Namenlos

Keine Ausweisprüfung bei Prepaid-SIM-Karten vom Discounter

Wissen | Hintergrund

Wer eine SIM-Karte beim Lebensmittel-Discounter kauft, muss keinen Ausweis vorlegen. Die Freischaltung der Karte im Internet kann auf Donald Duck, Wladimir Putin oder den eigenen Namen erfolgen.

Wenn in deutschen Krimis ein Handy-Anruf ins Spiel kommt, heißt es häufig: „Das war eine Prepaid-Karte, dazu haben wir keinen Namen.“ Die Realität sieht anders aus, denn das Gesetz ist in diesem Punkt eindeutig. In Paragraf 111 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) heißt es klipp und klar, dass der Provider für jeden Telefonanschluss „den Namen und die Anschrift des Anschlussinhabers […] vor der Freischaltung zu erheben und unverzüglich zu speichern“ hat.

Auf den ersten Blick kommen alle Provider dieser Pflicht nach. Für die Freischaltung erheben sie die Inhaberdaten und speichern sie. Auf diese sogenannten Bestandsdaten können Ermittlungsbehörden und Notrufabfragestellen zurückgreifen, um den Inhaber eines Anschlusses anhand der Rufnummer zu ermitteln. ...

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