@ctmagazin | Leserforum

Sorry, Nicht-User von Apple

Zu den Leserbriefen mit Apple-Bezug in c’t 22/14, S. 10

Es ist immer wieder erstaunlich, dass sich Menschen rechtfertigen, weil sie kein iPhone oder keinen Mac benutzen. Durch eine solche Entscheidung scheint man gefühlsmäßig mit dem Rücken an der Wand zu stehen. Dabei gilt bei „uns“ Apple-Fans der Grundsatz: „Jeder darf mit allem glücklich werden.“ Ich fürchte, die Bewohner anderer Welten setzen sich irgendwie selbst unter Druck.

Udo Meyer, Zimmern

Samsung-Bug bei der SSD 840

Firmware-Bugs bei SSDs und Festplatten, c’t 22/14, S. 18

Ich habe zwei Evo 840 mit je 256 GByte. Zu dem beschriebenen Bug habe ich Tests durchgeführt mit einer 80-GByte-Datei, um beispielsweise Cache-Effekte auszuschließen. Kopiere ich diese ältere Datei von der ersten SSD auf die andere oder auf eine Festplatte, ist das Ergebnis immer ungefähr gleich, nämlich eine Transferrate von lediglich 30 bis 40 MByte/s. Mit einer jüngeren Kopie derselben Datei ist die Übertragungsgeschwindigkeit zwischen den SSDs sowie zwischen SSD und Platte wie erwartet.

Ich habe versucht, mich daraufhin an Samsung zu wenden. Das ist fast schon ein Fall für „Vorsicht, Kunde!“: Am Telefon kommt am Ende der Ansagen der Hinweis, der Samsung-Support sei auch Sonntags bis 17.00 Uhr zu erreichen. Anschließend kommt jedoch der Hinweis, ich würde außerhalb der Geschäftszeiten anrufen.

Dann habe ich im Web-Kontaktformular „Support per E-Mail“ gewählt und anschließend die passenden Rubriken. Wenn ich jedoch meine SSD (oder auch irgendein anderes Modell) auswähle, werden keine Themen aufgelistet. Das Betätigen von „Weiter“ führt daraufhin zu einer Fehlermeldung. Ein anderes Web-Kontaktformular quittierte den ersten Versuch, eine Nachricht abzusenden, mit „ungültige Anfrage“ – zum Glück hatte ich den geschriebenen Text in die Zwischenablage kopiert.

Wenn einfache Dinge wie Kontaktmöglichkeiten nicht mal ansatzweise funktionieren, wundert es mich kaum, dass Samsung kompliziertere Produkte wie SSDs nur mit eklatanten Fehlern herstellen kann.

Marco Leoni

Missverstandener Messenger

WhatsApp plaudert Online-Status aus, c’t 22/14, S. 44

Zu Ihrem Artikel: Nirgendwo in WhatsApp kann man einstellen, dass man abstellen kann, bei Anwesenheit nicht sichtbar zu sein! Zur Einstellung „Zuletzt online“: Hier besagt die Bezeichnung doch schon eindeutig, dass nicht der aktuelle Onlinestatus gemeint sein kann, sondern wann der User zuletzt online war! Zur Einstellung „Status“ auf „Niemand“ gesetzt: Himmel, das ist nicht der Onlinestatus, sondern es gibt in WhatsApp zusätzlich zu den Auswahlpunkten „Chats“, Favoriten“ und „Kontakte“ auch noch einen Auswahlpunkt „Status“. Das dürfte der in den Datenschutzeinstellungen gemeinte Punkt sein, nicht der Online-Status.

Marco Leoni

Die Einstellungen „Zuletzt online“ kann man durch das im Heft erwähnte Skript umgehen. Wer permanent den Online-Status einer Person überwacht, weiß auch, wann diese zuletzt online war. Die andere Option haben wir erwähnt, um zu unterstreichen, dass wir alle Möglichkeiten, die WhatsApp zum Schutz der Privatsphäre bietet, ausgereizt hatten. Dabei ist es unserer Einschätzung nach missverständlich, dass sich eine Option namens „Status“ eben nicht auf den Online-Status, sondern auf einen individuell einstellbaren Statustext bezieht.

Barrierefreiheit

Mobil bleiben, Wohin sich die Smartphone-Betriebssysteme entwickeln, c’t 22/14, S. 86

In Zeiten von „Design for all“ oder Inklusion wird Accessibility immer wichtiger, im Deutschen gemeinhin mit Barrierefreiheit übersetzt. Sie wird bei Vergleichen gern übersehen, weil sie so wenige betrifft. Für die wenigen, die es aber betrifft, ist es unter Umständen ein totales Ausschlusskriterium. Wie sehr z. B. wir blinden Nutzer jahrzehntelang in der Freiheit unserer Lieblings-Software eingeschränkt sind, dazu könnte ich ganze Abhandlungen schreiben. Konkret geht es aber nun um die mobilen Systeme.

Hier ist für blinde Benutzer nach wie vor iOS das System der Wahl. Die eingebaute Bildschirmvorlesefunktion „VoiceOver“ macht am meisten Apps für blinde Benutzer zugänglich, es werden auch so gut wie alle bluetooth-fähigen Braillezeilen unterstützt (für Braille-Ein- und -Ausgabe). Android hat hier schon mächtig aufgeholt, Barrierefreiheit ist dort aber noch eher eine Baustelle. Für sehbehinderte Nutzer (also solche, die noch die optische Kontrolle haben) ist Android u. U. sogar anpassbarer als iOS, auch Windows Phone könnte für Sehbehinderte eine Alternative sein.

Für Vollblinde ist Windows Phone derzeit absolut unzugänglich. Microsoft hat uns bisher komplett ausgesperrt, d. h. kein API zur Verfügung gestellt, damit Apps über Sprache oder Braille zugänglich wären. Apple hat hier eindeutig Standards gesetzt. Heutzutage ist Barrierefreiheit aber keine humanitäre Geste mehr, sondern sie ist geboten. Daher möchte ich Sie bitten, soweit möglich in Ihren Artikeln auch diesen Aspekt immer mal wieder „anzutippen“, wie schon in Ihren Beiträgen über den PDF/UA-Standard oder die Hinweise auf Zugänglichkeitsfunktionen beim Browser Google Chrome. Auch so werden IT-Fachleute, die ja mehrheitlich zur Leserschaft der c’t zählen, sensibilisiert, auch als Arbeitgeber; bis zu 70 % blinder top-ausgebildeter Menschen – auch im IT-Bereich – finden keinen Job, nicht zuletzt wegen in den Chefetagen nach wie vor herumgeisternder Klischees über die angeblich total hilflosen Blinden.

Dr. Aleksander Pavkovic

CPU-Turbo stottert

Luxustafeln, Mainboards für Intels Core i7-8500/5900, c’t 22/14, S. 112

Der Haswell-E zeigt bei mir deutliche Turbo-Schwächen, die ein Nicht-E-Haswell (LGA1150) mit derselben Windows-Installation nicht zeigt (die Treiber waren natürlich auf das jeweilige System angepasst). Wenn man eine Single-Core-Anwendung startet, dann teilt der Windows-7-Scheduler diese Anwendung üblicherweise der Reihe nach verschiedenen Kernen zu, weil ja noch andere Programme um CPU-Zeit konkurrieren. Während bei LGA1150-Prozessoren der Turbo in diesem Fall zündet, geht mein Core i7-5930K nicht in den Turbo-Modus, sondern bleibt auf 3,5 GHz Basisfrequenz. Das gleiche Verhalten zeigt sich bei allen ungeraden Auslastungen von Kernen (also auch 3, 5, 7, 9, 11). Speziell wenn man übertaktet, geht viel Performanz verloren.

Das Problem lässt sich derzeit nicht befriedigend lösen, denn entweder muss man den Prozess manuell fest an einen CPU-Kern binden oder man muss Stromsparfunktionen abschalten, was die Leistungsaufnahme im Leerlauf in die Höhe treibt. Ich bin mir nicht sicher, ob das Problem bei CPU oder Mainboard liegt (ASRock X99 WS Bios 1.50).

Torsten Wirth

Uns ist dieses Problem im Test unter Windows 8.1 nicht aufgefallen, eine Anfrage an Intel läuft. Der Haswell-E bringt allerdings einige Neuerungen in Bezug auf den Turbo-Modus.

Online für Offline?

Vielgucker-Flatrates, c’t 22/14, S. 122

Im Artikel schreiben Sie „…für die Offline-Nutzung benötigt man aber ernsthaft eine Online-Verbindung – wohl, damit die App mit dem Server die DRM-Lage klären kann.“ Dieses Verhalten kann ich nicht bestätigen. Im Urlaub habe ich die Anzahl der zulässigen Folgen einer Serie (Breaking Bad) für den Offline-Modus auf mein Android Tablet heruntergeladen (Nexus 7).

Was leider nicht direkt klar ist, ist, dass man manuell in der App auf den Offline-Modus wechseln muss. Dann kann man die Filme auch offline schauen. Zum Beispiel wenn keine WLAN-Verbindung besteht oder das Tablet sich im Flugmodus befindet. Davor stürzte die App sofort ab, wenn versucht wurde, einen Film aus dem Offline-Bereich zu starten, und funktionierte nur, wenn eine WLAN Verbindung bestand.

André Reschke

Die Watchever-App für Android verhält sich auf unterschiedlichen Android-Geräten leider nicht konsistent, wenn es um den Offline-Modus geht. Auf unserem Galaxy Tab S und einem Sony Xperia ZR verhielt es sich wie im Artikel beschrieben, für die Nexus-Geräte scheint der von Ihnen beschriebene Weg ein guter Workaround zu sein.

Imaginäre Killer-App

Artenvielfalt, Der Kampf um die Spitzenposition auf dem Smart-Home-Markt, c’t 22/14, S. 136

Die anwesenheitsgesteuerte Heizung geistert als imaginäre Killer-App durch alle Medien. Selbst die sonst seriöse Stiftung Warentest suggeriert einen Spareffekt durch nervöses Verstellen der Heizung alle paar Stunden bei einem Objekt mit Zeitkonstanten im Tage-Bereich.

Da ich in diesem von mir ansonsten hochgeschätzten Magazin nicht die physikalischen Grundlagen einer Heizung diskutieren will, nur so viel: Eine Heizungsanlage, die es nicht schafft, mein Haus ökonomisch und zuverlässig auf Normtemperatur zu halten, ist entweder kaputt oder ungeeignet für den Zweck. Verdienen tun an diesem Sollwert-Verstell-Unsinn nur die Elektronik-Hersteller und die Energie-Lieferanten.

Wer Geld in seine Heizung stecken will, sollte es in Heizflächenvergrößerung und Vorlauftemperaturabsenkung investieren: Dies ermöglicht Wärmepumpen oder macht vorhandene noch sparsamer. Einmal pro Jahr etwas Frieren nach einem 2-wöchigen Winterurlaub rechtfertigt keine Fernsteuerung, die zum Zwecke der Erzeugung von Frostschäden von irgendjemandem gehackt wird oder es wegen eines Bugs auch ganz alleine falsch macht, und die Gebäudeversicherung wegen Obliegenheitsverletzung nicht zahlt.

Die wirklich ökonomisch sinnvollen und interessanten Anwendungsbeispiele werden von der Industrie seltsamerweise nicht thematisiert, zum Beispiel die Maximierung des Photovoltaik-Eigenstromanteils bei Spülmaschinen, Waschmaschinen, Trocknern und Kühlgeräten, da muss man mühevoll von Hand die Betriebszeiten koordinieren und immer beim Wetterbericht auf dem Laufenden sein. Stattdessen werden „smarte“ Spionage-Stromzähler per Gesetz vorgeschrieben, um eine neue Sonderkonjunktur bei den Lieferanten auf Kosten der Kunden zu ermöglichen, ohne einen echten Mehrwert beim Endkunden zu liefern.

Name der Redaktion bekannt

Höherer Gelb-Tonerverbrauch?

Hotline, Überwachte Drucker, c’t 22/14, S. 152

Anlässlich des oben angeführten Artikels, habe ich bei meinem Brother HL-3070CW bei einem Farbdruck die gelben Punkte gesucht und gefunden. Ist eigentlich bekannt, ob diese unfreiwillige Kennzeichnung eine nennenswerte Auswirkung auf den Verbrauch des gelben Toners hat? Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass kurz nach dem erstmaligen Wechsel der schwarzen Tonerkartusche der Drucker angekündigt hat, dass nun bald der Wechsel der gelben Tonerkartusche fällig sein wird.

Ferdinand Nardai

Viel Toner wird bei den nur 0,1 mm großen Pünktchen sicherlich nicht verbraucht.

Geht auch mit Mac OS X

Zeichenjongleur, Textverarbeitung auf der Kommandozeile, c’t 22/14, S. 174

Eure Tipps funktionieren auch unter OS X und anderen unixoiden Systemen. Ich fände es ganz gut, wenn Ihr Euch endlich dazu durchringen könntet, jeweils zu berichten, wie es auf den anderen Systemen läuft. Die Unterschiede sind nicht groß. Ich kann ja verstehen, dass Linux-Hacker keine Lust haben, sich mit OS X zu plagen, aber es würde viel bringen.

Andreas Frick

Erst nachdenken

Interessenskonflikt, Warum Stromsparen bei Desktop-PCs so schwer ist, c’t 21/14, S. 162

Während ich noch versuche, meinem PC die letzten paar Watt abzutrotzen, brennt auf meinem Schreibtisch die 50-Watt-Schreibtischlampe, in der Zimmerecke steht der 500-Watt-Deckenfluter – immerhin gedimmt – und im Hintergrund läuft das TV …

Bitte nicht falsch verstehen, ich finde einen sparsamen PC sehr wichtig, aber die 60-Watt-Halogenlampe, die morgens beim Duschen leuchtet, weil die Energiesparlampe zu lange zum Hellwerden braucht, macht das ebenso zunichte wie alle anderen Lampen und Verbraucher, die unnötig laufen oder unnötig viel verbrauchen. Bevor ich mir überlege, ob mein PC 10, 20 oder gar 40 Watt beim Nichtstun verbraucht, sollte ich doch erst einmal überall LED-Leuchtmittel einbauen und mir angewöhnen, überflüssige Lampen auszuschalten. Letzteres klappt bei mir gut, beim Rest meiner Familie weniger.

Wenn ich dann täglich 3 bis 5 Kilowattstunden spare, denke ich anschließend wieder über die 0,06 kWh nach, die ich beim PC maximal pro Tag einsparen kann. Das sollte im Kopf derer ankommen, die sich darüber beschweren, dass der c’t-Bauvorschlag unverschämte 15 Watt statt derer 10 konsumiert. Und nur eine Komponente deswegen zurückgebracht oder -geschickt, schon ist die komplette Energiebilanz eh für’n A…

Frank Schmidt

Ergänzungen & Berichtigungen

Das Runde statt das Eckige

Motorola Moto 360: Die erste Smartwatch mit rundem Display, c’t 22/14, S. 26

Kurz nach Redaktionsschluss hat Motorola ein Softwareupdate veröffentlicht, das die im Artikel kritisierte kurze Akkulaufzeit stark verlängert. Mit eingespieltem KGW42R-Update hielt der Akku oft mehr als 24 Stunden lang durch – vorher waren es gerade mal 12.

Luxustafeln

Mainboards für Intels Core i7-8500/5900, c’t 22/14, S. 112

Die Bewertung des Asrock X99 Extreme4 geriet widersprüchlich: Zuerst wird ein „günstiger Preis“ gelobt, später ein „etwas hoher Preis“ kritisiert. Letzteres ist richtig: Für die gebotene Ausstattung ist der Preis etwas hoch.

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