WLAN-Leuchte

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Die Crowdfunding-Birne „Lifx“ ist nun auch in Deutschland zu haben.

Bei der Lifx LED Smart Bulb handelt es sich um ein RGB-LED-Leuchtmittel mit E27-Fassung, das sich per WLAN ansteuern lässt. 2012 hatte das Unternehmen über Kickstarter 1,3 Millionen Dollar eingesammelt.

Bei der Ersteinrichtung gibt sich die Lifx als Access Point und lässt sich über die für Android und iOS erhältliche App in ein bestehendes WLAN einbinden. Über die App lassen sich bis zu 60 Lifx-Leuchtmittel dimmen, farblich verändern oder über Effektschalter als Lichtorgel einsetzten. Firmware-Updates muss man manuell über eine kostenlose PC-Software in die Birne schieben.

Das Leuchtmittel ist mit 288 Gramm deutlich schwerer als eine herkömmliche Glühbirne. Durch den oben aufgesetzten Leuchtkörper unterscheidet es sich zudem vom Abstrahlverhalten, da es das Licht ähnlich einem Spot in einem Winkel von 130 Grad auswirft. Mit 1000 Lumen leuchtet die Lifx in etwa so hell wie eine 75-Watt-Glühbirne. Per App kann man zwischen kalt- und warmweißem Licht wählen. Die Steuerung ist manchmal etwas hakelig. Beim Dimmen rutscht die Lifx vom Weißlicht oft ungewollt in bunte Farben ab.

Die Wärmeentwicklung der Vorschaltelektronik ist bedenklich: Mit 73 Grad wird das metallene Gehäuse unangenehm heiß. Von der maximalen Stromaufnahme von 17,6 Watt wird dann wohl auch ein großer Teil in Abwärme umgewandelt. Die von Lifx angegebene Lebensdauer von 27 Jahren scheint vor diesem Hintergrund zu optimistisch zu sein. Ebenfalls problematisch ist der mit 2,8 Watt hohe Standby-Verbrauch.

Warm, teuer, schwer und energiehungrig? Wer eine sparsame und smarte LED-Leuchte sucht, wird eher zur Philips Hue greifen. Die Lifx überzeugt vor allem mit ihrem Crowdfunding-Nerd-Charme und sollte allein aus diesem Grund in keiner Gadget-Sammlung fehlen. (sha)

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