Das Five-Eyes-Botnetz

Die Besetzung des Internet durch die westlichen Geheimdienste

Wissen | Reportage

Ein Programm zur „Beherrschung des Internet“? Was sich wie ein schlechter Thriller-Plot anhört, ist Titel eines Vorhabens des britischen Geheimdienstes GCHQ, der mittels Portscans verwundbare Systeme entdeckt und kartiert. Bei Bedarf werden die Systeme übernommen und als „Operational Relay Boxes“ Teil eines staatlichen Botnetzes. Eine Analyse des Vorgehens.

Für die Geheimdienste aus Großbritannien, den USA und Kanada scheint es fast ein Spiel zu sein, eine Herausforderung, wer in den nächsten Level kommt: Zusammen mit Australien und Neuseeland, den weiteren Verbündeten aus dem sogenannten Five-Eyes-Club, wetteifern sie darum, wer die meisten Systeme im Netz knackt. Unsere Recherchen haben in den vergangenen Wochen eine Reihe bislang unbekannter Programme des US-amerikanischen, britischen und kanadischen Geheimdienstes unter die Lupe genommen, die den Aufbau eines regelrechten Five-Eye-Botnetzes illustrieren.

Programme wie Hacienda, Olympia, Mugshot und Landmark hinterlassen Internetuser, aber auch Parlamente und Behörden außerhalb der Five-Eyes-Länder ahnungs- und machtlos. Sie werden nie wieder wissen, ob hinter einem angeblich aus China oder Russland initiierten Angriff nicht in Wirklichkeit West-Spione stecken. ...

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  • Der kanadische Geheimdienst CSEC behauptet, verundbare Systeme in einem bestimmten Netz innerhalb von 5 Minuten automatisiert finden und katalogisieren zu können.

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