Virtueller Patientenklatsch

Auch Ärzte müssen Bewertungsportale ertragen

Wissen | Recht

Wie praktisch, dass man auf der Suche nach dem passenden Arzt nicht mehr auf Dorfgespräche und Verwandtentreffen angewiesen ist. Online-Portale liefern Patientenerfahrungen per Mausklick oder Fingertipp. Ärzte können sich die lästige Netzöffentlichkeit auch nicht mit rechtlichen Mitteln vom Halse schaffen, so der Bundesgerichtshof (BGH).

Mitmach-Internet, Web 2.0, Schwarmmeinung, Likes und Kommentarforen: Das Netz bietet jedem Teilnehmer Gelegenheit, nicht bloß Leser, sondern mit geringstem Aufwand auch Verfasser, Kritiker, Bewerter und in gewisser Hinsicht Meinungsmacher zu sein. Mit der Bedeutung von Bewertungsportalen im Netz wächst auch die Zahl der rechtlichen Auseinandersetzungen um diese Art des Jedermann-Web. Falsche Tatsachenaussagen oder beleidigende Statements muss kein Betroffener hinnehmen. Er kann Unterlassungsansprüche gegen den Verfasser persönlich und auch gegen den Portalbetreiber geltend machen. Wenn ihm durch die strittigen Äußerungen ein Schaden entstanden ist, kann er zudem verlangen, diesen ersetzt zu bekommen.

Ein in Deutschland ansässiger Portalbetreiber ist meist leichter zu greifen als der möglicherweise anonyme Texter. So erhält er zuerst die Aufforderung, beanstandete Postings zu löschen. ...

Sie möchten wissen, wie es weitergeht?

Als c't-Plus-Abonnent gratis lesen

Anmelden als c't-Plus-Abonnent

Anzeige
Anzeige