Das Recht am eigenen Code

Contributor License Agreements: Mehr Flexibilität zwischen Entwicklern und Open-Source-Projekten

Wissen | Recht

Zu großen Open-Source-Projekten wie dem Linux-Kernel steuern Tausende Programmierer ihren Code bei. Entwicklervereinbarungen legen fest, welche Rechte sie dabei an ihrem Code behalten, welche Verpflichtungen und Haftungsrisiken sie eingehen und welche Möglichkeiten sich für die Projektverantwortlichen eröffnen.

Aktuelle Entwicklungen wie App Stores, neue Netzwerkdienste und Patentkriege stellen Open-Source-Projekte immer wieder vor neue Herausforderungen. Programmcode lässt sich sehr schnell an neue Erfordernisse anpassen, bei Softwarelizenzen sieht es anders aus: Wollte beispielsweise Linus Torvalds den Linux-Kernel unter eine andere Lizenz als die bisher verwendete GPLv2 stellen, müsste er Tausende Kernel-Entwickler um Erlaubnis fragen. Entwickler, die Code zu einem Open-Source-Projekt beitragen, erlauben nämlich lediglich, dass ihre Beiträge zusammen mit dem Projekt unter der aktuellen Lizenz verbreitet werden. Alle Rechte am Code verbleiben bei den Entwicklern, sodass dem Projekt andere Nutzungen ohne Zustimmung jedes einzelnen Entwicklers verwehrt sind.

Zwei Arten von Vereinbarungen, die Rechte und Pflichten von Entwicklern und Projekten festlegen, wollen hier Abhilfe schaffen. Entwickler-Rahmenvereinbarungen (Committer Agreements) regeln die Umstände eines Projektbeitrags. Ein Entwickler bestätigt vor allem, dass sein Code die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, um in das Projekt aufgenommen und an Anwender lizenziert zu werden. Dazu gehört, dass der Entwickler die Urheberrechte am Code besitzt und dass der Code nicht von Software abgeleitet ist, die unter einer inkompatiblen Lizenz steht. ...

Sie möchten wissen, wie es weitergeht?

Als c't-Plus-Abonnent gratis lesen

Anmelden als c't-Plus-Abonnent

weiterführende Links