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Gefährdete Klänge

http://savethesounds.info

Ja, die gute alte Zeit: Der Matrix-Drucker ratterte, während wir Pac-Man auf Punktefraß schickten („Uip, Uip, Uip, Uip …“). Sie können sich an diese Geräuschkullisse nicht mehr erinnern? Oder sind Sie so jung, dass Sie nie in deren Genuss gekommen sind? Dann sollten Sie dem Museum für bedrohte Sounds einen Besuch abstatten. Hier hat Brendan Chilcutt liebevoll Tonschnipsel für solche Nostalgiker zusammengetragen, wie er einer ist. Der erste Nokia-Klingelton hat hier ebenso Platz gefunden wie das Einwahl-Gekrächze eines Modems. (hob)

Twitter-Schauspiel

http://tweetping.net

Einen faszinierenden Blick auf Twitter gewährt Tweetping. Beim Aufruf erscheint eine dunkelblaue Weltkarte, die sich in einigen Regionen rasch mit Lichtpunkten füllt. Jeder Punkt steht für einen geolokalisierten Tweet. Besonders hell erstrahlen bald die Ostküsten Nord- und Südamerikas sowie Westeuropa und Südostasien – augenscheinlich die Twitter-Hochburgen des Planeten.

Die Rohdaten für seine Visualisierung zieht Entwickler Franck Ernewein in Echtzeit aus den Streaming-APIs von Twitter, wobei nur weniger als ein Prozent der durchschnittlich täglich fast 400 Millionen Tweets über den Public-Stream läuft – also in Tweetping zu sehen sind. Für jeden Kontinent separat zeigt Tweetping außerdem die Anzahl der Tweets, der geschriebenen Wörter und Buchstaben, sowie #hashtags und @mentions. (hob)

Essen und Trinkgeld

www.tipthismuch.in

Kerzenschein, leckere Nudeln, leckerer Wein. Dann steht der Kellner am Tisch und möchte Geld haben – und noch ein paar Euro extra, schließlich hat er sich viel Mühe gegeben und nichts verschüttet. Für kluge Kopfrechner ist es nun kein Problem, das Trinkgeld auszurechnen; andere geraten ins Schwitzen. Und wie viel Aufschlag ist eigentlich angemessen? Besonders im Ausland ist das keine triviale Frage: In den USA etwa leben viele Servicekräfte von ihren Trinkgeldern – da sind 10 Prozent schon etwas mager.

Wie viel Aufschlag in welchen Ländern üblich ist, weiß Tip This Much. In den USA sind das beispielsweise bis zu 30 Prozent. Die schicke Site bietet auch gleich einen praktischen Rechner, der nach Eingabe der Rechnungssumme das passende Trinkgeld verrät. Das erspart nervöses Kopfrechnen und erfreut den Kellner. (dbe)

Transport-Sharing

www.bringhand.de

Im Fahrwasser der großen Dienstleister wie Airbnb oder Uber gedeihen kleine, aber feine Shareconomy-Plattformen wie das nagelneue Bringhand aus Berlin. Gründer Eugen Wolf möchte einen „freien und individuellen Versendemarktplatz von jedem für jeden erschaffen“.

Wer etwas versenden oder als Bote fungieren möchte, registriert sich kostenlos. Die Plattform ist eine Art Mitfahrgelegenheit für Sachen aller Art: Reist man von A nach B und kann Platz im Kofferraum oder im Koffer erübrigen, lässt sich dieser bei Bringhand füllen. Transportiert werden darf fast alles, vom Buch bis zum Haustier. Verboten sind nur Drogen, Explosivstoffe und Waffen.

Den Transportpreis machen die Vertragspartner auf der Plattform untereinander aus. Bringhand fungiert als Treuhänder und zieht eine Gebühr ein. Das Vermittlungssystem beruht auf Vertrauen durch gegenseitige Bewertungen. Dennoch ist dem Boten gestattet, auf Rückfrage bei Bringhand die Transportverpackung unterwegs zu öffnen, falls er etwa den Verdacht hat, als Drogenkurier missbraucht zu werden. (hob)

Hype-Videos

Dass Bildern im Kino und im TV nicht mehr zu trauen sind, belegt dieses beeindruckende Making-of-Video der Stuttgarter CGI-Schmiede Mackevision. Es zeigt, wie die Post-Production-Künstler für die Erfolgsserie Game of Thrones Meere, Landschaften, Burgen und Menschenmassen in die Szenerie eingebettet haben.

http://vimeo.com/100095868 (4:50)

Ein Familienvater glaubt, seine Kinder besser über Social Media erreichen zu können und veröffentlicht eine Anleitung zum Wechsel der Toilettenpapierrolle. Amüsant und mit fast vier Millionen Klicks ein echter YouTube-Hit.

http://youtu.be/pN0Y2EZuvTU (1:25, Englisch)

Im bewegenden Song „Der Tag wird kommen“ prangerte Kettcar-Sänger Marcus Wiebusch Homophobie im auf Härte getrimmten Männerfußball an. Mit einer Croudfunding-Kampagne sammelte er 54 000 Euro für einen Videoclip ein, den ihm keine Produktionsfirma finanziert hätte. Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen.

http://youtu.be/-qOg8E4Tzto (9:08)

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Kapitel
  1. Gefährdete Klänge
  2. Twitter-Schauspiel
  3. Essen und Trinkgeld
  4. Transport-Sharing
  5. Hype-Videos
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