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WLAN-Router mit 4-Stream-MIMO

Der Dualband-fähige WLAN-Router E8350 von Linksys überträgt nach dem IEEE-Standard 802.11ac bis zu 1733 MBit/s brutto im 5-GHz-Band über vier separate Datenströme (4-Stream-MIMO). Im 2,4-GHz-Band erreicht er gemäß IEEE 802.11n bis zu 450 MBit/s brutto. Mit der im 2,4-GHz-Band proprietären Implementierung von QAM256 bringt er es auf maximal 600 MBit/s brutto, wenn man eine der wenigen Gegenstellen benutzt, die das unterstützen. Die vier Antennen des Geräts lassen sich ausrichten und optional abnehmen.

Multi-User-MIMO, mit dem der Router mehrere Clients mit individuellen Datenströmen zur gleichen Zeit versorgen kann, will der Hersteller erst per Firmware-Update aktivieren.

Das Gerät verbindet sich per USB 3.0 oder E-SATA mit externen Speichermedien und verteilt ihren Inhalt als Server im Netzwerk. Printer-Sharing funktioniert nur über eine proprietäre Software für Windows und Mac OS X. Zudem beherrscht es VPN per PPTP, IPSec und L2TP.

Für verkabelte LAN-Verbindungen bietet der Router vier Gigabit-Ethernet-Anschlüsse und einen Gigabit-WAN-Port. Linksys verlangt für den Dualband-Router rund 230 Euro. (fkn)

Fritzbox mit MU-MIMO

AVM hat auf dem Broadband World Forum in Amsterdam einen Router-Prototypen vorgestellt, der mehrere Clients per WLAN simultan mit individuellen Datenströmen versorgt (Multi-User Multiple Input Multiple Output, kurz MU-MIMO). In der Demonstration auf der Veranstaltung haben die Berliner drei WLAN-Geräte mit 400 MBit/s brutto an die Prototypen-Fritzbox angebunden. Im Labor gelangen mit dem selben Aufbau laut AVM bis zu 554 MBit/s brutto pro Client.

Der mit einem Chipsatz von Qualcomm Atheros ausgestattete Router überträgt bis zu 1733 MBit/s brutto über vier Streams im 5-GHz-Band. Aktuelle Clients besitzen meistens nur drei Antennen und können damit allein die Bandbreite noch nicht ganz ausnutzen.

Aufgrund von MU-MIMO entspricht das Gerät bereits dem IEEE-Standard 802.11ac Wave 2. Die in dem Standard ebenfalls spezifizierten 160 MHz breiten Funkkanäle unterstützt es jedoch nicht.

Durch eine Verdoppelung der Kanalbreite im Vergleich zu derzeit üblichen 80 MHz verdoppelt sich auch die Datenrate. Mit vier Streams überträgt ein Router so bis zu 3467 MBit/s brutto.

Zusätzlich zur MU-MIMO-Fritzbox hat AVM weitere Gigabit-fähige Geräte wie die Fritzbox-Router 4080, 7490, 6490 Cable und die Fritzbox 6842 LTE erneut gezeigt. (fkn)

Zeitgenauer Industrie-Switch

Der konfigurierbare 5-Port-Switch EDS-405A-PTP von Moxa synchronisiert die lokale Uhrzeit von Clients in Industrienetzwerken mittels Precision Time Protocol (IEEE 1588v2 PTP) auf eine Mikrosekunde genau. Damit eignet sich der Fast-Ethernet-Switch für Echtzeitsteuerungen in Anlagen. Zur Synchronisation kommen Zeitstempel zum Einsatz. Der Switch kann die Zeitinformation einer Referenzuhr entgegennehmen und an andere Clients verteilen (Boundary Clock). Als Transparent Clock ermittelt er zudem die Verzögerung, die er bei der Übertragung von PTP-Nachrichten verursacht und übermittelt diese Werte zur Justierung als Messwert (wahlweise End-to-End Transparent Clock oder Peer-to-Peer Transparent Clock).

Mit an Bord sind für Industrienetzwerke wichtige Funktionen wie EtherNet/IP, Modbus/TCP und PROFINET. Außerdem verwaltet er bis zu 64 VLANs und beherrscht etwa IGMP snooping, SNMP, QoS oder Port Mirroring.

Moxa will den Switch auf der Automatisierungsmesse SPS IPC Drives Ende November in Nürnberg vorstellen. Er soll 858 Euro kosten. (fkn)

Zuverlässigere Telefonie per SDN

Beim Branchentreffen zu SDN & Openflow im Oktober haben Telefonanbieter, Netzwerkausrüster und Entwickler die zentrale, Software-gestützte Konfiguration von Netzwerken und quelloffene Software in Neuss diskutiert.

Eine der spannendsten Strategien Netzwerke über SDN (Software-defined networking) und Openflow zu regulieren, hat der japanische Telefonanbieter NTT Docomo vorgestellt. Er will in Zukunft seine Serverkapazitäten per SDN verwalten, um im Fall einer Naturkatastrophe 25 Prozent aller Telefonate vermitteln zu können. Hierzu verlangsamt der Konzern weniger wichtigen Datenverkehr temporär oder leitet Gespräche um. Bei der von einem Tsunami verursachten Naturkatastrophe in Japan im Jahr 2011 gelangen nur noch 5 Prozent der Telefonate aufgrund von Netzüberlastungen.

Ein weiteres Beispiel nannte NEC. Laut Kazuya Hashimoto können Netzwerkausrüster über SDN und Openflow den Internet-Anbietern Funktionen wie die Beschleunigung von Videostreams, Inhaltsfilterung, Firewalls oder Jugendschutzfilter einfacher bereitstellen.

Jim Zemlin, der Chef der Linux Foundation, die die SDN-Software OpenDaylight betreut, kritisierte jedoch, dass derzeit die Telefon-Firmen vor allem Open-Source-Software einsetzen, sich aber nicht an den Projekten beteiligen. Er forderte daher, dass die Unternehmen ihre internen Weiterentwicklungen an die Open-Source-Community weiterreichen. (fkn)

Netzwerk-Notizen

D-Link veröffentlicht mit dem DIR-818LW einen günstigen Dualband-Router. Das 80 Euro teure Gerät überträgt leider nur 433 MBit/s brutto im 5-GHz-Band und simultan 300 MBit/s brutto im 2,4-GHz-Band. Es bietet ein Gastnetz und den Fernzugriff aus dem Internet auf eine externe Festplatte.

Asustor führt vier Netzwerkspeicher für Firmen ein: Die NAS-Modelle AS7009RD(X) und AS7012RD(X) arbeiten mit einer Core-i3- oder Xeon-CPU und 4 GByte RAM, besitzen 4 Gigabit-Ethernet-Ports und nehmen bis zu 9 oder 12 Platten auf, auch 6-TByte-Modelle.

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