Ménage à six

Android-Multitasking mit schnellen und langsamen CPU-Kernen

Wissen | Know-how

Im Sechskern-Prozessor Exynos 5260 arbeiten unterschiedlich schnelle ARM-Kerne zusammen. Multitasking mit so einer Big-Little-CPU soll dank Heterogeneous Multiprocessing (HMP) effizienter funktionieren. Getestet haben wir das am Android-Smartphone Samsung Galaxy Note 3 Neo.

Bisher war Multitasking einfach: Alle CPU-Kerne waren gleich schnell, ausstehende Aufgaben bekam einfach der nächste freie. Doch beim Exynos 5260 klappt das nicht, denn seine Kerne haben zwar den gleichen Befehlssatz, sind aber unterschiedlich schnell. Grundsätzlich ist er genauso aufgebaut wie andere Big-Little-CPUs auch: Es gibt Prozessorkerne, die aufs Stromsparen optimiert sind und daneben Prozessorkerne, die auf hohe Leistung getrimmt sind. Hier kombiniert der Hersteller vier CPU-Kerne des Typs ARM Cortex-A7 (sparsam) mit zwei Cortex-A15 (schnell). Die Kerne können in beliebiger Kombination zusammenarbeiten, und der Scheduler des Betriebssystems kann die Cores direkt ansprechen: Sind die zwei schnellen Kerne ausgelastet, können auch alle sechs Kerne parallel rechnen.

So selbstverständlich das klingt, so unüblich war diese Arbeitsweise bislang bei ARM-Mobil-CPUs. In bisherigen Big-Little-Prozessoren von Samsung, Qualcomm und Co. waren die physischen Rechenkerne in sogenannten Clustern zusammengefasst. Das Betriebssystem „sah“ immer nur virtuelle Cluster, die es als einzelne Prozessorkerne wahrnahm. ...

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