Außenseiter

Test & Kaufberatung | Kurztest

Daten wie ein Oberklasse-Smartphone zum Mittelklasse-Preis – das One ist aber schlecht zu bekommen.

Alles drin: ein 5,5-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung, ein schneller Vierkern-Prozessor, LTE (allerdings ohne Band 20/800 MHz), ac-WLAN, 4K-Videoaufzeichnung. Ein Speicherkarten-Slot fehlt, man muss sich also auf die 16-GByte-Version für 300 oder 64 GByte für 350 Euro festlegen. Andere Smartphones mit vergleichbarer Ausstattung kosten mindestens 50 Euro mehr.

Dabei wirkt das OnePlus One keinesfalls billig, sondern aufgrund des stabilen Metallgehäuses und der griffigen, filzähnlich aufgerauten Rückseite ausgesprochen hochwertig. Das Display zeigt allerdings ähnlich wie das des Google Nexus 5 blasse Farben und eine Helligkeit (350 cd/m2). Die Sensortasten darunter sind schwach beleuchtet und kaum zu erkennen.

Die 13-MP-Kamera schießt detailreiche, bei schlechtem Licht schnell verrauschte Fotos. 4K-Videos ruckeln stark, besser bleibt man bei Full HD. Die Laufzeiten (11,3 Stunden beim Videoschauen) liegen etwas über dem Schnitt. Der Lautsprecher klingt überraschend gut mit Andeutung von Bässen.

Installiert ist das Alternativ-Android CyanogenMod, sodass man in den Genuss zusätzlicher Individualisierungsmöglichkeiten und schneller Updates kommt. OnePlus hat es von Google zertifizieren lassen, also sind alle Apps und der App-Store vorhanden.

Derzeit verkauft OnePlus das One aufgrund geringer Produktionskapazitäten nur auf Einladung. Bis zur freien Verfügbarkeit sind das Google Nexus 5 (etwas kleiner) und das Samsung Galaxy Note 3 Neo (Stift, Speicherslot, AMOLED, geringere Auflösung) starke Konkurrenten. (jow)

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