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Immer mehr Spiele für Linux

Tropico 5 ist als erstes Spiel der erfolgreichen Aufbaustrategie-Serie von Kalypso Media Digital in einer Linux-Version erhältlich. Als Diktator muss man in Tropico 5 das Volk bei Laune halten und Rebellen, machthungrige Militärs und eigensinnige Umweltaktivisten in den Griff kriegen. Im Mehrspielermodus können bis zu vier Spieler gemeinsam antreten.

Tropico 5 kostet auf der Online-Spieleplattform Steam 45 Euro. Wer die Windows-Version bereits gekauft hat, kann das Spiel auch unter Linux herunterladen. (lmd)

Suse wechselt den Besitzer

Micro Focus, Spezialist für Cobol und die Modernisierung von Geschäftsanwendungen auf Mainframes, will für 1,182 Milliarden US-Dollar (rund 920 Millionen Euro) die Suse- und Novell-Mutter Attachmate übernehmen. Das Unternehmen hatte 2011 Novell inklusive dem deutschen Linux-Distributor Suse gekauft und Suse zu einem eigenen Unternehmensbereich ausgebaut.

Suse-Präsident Nils Brauckmann erklärte gegenüber dem Vorstand des Opensuse-Projekts, dass die Übernahme keine unmittelbaren Folgen für Suse und das Opensuse-Projekt habe. Der Linux-Distributor werde Opensuse weiterhin aktiv unterstützen und die enge Zusammenarbeit mit dem Community-Projekt fortsetzen.

Unterdessen haben die Opensuse-Entwickler die Beta der kommenden Version 13.2 veröffentlicht. Opensuse 13.2 Beta enthält den Linux-Kernel 3.16, der allerdings noch durch 3.17 ersetzt werden soll. Standard-Dateisystem ist Btrfs. Die Installation kommt jetzt ohne Reboot zwischen Basisinstallation und -konfiguration aus. Opensuse 13.2 soll Anfang November fertig werden, ein Jahr nach Veröffentlichung der Vorversion 13.1. (odi)

Desktop Enlightenment 0.19

Die neue Version 0.19 des Fenstermanagers Enlightenment (E19) verbessert die Unterstützung für hochauflösende Bildschirme wie 4K-Displays. Auch der Betrieb mehrerer Displays soll besser funktionieren. Neu ist ein Compositor für das alternative Linux-Grafiksystem Wayland. Dazu kommen neue Konfigurationsoptionen und Anpassungen an aktuelle Entwicklungen der Linux-Welt, beispielsweise zur Regelung der Hintergrundbeleuchtung von Displays.

Grundlage des Fenstermanagers sind die Enlightenment Foundation Libraries (EFL) 1.11. Deren Funktionsumfang reicht von der Hardware- und Systemabstraktion über eine eigene Skriptsprache und eine Physik-Engine bis zu einer Multimedia-Bibliothek und einem einfachen Toolkit. Enlightenment ist ressourcenschonend und eignet sich daher auch für Mobil- und Embedded-Geräte – Samsungs Mobil-Linux Tizen beispielsweise nutzt die EFL.

Unterdessen hat Jeff Hoogland, Chefentwickler der wohl populärsten Enlightenment-Distribution Bodhi Linux, seinen Rückzug von dem Projekt angekündigt. Laut Hoogland haben sich jedoch schon Leute gefunden, die seine Aufgaben übernehmen. Bodhi Linux 3.0 werde veröffentlicht, wenn auch später als ursprünglich geplant. Der aktuell verfügbare RC1 enthält bereits eine Vorabversion von E19. (odi)

Sicherheitslücken in Apt

Neue Versionen des Debian-Paketmanagers Apt schließen zwei vor Kurzem entdeckte Sicherheitslücken. Mehrere Fehler bei der Überprüfung von Paketsignaturen lassen sich möglicherweise ausnutzen, um einem Nutzer falsch signierte Pakete unterzuschieben. Über einen Pufferüberlauf im HTTP-Transportcode könnte ein Man-in-the-Middle Apt zum Absturz bringen und möglicherweise eigenen Code mit Root-Rechten ausführen. Debian und Ubuntu liefern bereits aktualisierte Apt-Versionen aus, Anwender sollten möglichst bald updaten. (odi)

NAS-Distribution OpenMediaVault 1.0

OpenMediaVault 1.0, eine Linux-Distribution für den Betrieb von NAS-Geräten, basiert auf Debian GNU/Linux 7 (Wheezy). Die neue Version soll auf Minirechnern wie dem Raspberry Pi besser laufen; die Unterstützung für SSDs und die Infrastruktur für Plug-ins wurden verbessert. Sofern die Hardware mitspielt, nutzt OpenMediaVault jetzt Standby.

OMV 1.0 stellt Dateien im Netz per SMB/CIFS, (S)FTP, NFS, SSH, RSync und iSCSI zur Verfügung. Über Plug-ins lassen sich Funktionen wie das von iTunes genutzte Audio-Protokoll DAAP, ein Virenscanner, WebDAV-Zugriff, VPN- und Druckserver nachrüsten. Die Distribution ist vor allem für Heim- und kleine Büronetze gedacht und lässt sich über eine Weboberfläche einfach verwalten. (odi)

Gnome 3.14 mit Multitouch

In der neuen Version 3.14 versteht der Gnome-Desktop auf Touchscreens Multitouch-Gesten: Bei der Fotoverwaltung und der Karten-Anwendung beispielsweise kann man mit einer Zwei-Finger-Geste zoomen. Die Gnome-Shell läuft jetzt auch auf Wayland; in einem ersten Test erlebten wir allerdings noch eine Reihe von Problemen und auch Abstürze. Viele der Anwendungen wurden überarbeitet; ein neues Gtk+-Theme sorgt für eine modernere Optik. (odi)

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