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Googles Streaming- und Spielebox Nexus Player

Die Nexus-Serie erhält Zuwachs: Zu den Smartphones und Tablets gesellt sich die Settop-Box Nexus Player, die stark an Amazons kürzlich erschienenes Fire TV erinnert. Die kreisrunde flache Box dient zum Streamen von Videos und Musik, kann angepasste Android-Spiele ausführen und lässt sich über ein Mikrofon in der per Bluetooth Smart angebundenen Fernbedienung mittels Sprachbefehlen steuern. Auch wenn der Nexus Player wie ein rundes Fire TV wirkt, muss man fairerweise sagen, dass Google den Funktionsumfang bereits im Juni auf der Google I/O abgesteckt hatte – bevor Amazon seine Box angekündigt hatte.

Der von Asus gefertigte Nexus Player ist Googles erstes Gerät mit Android TV, einer Android-Version mit speziell für Fernsehnutzung angepassten Bedienoberfläche, die die Nachfolge des erfolglosen TV-Betriebssystems Google TV antreten soll. Inhalte erhält man wie bei Android üblich im Play Store oder man nutzt verschiedene Apps wie Netflix, Vevo oder YouTube zum Videostreaming. Wie der günstige HDMI-Stick Chromecast beherrscht auch der Nexus Player das Streaming-Protokoll Google Cast, über das sich Inhalte von Drittgeräten auf den Fernseher streamen lassen. Darüber hinaus soll die Box als Android-Spielkonsole dienen, die man – je nach Anpassung – mit der Fernbedienung oder dem separat erhältlichen Game Controller steuern kann.

Im Innern des Nexus Player steckt überraschenderweise kein ARM-Design, sondern ein Atom-Quad-Core von Intel, der mit 1,8 GHz getaktet ist und 1 GByte RAM sowie 8 GByte Flash-Speicher verwaltet. Das Gerät beherrscht den schnellen WLAN-Standard 802.11ac und hat einen HDMI-Ausgang für den Anschluss an den Fernseher (1080p60); ein Ethernet-Anschluss fehlt augenscheinlich.

Bei den Sprachbefehlen scheint Google semantisch weiter zu gehen als Amazon, wo man im Wesentlichen nach Titeln von Filmen, Songs und Apps oder Namen von Schauspielern suchen kann. Zumindest auf der Google I/O konnte man bei Android TV auch nach Oscar-nominierten Filmen aus bestimmten Jahren fragen – und bekam auch eine passende Antwort.

In den USA wird der Nexus Player ab dem 3. November für 99 US-Dollar verkauft und kostet damit genauso viel wie Apple TV und Fire TV; der Game Controller ist für 40 US-Dollar zu haben. Wann die Settop-Box außerhalb der USA erhältlich sein wird, hat Google noch nicht mitgeteilt. (vza)

Netflix: Geschwindigkeitsindex fürs Video-Streaming

Je nach Internet Service Provider (ISP) genießt man auch zu abendlichen Stoßzeiten HD-Videostreams aus dem Internet oder ärgert sich. Daher ermittelt die weltweit agierende Video-Flatrate Netflix traditionell monatlich einen Geschwindigkeitsindex für das beste Streaming-Erlebnis – erstmals auch in den kürzlich gestarteten Regionen Deutschland, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Österreich und der Schweiz. Demnach zählen die sechs Länder in Sachen Internet-Geschwindigkeit mit einer Bitrate von durchschnittlich über 3,12 MBit/s zu den Top 10. Im Vergleich dazu lag die durchschnittliche Bitrate in den USA im September lediglich bei 2,72 MBit/s.

In Deutschland hat Unitymedia KabelBW die Nase vorn (3,94 MBit/s Durchschnittsgeschwindigkeit), in Österreich Kabelplus (3,96 MBit/s), in der Schweiz Quickline (4,15 MBit/s).

Der ISP-Geschwindigkeitsindex von Netflix basiert auf Daten der über 50 Millionen Netflix-Mitgliedern weltweit, die jeden Monat über eine Milliarde Stunden Serien und Filme streamen. Netflix nutzt adaptives Streaming, passt also die Datenrate der Verbindung an. Für ein optimales Ergebnis sollten die Nutzer für SD-Wiedergabe eine konstante Downstream-Rate von 1 MBit/s, für HD rund 6 MBit/s und für 4K rund 15 MBit/s haben. (nij)

DJ-Controller für Profis

Native Instruments will am 30. Oktober sein neues DJ-Pult Traktor Kontrol S8 veröffentlichen. Das Layout verzichtet auf die typischen Drehteller und setzt stattdessen auf Touch-Stripes, Trigger-Pads nebst vier Kanal-Fadern pro Deck. Native Instruments verspricht DJs neuartige Remix-Optionen, die mit herkömmlichen Controllern nicht möglich wären. Die integrierten Displays zeigen die Wellenform an, erlauben das Browsen in Abspiellisten und komplexe Remix-Effekte, ohne auf den Computer schauen zu müssen. Über das integrierte Audio-Interface lassen sich unter anderem Platten- und CD-Spieler anschließen. Der Controller für vier Decks soll mit der Software Traktor Scratch Pro 1200 Euro kosten.

Auch Konkurrent Numark setzt bei seinem neuen Flaggschiff-Controller NV auf integrierte Displays, die Song-Listen und den Wellenverlauf darstellen und den Blick zum Laptop ersparen. Doch hier scratcht man weiterhin mit zwei großen Drehtellern und steuert Cue-Punkte und Loops mit jeweils acht Triggerpads auf jeder Seite an. Inklusive integriertem Audio-Interface und der Software Serato DJ kostet der 4-Deck-Controller 880 Euro. (hag)

Audio/Video-Notizen

Noch in diesem Herbst will iZotope seine neue Musik-Mastering-Suite Ozone 6 veröffentlichen. Details wurden bislang nicht bekannt. Während der Einführungsphase soll die reguläre Version 200 und die Advanced-Edition 600 US-Dollar kosten. Wer die aktuelle Version 5 nach dem 1. September gekauft hat, bekommt das Update kostenlos.

Native Instruments aktuelle Sammlung virtueller Instrumente Komplete 10 bereitet das Update auf Mac OS X 10.10 (Yosemite) Probleme. Sowohl Traktor, Maschine, Guitar Rig als auch Komplete Kontrol bleiben auf manchen Systemen während der Initialisierungsphase hängen. Native Instruments empfiehlt Musikern, mit dem Update zu warten und arbeitet an einem Patch.

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