Die neuen Reader

E-Book-Reader ab 60 Euro im Test

Test & Kaufberatung | Test

Amazons neuer Kindle Voyage muss sich gegen interessante Konkurrenten behaupten. Die Reader von Kobo, Pocketbook und Tolino punkten mit wassergeschützten Gehäusen, großen Displays und mehr Flexibilität beim Bücherkauf.

Wer Bücher liest, braucht einen E-Book-Reader. Sie sind praktischer als Papierbücher, können Hunderte E-Books gleichzeitig speichern und haben den Shop für neuen Lesestoff gleich mit eingebaut. Tablets laufen sie locker den Rang ab, weil sie perfekt fürs Lesen optimiert sind: Sie haben längere Laufzeiten, sind leichter und haben lesefreundliche Displays.

Video: Achim Barczok, Mobilressort

Zwar sehen auf den ersten Blick alle E-Book-Reader gleich aus. Doch die Unterschiede könnten kaum größer sein: Wer genau hinschaut, entdeckt auf dem einen grobe Pixel, auf dem anderen dunkle Schatten, wenn er die Display-Beleuchtung einschaltet. Einige Reader kann man ins Wasser werfen, mit anderen Musik hören. Mal blättert man durch Klopfen auf die Rückseite, mal muss man dazu sanft auf den Rahmen drücken. Und ob sich ein E-Book überhaupt auf einem Lesegerät öffnet, hängt davon ab, bei welchem Händler man das Buch gekauft hat. Es lohnt sich also, die aktuelle Reader-Generation genau unter die Lupe zu nehmen.

Insgesamt acht E-Book-Reader mussten sich für unseren Test im c’t-Labor messen lassen. Von Amazon haben wir neben dem Kindle Voyage den neuen Einsteiger-Kindle mit Touchscreen (im folgenden Kindle 2014 genannt) ins Testfeld aufgenommen, aber auch den Kindle Paperwhite aus dem Vorjahr. Ihn verkauft Amazon weiterhin als günstigere Alternative zum Voyage. Kobos neues Spitzenmodell heißt Aura H2O, außerdem haben wir den günstigeren Kobo Aura berücksichtigt. Aus dem großen Geräte-Zoo von Pocketbook haben wir uns die zwei interessantesten ausgesucht: das handliche Pocketbook Sense und das riesengroße Inkpad. Tolino, die Allianz aus Buchhändlern, ist Amazon mit ihren Readern in kürzester Zeit in puncto Marktanteil dicht auf die Pelle gerückt, das neue Reader-Modell heißt Tolino Vision 2.

Shoppen und syncen

Am liebsten möchte man direkt auf dem Reader Bücher kaufen und gleich lesen. Das klappt inzwischen auf allen Lesegeräten, weil sie per WLAN auf die E-Book-Shops der Hersteller zugreifen. Doch beim Komfort gibt es große Unterschiede. Am einfachsten kauft und sortiert man seine E-Books auf dem Kindle. Für alle Bücher gibt es Leseproben, und Fehlkäufe können 14 Tage lang zurückgegeben werden. Hat man seinen Reader mit einem Amazon-Konto verknüpft, stellt er alle bisher bei Amazon gekauften E-Books zum Download zur Verfügung, inklusive Markierungen, Lesezeichen und aktuellem Lesefortschritt. Dadurch hat man immer ein Backup zur Hand und hat beim Wechsel zu einem neuen Gerät sofort seine ganze Bibliothek im Gepäck. Ist der Reader mal nicht in Griffweite, liest man mit der Kindle-App auf dem Smartphone, dem Tablet oder auf dem PC weiter.

Fast genauso bequem klappt es bei Kobo. Hat man sich einmal auf dem Kobo-Reader registriert, lädt er die bei Kobo gekauften E-Books samt dem aktuellen Lesefortschritt herunter und man liest in den Kobo-Apps genauso komfortabel auf Mobilgeräten und dem Desktop-PC weiter. Das Synchronisieren empfanden wir aber als hakeliger als bei Amazon: Es dauerte länger und bisweilen klappte das Übertragen von Notizen nicht, auch kann man keine E-Books aus anderen Quellen abgleichen. Kobo erzwingt als einziger Hersteller ein Nutzerkonto: Ohne Konto bei Kobo oder Facebook kann man den Reader nicht einrichten, und beim Entfernen des Kontos wird der gesamte Reader zurückgesetzt.

Auf Tolino-Readern ist der Shop desjenigen Tolino-Partners installiert, bei dem man das Gerät erworben hat; zur Auswahl stehen also Bertelsmann, Weltbild, Thalia, Hugendubel und ebook.de. Mit den Shops der anderen Partner kann man ihn aber über die von der Telekom bereitgestellte Tolino Cloud (25 GByte) verbinden. Die anderen Shops sind dann zwar nicht direkt auf dem Gerät verfügbar, man kann aber beispielsweise am PC ein Buch bei ebook.de kaufen, das dann über die Cloud mit einem „Thalia-Tolino“ synchronisiert wird.

Außerdem kann man E-Books und Dokumente aus ganz anderen Quellen vom Reader aus per WLAN in die Cloud laden, und anders als bei Kindle und Kobo synchronisiert Tolino auch bei ihnen Notizen und den Lesefortschritt. Einziger Schwachpunkt: Die Shop-Oberfläche lädt bisweilen recht langsam. ...

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Die neuen Reader

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c't 25/2014, Seite 98 (ca. 8 redaktionelle Seiten)
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Artikel-Vorschau
  1. Shoppen und syncen
  2. Unterschiedliche Formate
  3. Ergonomie, elektronische Tinte
  4. Leselampen, Laufzeiten
  5. Fazit
  6. Reader mit Epub und Adobe DRM
  7. Reader mit Epub und Adobe DRM
  8. So testen wir Reader
  9. Amazons Kindle-Serie
  10. Grundlagen E-Reader-Technik

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Hintergründe zum Testverfahren von E-Book-Readern – Die neuen Reader

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Infos zum Artikel

Kapitel
  1. Shoppen und syncen
  2. Unterschiedliche Formate
  3. Ergonomie, elektronische Tinte
  4. Leselampen, Laufzeiten
  5. Fazit
  6. Reader mit Epub und Adobe DRM
  7. Reader mit Epub und Adobe DRM
  8. So testen wir Reader
  9. Amazons Kindle-Serie
  10. Grundlagen E-Reader-Technik
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