Ordner für spezielle Fälle

Die „benannten Ordner“ in Windows aus User- und Entwicklersicht

Wissen | Know-how

Wo verdammt noch mal sind meine User-Daten denn bei dieser neuen Windows-Version gelandet? Warum kann ich diesen seltsamen Ordner AppData nicht sehen, in dem ich eben noch unterwegs war? Und wo findet hier Roaming statt? Eine Erkundungstour durch die Gut-gemeint-Ordner des Explorers.

Windows schleppt ein von Version zu Version schwereres Paket Altlasten mit sich herum, weil Microsofts Entwickler es einfach nicht lassen können, Anwendern das Leben zu erleichtern. Bei praktisch jedem neuen Windows der jüngeren Versionsgeschichte hat Microsoft dem Explorer kleinere oder größere Änderungen in der Bedienung angedeihen lassen. Die meisten verfolgen ein gemeinsames Ziel: Der Anwender soll seine häufig benutzten Ordner und Dateien mit möglichst wenigen Mausklicks erreichen. Dabei ist allerdings der Power-User ein bisschen aus dem Fokus geraten: Schon das Benutzerprofil oder die Anwendungsdaten bekommt man gar nicht so einfach zu Gesicht. Dieser Artikel weist den Weg und stellt viele andere Ecken der Festplatte vor, in denen sich ein Besuch lohnt – ob aus purem Forscherdrang oder um real existierende Probleme zu lösen.

Einstellungen

Beim Festlegen der Explorer-Grundeinstellungen legt Microsoft offenkundig großen Wert darauf, dass der Dateimanager auch für Einsteiger und Gelegenheitsnutzer beherrschbar ist. Deswegen verbirgt er in der Grundeinstellung bestimmte Ordner und Dateien und zeigt an anderen Stellen Ordner an, wo gar keine sind.

Um dem Explorer in einer frischen Installation die schlimmsten Versteckspielchen auszutreiben, sind zunächst einmal zwei Einstellungen Pflicht: Sie stecken im Dialog „Ordneroptionen“, der sich unter Windows 8 öffnet, indem man im Ribbon in der Kategorie „Ansicht“ auf die Schaltfläche „Optionen“ klickt. Unter Windows 7 lautet die Klickfolge „Organisieren“, „Ordner- und Suchoptionen“. In beiden Versionen finden sich die entscheidenden Optionen in der Liste „Erweiterte Einstellungen“ auf dem Register „Ansicht“.

Die wahrscheinlich wichtigste heißt „Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden“ und sollte unbedingt ausgeschaltet werden. Sichtbare Dateiendungen machen die Anzeige im Explorer nicht nur übersichtlicher, weil man auf den ersten Blick Dateitypen erkennt, sondern schützen auch davor, Malware etwa aus einem E-Mail-Anhang anzuklicken, die sich als JPG-Bild ausgibt, aber in Wahrheit eine ausführbare EXE-Datei ist. ...

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