epson der kleinste und leichteste A4-Tintendrucker der Welt: In der Breite misst er 31 Zentimeter, mit Akku soll er nur 1,6 kg wiegen. Unter der Abdeckung, die aufgeklappt als Papierhalter dient, liegen die Bedienelemente: ein Steuerkreuz und ein kleines Farbdisplay. Via WLAN können Notebooks, Tablets und Smartphones auf dem Aktentaschen-Gerät drucken. Für Smartphones mit Android und iOS gibt es dazu die App Epson iPrint. Wahlweise soll der Direktdruck von iOS auch über Apples AirPrint-Schnittstelle klappen.

Da der kleine WF-100W mit der pigmentierten DuraBrite-Tinte druckt, sind die Ergebnisse dokumentenecht und schon nach wenigen Sekunden so wischfest, das man sie mit einem Textmarker überstreichen kann, ohne dass die Tinte verschmiert. Die beiden Tintenpatronen – eine für Schwarz und eine Kombipatrone für die drei Grundfarben – sollen für etwa 200 Seiten reichen. Die Tintenkosten für eine Norm-Farbseite dürften bei rund 16 Cent liegen. Im Oktober soll der Workforce WF-100W für rund 350 Euro zu haben sein. Auch Canon hat mit dem Pixma iP100 einen WLAN-Minidrucker im Programm, der aber schon ohne Akku 2 kg wiegt, auch HPs betagter Taschendrucker Officejet 100 mit Bluetooth ist mit 2,5 kg deutlich schwerer als das Epson-Modell. (rop)

5K-Monitor von Dell

Dell hat einen 27"-Monitor mit 5K-Auflösung angekündigt. Der Ultrasharp 27 Ultra HD 5K hat demnach eine Auflösung von 5120 × 2880 Bildpunkten – er löst also mit 218 dpi (dots per inch) auf. Zum Vergleich: Die bislang erhältlichen 4K-Monitore mit einer geringfügig größeren Diagonale von 28 Zoll haben eine Pixeldichte von 157 dpi.

Abgesehen davon, dass der Schirm mit sechs USB-Ports und 16-Watt-Lautsprechern ausgestattet ist, veröffentlichte Dell bislang kaum weitere technische Details. Aufgrund der benötigten Bandreite für die 5K-Zuspielung dürfte das Display aber in jeden Fall mit einem DisplayPort ausgestattet sein. Zudem ist bei einem Profischirm der Einsatz eines blickwinkelstabilen Panels sehr wahrscheinlich.

Berichten zufolge soll Dells 5K-Monitor Ende des Jahres für 2500 US-Dollar in den USA angeboten werden, wann und zu welchem Preis er in Europa verfügbar sein wird, steht noch nicht fest. (spo)

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