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Firmware-Update beschleunigt SSD 840 Evo wieder

Kürzlich gestand Samsung ein Problem mit der SSD 840 Evo ein: Beim Lesen mancher älterer Dateien sinkt die Leserate auf unter 30 MByte pro Sekunde – normal sind mehrere Hundert MByte/s. Das Problem betrifft nur die Evo-Version der SSD 840 und nur Dateien, die vor langer Zeit erstmals geschrieben wurden. Kopiert man die Dateien um, steigt die Lesegeschwindigkeit wieder auf den normalen Wert.

Mittlerweile steht die „SSD 840 EVO Performance Restoration Software“ für Windows zum Download (siehe c’t-Link unten) bereit; selbst bootende ISO-Images für Linux-Systeme und Macs sollen folgen. Das Tool spielt nicht nur die neue Firmware auf, sondern untersucht auch die gespeicherten Dateien. Je nach Größe der SSD und Alter der gespeicherten Daten kann die Optimierung mehrere Stunden dauern, warnt Samsung. Bei unserem 256-GByte-Exemplar war die Prozedur schon nach wenigen Minuten erledigt. Bei manchen PCs kann es nötig sein, den SATA-AHCI-Treiber von Microsoft einzuspielen. Nach dem Update lag die Transferrate auch bei älteren, lange nicht angefassten Dateien beim Kopieren auf eine andere SSD im üblichen Bereich von rund 400 MByte/s. (ll)

Cloud-Backup für Firmen

Die Firma TeamViewer ist für ihre gleichnamige Software zum Fernzugriff auf Windows-Desktops bekannt. Nun verkauft sie auch Cloud-Backups für Firmenrechner: Airbackup läuft unter Windows ab XP, Windows Server und Mac OS X ab 10.6 und kopiert Daten verschlüsselt auf Server in Deutschland. Airbackup kann Verzeichnisse, Netzwerkfreigaben und den Windows-Systemstatus sichern, aber auch Exchange- und SQL-Server sowie MySQL-Datenbanken. Die Backup-Clients lassen sich auf Wunsch durch eine zentrale Management-Instanz fernsteuern. Kunden können ein eigenes Passwort zur lokalen Verschlüsselung der Backup-Daten einrichten.

TeamViewer verkauft Airbackup in drei Preisstufen, nämlich für 20, 30 oder 60 Euro monatlich. Die Zahl der gesicherten Rechner ist unbegrenzt, die Unterschiede liegen bei der Menge der gespeicherten Daten (50/100/250 GByte) sowie die Aufbewahrungszeit (30/60/90 Tage). Die Frist läuft jeweils ab der letzten Sicherung.

Das Backup erfolgt inkrementell und mit Deduplizierung, was die übertragenen Datenmengen überschaubar machen soll. Images kompletter Partitionen legt Airbackup nicht an. Das Angebot konkurriert mit anderen Cloud-Backup-Diensten wie Backblaze, Carbonite, Acronis Backup to Cloud und Mozy. (ciw)

Neue OpenStack-Version „Juno“

Ein halbes Jahr nach OpenStack „Icehouse“ kommt die Version 2014.2 namens Juno. Bei den drei Basiskomponenten Nova (Compute-Server), Glance (Images für Nova-Maschinen) und Keystone (Identity Management/Authentifizierung) gab es eine Fülle von Verbesserungen und neuen Funktionen. Dazu gehören Netzwerkvirtualisierung (Network Functions Virtualization, NFV) und ein Treiber, über den Nova direkt mit dem „Bare Metal“-Management-Dienst Ironic spricht. Verbessert wurden Treiber für Docker und Libvirt.

Keystone lässt sich besser in bestehende Authentifizierungssysteme integrieren und kann mehrere Backends gleichzeitig nutzen. Der Object-Storage-Dienst Swift arbeitet mit Policies, die etwa Datenverteilung, Replikation und Tiering festlegen. Der Netzwerkdienst Neutron lernt L3-Hochverfügbarkeit. (ciw)

Robustes Xeon-Mainboard

Für Intels jüngsten Xeon für Server und Workstations fertigt Fujitsu das Mainboard D3348-B mit dem Chipsatz C612. Mit einem Xeon E5-1600 v3 oder E5-2600 v3 sind bis zu 128 GByte ECC-Hauptspeicher möglich. Das rund 290 Euro teure Mainboard läuft auch mit einem Core i7-5800 oder Core i7-5900, dann aber ohne ECC-Funktion. Fujitsu betont, dass das D3348-B auch für kontinuierlichen Dauerbetrieb mit einem 160-Watt-Prozessor ausgelegt ist.

Fujitsu verzichtet auf Zusatzchips für USB 3.0 oder SATA, macht aber fast alle integrierten Ports des C612 zugänglich: 2 × USB 3.0 in der ATX-Blende, ein Frontpanel-Anschluss für USB 3.0 und zehn SATA-6G-Buchsen. Bis zu sieben PCI-Express-Karten lassen sich einstecken, davon können zwei PCIe 3.0 x16 nutzen. Zwei weitere Slots sind mit je vier PCIe-3.0-Lanes beschaltet, einer mit vier PCIe-2.0-Lanes vom Chipsatz. Zu den beiden blauen x8-Steckfassungen führt bloß je eine PCIe-2.0-Lane.

Über einen der beiden Gigabit-Ethernet-Ports lässt sich die Intel-Fernwartung AMT 9.1 für Server nutzen; ein separater Baseboard Management Controller (BMC) fehlt. (ciw)

Wasser als Kältemittel

In Feldkirchen läuft die Serienfertigung neuer Kältemaschinen für Kühlungs- und Klimaanlagen an, die Wasser als Kältemittel verwenden. Sie eignen sich für Rechenzentren, Bürogebäude und können herkömmliche Kältemaschinen überall dort ersetzen, wo Kühlmitteltemperaturen oberhalb des Gefrierpunkts nötig sind.

Der eChiller verzichtet auf klimaschädliche oder brennbare Medien, eine Mikroturbine aus hochfestem Material verdichtet den Wasserdampf, der als Kältemittel R 718 genannt wird. Beim 750 Kilogramm schweren Modell eChiller 45 mit 45 kW Kälteleistung beträgt die Eintrittstemperatur 22 °C und die Austrittstemperatur 16 °C. Die eChiller-Technik hatte der Klimatechnik-Spezialist Stulz schon auf der CeBIT 2013 als Cyber Blue angekündigt. (ciw)

Verschlüsselte USB-Festplatte mit Lösch-Automatik

Ab 240 Euro gibt es unter anderem bei ARP Datacon und Dell die USB-3.0-Festplatte Datalocker DS3, die Daten per AES256 verschlüsselt speichert – unabhängig von PC und Betriebssystem. Das bis zu 18 Zeichen lange Passwort gibt man bei der DS3 über einen Touchscreen ein. Auf Wunsch löscht die externe Festplatte sämtliche Daten, wenn mehrere falsche Passwörter eingetippt wurden: Sie verwirft dann den internen, geheimen Schlüssel. Eine teurere Version besitzt einen zusätzlichen Kryptochip, der nach FIPS 140-2 arbeitet. Die neue 2-TByte-Version der Platte kostet rund 540 Euro.

Noch sicherer sollen die „SecureDrives“-SSDs der britischen Firma Pangaea Media gespeicherte Daten vernichten, nämlich durch physische Zerstörung der Flash-Chips. Das soll sich auch aus der Ferne per Mobilfunk auslösen lassen. SecureDrives werden von CardWave vertrieben, Preise sind unbekannt. Die Technik stammt von einer polnischen Firma namens Cautela Technology. (ciw)

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