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LESERFORUM Goldener Microsoft-Käfig Editorial „Lauf, Windows, lauf“, c’t 23/14, S. 3 Ich hätte mir gewünscht, dass der Begriff „Goldener Käfig“ explizit im Zusammenhang mit Microsoft gefallen wäre. Als Apple-Fan werde ich oft mit diesem...

Goldener Microsoft-Käfig

Editorial „Lauf, Windows, lauf“, c’t 23/14, S. 3

Ich hätte mir gewünscht, dass der Begriff „Goldener Käfig“ explizit im Zusammenhang mit Microsoft gefallen wäre. Als Apple-Fan werde ich oft mit diesem Begriff derart konfrontiert, dass Apple seine Benutzer in diesen Käfig einsperrt, während Windows allgemein mit „Freiheit“ assoziiert wird. Was totaler Quatsch ist und auf Dauer nervt. Im Zusammenhang mit Windows habe ich das jedoch noch nie gelesen. Insbesondere im Zusammenhang mit Microsoft Office wäre der Begriff jedoch sehr angebracht.

Mir ist auch aufgefallen, dass Sie glauben, dass man beim Programmieren für iPhone und Mac jedes kleine Codefitzelchen separat schreiben muss. Das stimmt natürlich nicht, ich selbst habe zwei funktional identische Apps im AppStore (XAirports für Mac und iPad), welche sich sehr viel Code teilen, zum Beispiel den gesamten Netzwerk-Unterbau sowie die SQLite-Datenbank und noch vielen anderen Code. Ob die Laufzeitbibliotheken auf allen Systemen einheitlich sind, ist für die Programmierer letztlich irrelevant, wichtig ist, dass die APIs möglichst identisch sind, und da kann man sich bei Apple nicht beschweren.

Udo Thiel

Kein Mac mehr ohne Appstore

Leserbrief „Sorry, Nicht-User von Apple“, c’t 23/14, S. 6

Es ist immer wieder erstaunlich, dass sich Apple-User darauf ausreden, dass man ja keine Apple-Produkte kaufen muss, wenn einen etwas daran stört. Mitnichten geht es jedoch darum, sich zu rechtfertigen, kein iPhone oder iPad zu besitzen, allerdings kann man doch hoffentlich als langjähriger Apple-(Mac OS X-)Anwender angebrachte Kritik kundtun. Denn während iPhone und iPad durchaus gute Produkte und Ergänzungen sein mögen, so stellt sich doch die Frage, warum die Personal-Computer-Software, allen voran das Betriebssystem OS X, unter diesen Ergänzungen leiden soll. Und mit dem Rücken zur Wand ist man dabei, weil man Mac OS X [gemeint sind die vom Datenträger installierbaren Versionen, die Redaktion] gerne weiter benutzen würde, aber mit OS X [Appstore] und dessen Weiterentwicklung nichts anfangen kann, ja sogar eher Rückentwicklungen sieht. Das „Personal“ wurde aus „Personal Computer“ gestrichen zugunsten eines alles kontrollierenden AppStore. Das Dilemma entsteht, wenn man gerne einen neueren Mac mit Schnittstellen wie USB 3.0 und Thunderbolt hätte, aber das gibt es leider nur mit OS X inklusive AppStore-Zwang, weil Mac OS X darauf nicht mehr läuft. Als Apple-Nutzer wird man damit zukünftig (zwangsläufig?) zum Nicht-Apple-Nutzer.

Andreas Thalhammer

VoIP und IPv6

Besser telefonieren, Günstig und komfortabel VoIP einsetzen, c’t 23/14, S. 102

Mit Interesse habe ich Ihre Artikel gelesen und mich gefragt, warum das Thema IPv6 mit keiner Silbe erwähnt wird. Ich nutze seit Langem den VoIP-Provider Sipgate und befürchte Schwierigkeiten bei Umstellung meines Anschlusses von DSL- auf Kabel-Internet bei Kabel Deutschland oder cablesurf.de. Eine Suche mit startpage.com nach „sipgate ipv6“ ergibt sehr aktuelle Treffer – offensichtlich gibt es seit Jahren immer wieder Probleme.

Das eigentliche Problem liegt nicht bei IPv6: Einige Kabelprovider müssen DS-Lite einsetzen, weil ihr IPv4-Adresspool erschöpft ist (siehe c’t-Link). Vor Problemen mit DS-Lite haben wir in der Artikelstrecke in c’t 23 auf S. 116 gewarnt. Durch das damit verbundene Carrier Grade NAT bekommen Sie keine öffentliche IPv4-Adresse, was SIP mit externen Providern unzuverlässiger macht. Leider sind die Sipgate-Dienste noch nicht über IPv6 erreichbar, was das Problem beheben würde.

SIP-Codes statt Fehlermeldungen

Wir haben das Gigaset-VoIP-Telefon C610 erfolgreich seit einigen Jahren im Einsatz an unserer Firmentelefonanlage. Allerdings ist es sehr gewöhnungs- und Support-bedürftig, wenn zum Beispiel bei „Besetzt“ auf dem Display der SIP-Return-Code 486 angezeigt wird, statt das im Klartext auszuschreiben.

Stefan Kraus

Das war uns in der Tat nicht aufgefallen, weil der Tester das Mobilteil nach dem Wählen gewohnheitsmäßig ans Ohr hielt und nur auf den Signalton lauschte.

Großer Nachteil

Wir haben bei uns einen 1&1-DSL- und Telefonanschluss, alles nach Standard konfiguriert. Die VoIP-Zugangsdaten sind in einer Fritzbox 7360 hinterlegt, unser Telefon ist per DECT angebunden. Telefonate sind nicht mehr möglich, wenn die DSL-Leitung durch IP-Kommunikation stark genutzt wird, zum Beispiel wenn ein iPhone sein Backup in die iCloud schiebt. Mein Gesprächspartner versteht mich dann nicht mehr. In den Priorisierungseinstellungen der Fritzbox ist alles wie von AVM im Standard vorgesehen, mit VoIP als Echtzeitanwendung, eingestellt. Für uns stellt das einen großen Nachteil gegenüber einer klassischen Leitung dar.

Manuel Hirsch

Aus für Feuermelder

Was bei der angekündigten Telekom-Umstellung unberücksichtigt geblieben ist, sind die Feuermelder-Meldungen über den ISDN-D-Kanal und andere Nutzungen dieser Art. Was wird damit?

Dietrich Beitzke

Alle Anwendungen, die ISDN-Datendienste nutzen, müssen bei einem Umstieg auf VoIP von ISDN auf IP umgestellt werden. Ein Gateway für eine D-Kanal-Signalisierung von ISDN-Geräten bietet derzeit unseres Wissens kein VoIP-Provider an.

DSL light

Die Telekom sieht die Zukunft also in VoIP. An meinem Wohnort bietet sie über das reguläre Netz maximal 384 kBit/s an, einen Ausbau des kabelbasierenden Netzes wird es laut Telekom nicht geben. Alternativ nutze ich das LTE-Netz, was allerdings eine Volumenbegrenzung auf 30 Gigabyte pro Monat bedeutet. Somit wäre mein verfügbares Netz entweder zu langsam für VoIP oder bietet zu wenig Datenvolumen. Muss ich also künftig auf das Festnetz verzichten?

Mike Roller

Von Kündigungen betroffen sind bisher nur DSL-Kunden, die anders als Sie VoIP an ihrem Anschluss nutzen können. Ferner beziehen sich die Angaben zum Inklusiv-Volumen auch bei Festnetz-LTE-Anschlüssen auf das Surf-Volumen, das heißt, Telefonie-Daten werden nicht vom Surf-Datenvolumen abgezogen. Welcher Strategie die Telekom in Fällen wie Ihrem folgt, bleibt abzuwarten. Einen funktionierenden Telefonanschluss werden Sie aber mit Sicherheit auch in Zukunft erhalten, weil hier eine Versorgungspflicht gilt.

Wer schützt vor Stalkern?

Virtueller Patientenklatsch, Auch Ärzte müssen Bewertungsportale ertragen, c’t 23/14, S. 126

Unabhängig von der rechtlichen Beurteilung ist ein Problem bei Portalen die persönliche Nachstellung. Eine ehemalige Patientin hat einen Kommentar verfasst, um die Ärztin (Psychologische Praxis) abzuwerten. Da dies nicht zum gewünschten Erfolg führte (Bewertung immer noch zu gut), stellte sie ein halbes Jahr später wieder eine Bewertung ein. Dies reichte aber immer noch nicht; nach einem weiteren Vierteljahr ist nun der dritte Versuch unternommen worden, die Bewertungen zu verschlechtern. Nachweislich handelt es sich bei zwei Einträgen um die gleiche IP-Adresse. Es wurden von Jameda nicht die in den Nutzungsbedingungen hinterlegten Überprüfungen vorgenommen (IP-Adresse, gleicher Verfasser, SMS-Check bzw. Kontrolle von Behandlungsterminen etc.). Momentan klärt ein Anwalt, ob diese Einträge doch noch von Jameda überprüft werden können. Portale mögen gut sein, wer aber schützt die korrekt arbeitenden Ärzte vor Stalkern?

Horst Breitenbach

SSD-Patch nur mit Microsoft-Treiber

Firmware-Bugs bei SSDs und Festplatten, c’t 22/14, S. 18

Ich kann dem Leserbrief von Marco Leoni bezüglich des Firmware-Bugs in der SSD 840 Evo nur zustimmen. Da die Garantie meiner 840 Evo Anfang November abläuft, wollte ich per Mail den Samsung-Support kontaktieren. Über die Samsung-Webseite gab es jedesmal Fehlermeldungen und der Text war verschwunden. Ich habe den leichten Verdacht, dass bei Anfragen zur Evo der Kontakt gar nicht hergestellt werden sollte – ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Dann kam der Patch, wie von Samsung versprochen, brachte aber wieder Ärger. Mit meinem AMD-System ging nichts. Es wurden die neuesten AMD-Treiber verlangt – die waren aber installiert. Erst nach Installation der Windows-Standardtreiber tat der Patch, was er sollte. Weshalb die umständliche und anwenderfeindliche Prozedur? Ist AMD für Samsung nicht wichtig genug?

H-J Brandt

Mit Wartungs- und Update-Tools für SATA-Massenspeicher gibt es auch an RAID-Hostadaptern und in externen USB-Gehäusen oft Probleme. Bei Problemen empfiehlt sich der Anschluss über einen SATA-Port direkt auf dem Mainboard, der im AHCI-Modus mit den Standardtreibern msahci.sys (Windows 7) oder storahci.sys (Windows 8) läuft.

Einnahmequelle nur verlagert

Pfänderspielverderber, Gericht stoppt SIM-Kartenpfand von Talkline, c’t 22/14, S. 150

Ein wirkliches Ende sehe ich bei dem Thema leider nicht. Bis vor nicht so langer Zeit war es bei Providern möglich, eine für ein neues Handy benötigte SIM-Karte, beispielsweise eine Nano-Karte für ein aktuelles iPhone, für eine Unkostenpauschale von 5 bis 10 Euro zu erhalten. Aktuell zahlt man bei O2 für eine Ersatz-SIM geschlagene 25 Euro. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die abhandengekommene Einnahmequelle einfach im Lebenszyklus einer SIM-Karte vom Ende zum Anfang verschoben wurde. 10 Euro wären ja noch angemessen für Produktionskosten, Verwaltungsaufwand und Versand. Aber wie sich 25 Euro erklären lassen, wäre schon mal interessant zu wissen.

Robert Krenn

Owncloud im Unternehmen

Eine Nummer größer, Owncloud im Unternehmen einsetzen, c’t 21/14, S. 82

Die Kernkompetenz des Produktes, die Synchronisation, ist aus unserer Sicht gerade noch ausreichend, aber eigentlich mangelhaft.

Bislang hatten wir mit dem kostenlosen Tool Synctoy von Microsoft die Datenbestände zwischen den Laptops und einem gemeinsamen Verzeichnis (zugreifbar über OpenVPN auf dem Windows Server) synchron gehalten. Wir dachten, wir könnten die Dateien in das Basisverzeichnis legen, Owncloud könnte die Dateien inventarisieren und gut wäre. Nein, OC erkennt keine „fremden“ oder „zusätzlichen“ Dateien, die nicht über OC in dieses Dokumentenverzeichnis gelegt werden. Minuspunkt (auch wenn in Ihrem Artikel dieser Bug als Feature aufgeführt wird).

Dann haben wir die Extension geladen, die auch „externe“ Verzeichnisse aufnimmt. Diese Extension hat den riesigen Bug, dass Dateien mit Umlauten zerschossen werden. Das hat was mit UTF-8, Windows-Zeichencodierung etc. zu tun.

Wir haben dann auf dem Server einen Owncloud-Client installiert, damit wir auf dem Server unsere bisherigen Dateien in das OC-Repository einladen konnten. Das bedeutete aber, dass wir unseren 30 GByte großen Datenbestand erst einmal verdoppelten. Nun sind letztlich zwei (!) Tage später die Dateien endlich eingelagert.

Jetzt kommt die nächste Überraschung. Die Dateien sind ja auf den Clients schon vorhanden, dennoch hat jede Owncloud-Instanz von jedem Rechner das komplette Repository erneut heruntergeladen und alle lokalen Duplikate überschrieben. Das haben andere Synchronisationstools vor zwanzig Jahren schon besser gemacht.

Dann werden alle lokal vorhandenen Dateien überschrieben, ohne Backup, ohne in den Papierkorb zu verschieben. Ebenso wenn Dateien im Repository gelöscht werden, werden die lokal ohne Papierkorb gelöscht. Und das passiert auch bei Fehlern. Anfänglich verschwand zirka ein Viertel der Dateien sehr oft.

Wir haben auch noch nicht herausgefunden, ob es besser ist, permanent online zu sein oder eher seltener, damit OC synchronisieren kann. Als ich im Juli im Urlaub war, war ich offline, habe viele E-Mails abgearbeitet und Dokumente im OC-Verzeichnis abgelegt. Ich schaute dann etwas entsetzt, als ich online ging, dass im Aktivitätenprotokoll dann erschien „… deleted“. Diese Dokumente sind jetzt gelöscht.

Darüber hinaus haben wir herausgefunden, dass wir einige Sync-Probleme beheben können, wenn wir nach erfolgreicher Synchronisation die lokale Datenbank .csync_journal.db löschen und dann erneut synchronisieren. Plötzlich werden noch Dateien gefunden, die doch noch nicht synchronisiert sind.

Ihr Artikel liest sich mir so wie abgeschrieben von den Marketingseiten von OC, eventuell eine eigene Kurzinstallation, aber ich bin sehr enttäuscht, dass keine kritischen Aspekte angesprochen worden sind. Mein Fazit nach dem Lesen des Artikels: Marketinggetöse ohne fundierte Recherche.

Michael Stepping

Ergänzungen & Berichtigungen

Nun auch ohne Zwangs-Hotspot

Offenes WLAN-Grammophon, c’t 23/14, S. 44

Nach Drucklegung des Artikels hat sich Fon aufgrund massiver Beschwerden der Kickstarter-Unterstützer dazu entschlossen, die bisher obligatorische Hotspot-Funktion auf Wunsch zu deaktivieren. Doch statt einen Schalter in die Firmware des Gramofon einzubauen, müssen sich Besitzer bis zum 15. November beim Fon-Support melden, um den Fon-Hotspot ein für allemal zu deaktivieren zu lassen.

Außenseiter

Oneplus One, c’t 23/14, S. 45

Irrtümlich sind die US-Preise ohne Umrechnung im Heft gelandet. Hierzulande kostet das Smartphone anders als angegeben 269 Euro mit 16 und 299 Euro mit 64 GByte zuzüglich 11 Euro Versand.

Ordner für spezielle Fälle

Die „benannten Ordner“ in Windows aus User- und Entwicklersicht, c’t 22/14, S. 180

Der Schalter „Alle Ordner anzeigen“ befindet sich nicht wie im Artikel behauptet auf der Registerkarte „Ansicht“ der Ordneroptionen, sondern auf der Seite „Allgemein“ im Bereich „Navigationsbereich“.

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