Böse blinzeln nicht

Special-Effects aus Film und Fernsehen auf der Animago

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Neben Workshops zu Charakter-Design, Physik-Simulation und Animation sprachen die Referenten auf der 17. Animago-Konferenz in Babelsberg über die visuellen Effekte in Game of Thrones, X-Men und Gravity. Bei der Preisverleihung räumten die Rom-Simulation Ryse und die neueste Inkarnation von Assassin’s Creed ab.

Die Arme einer Disney-Prinzessin bewegen sich immer in sanften Bögen; das Ausholen des Coyoten antizipiert, dass der Roadrunner was auf die Mütze bekommt. Solche Prinzipien der Animation lassen sich an klassischen Figuren aus Trickfilmen der 40er Jahre ebenso gut studieren wie an Herr der Ringe oder Ratatouille. Auf der Animago geht es nicht ausschließlich um das Modellieren und Animieren von dreidimensionalen Figuren, sondern auch um die Grundlagen von Charakter-Entwicklung und Inszenierung.

Zum Paradebeispiel ist die Animation des Herr-der-Ringe-Charakters Smeagol/Gollum geworden. Die gleiche Figur verhält sich im Dialog mit sich selbst sehr unterschiedlich. Smeagol blinzelt viel mit großen Augen und geweiteten Pupillen und bewegt sich reichlich. Die vom Ring korrumpierte Gegenfigur Gollum hat die Augen beinahe geschlossen, kleine Pupillen und nimmt eine verschlagene Pose ein. „Die Bösen blinzeln nicht“, erklärt Professor Melanie Beisswenger von der Hochschule Mainz. Weitere Workshops behandelten die Animation von Flüssigkeiten, Gasen, Rauch, Eis und Feuer oder Textilien, etwa für die Werbung. ...

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  • Das Spiel „Ryse: Son of Rome“ von Crytek wurde auf der Animago für das beste Game-Design ausgezeichnet.