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PDF-Erzeuger: Office-Export, Office-Add-ins und universelle PDF-Drucker

Test & Kaufberatung | Test

Seit Microsoft Office und OpenOffice den PDF-Export selbst in die Hand nehmen, müssen sich eigenständige PDF-Konverter neue Nischen suchen. Manche bekommen das gut hin und locken mit Zusatzfunktionen, die Zeit sparen oder bessere Qualität liefern.

Nahezu jede gängige Grafik- und DTP-Software sowie die großen Office-Programme exportieren ihre Inhalte mittlerweile direkt ins PDF-Format. Eigenständige PDF-Konverter bieten praktische Zusatzfunktionen, bessere Qualität oder sparen schlicht Zeit. Zum Test trafen sich Adobe Acrobat, Corel PDF Fusion, PDF24 Creator von Geek Software, PDFCreator von pdfforge, PDF-XChange von Tracker Software, Nuance Power PDF und Gotomaxx PDFmailer. Den Abbyy PDF Transformer haben wir nicht separat getestet, da er nur eine leicht modifizierte Version von PDF-XChange nutzt.

Prinzipiell gibt es zwei PDF-Varianten, eine statische und eine interaktive. Erstere entsteht via Drucken-Menü direkt aus dem PostScript-Datenstrom einer Anwendung. Dabei werden nur erkennbare Links wie www, ftp, http oder E-Mail-Adressen in sogenannte pdfmark-Anweisungen umgesetzt. Für diese statische Variante genügt ein universeller PDF-Erzeuger, der sich als Drucker im System installiert, siehe Tabelle auf Seite 146. PDFCreator, PDF24 Creator und PDFmailer sind Programme dieser Art. Sie haben den Vorteil, aus jeder Anwendung heraus PDF erzeugen zu können. Dafür muss man allerdings in Kauf nehmen, dass die meisten hinterlegten Dokumenteigenschaften auf der Strecke bleiben. Nur PDF-XChange lässt sich mit Hilfe von Formatierungs-Mustern darauf trimmen, Überschriften in beliebigen Dokumenten zu erkennen und daraus ein Inhaltsverzeichnis zu fertigen.

Interaktive PDFs

Die zweite Art, das interaktive PDF, kann diverse Arten von Links, also Lesezeichen, Fußnoten, Querverweise oder Web Links enthalten. Außerdem lassen sich darin Videos, Formularfelder mit Berechnungen, Skripte und sogar 3D-Objekte unterbringen, die man im Adobe Reader zerlegen oder animieren kann.

Um solche nicht druckbaren Objekteigenschaften umzusetzen, muss der Konverter das Ursprungsformat mitsamt dessen Formatierungen verstehen – wozu nur die nativen PDF-Exportfunktionen oder eigens entwickelte Add-ins in der Lage sind. Acrobat, PDF-XChange, Power PDF und PDF Fusion installieren zusätzlich zum PDF-Drucker auch Add-ins für Microsoft Office. Power PDF und Acrobat wandeln sogar Word- in PDF-Kommentare, ignorieren aber Korrekturanweisungen wie Durchstreichen oder Unterstreichen. PDF-XChange klinkt sich noch in Visio und Publisher ein, Acrobat bestückt auch AutoCAD.

Formularfelder wandelt enttäuschenderweise keiner der Kandidaten in ausfüllbare PDF-Felder. Nur OpenOffice beherrscht das zumindest im Ansatz und rettet einfache Text-, Auswahl- und Listenfelder in die PDF-Welt. Formatierungen, Berechnungen oder Plausibilitätsprüfungen bleiben auf der Strecke und müssen mit einem PDF-Editor nachträglich ergänzt werden. ...

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c't 25/2014, Seite 140 (ca. 6 redaktionelle Seiten)
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Artikel-Vorschau
  1. Interaktive PDFs
  2. Zeit gespart
  3. Drucktauglich
  4. Sonderfall Mac
  5. Acrobat Professional
  6. PDF-XChange Standard
  7. PDF24 Creator
  8. PDFCreator
  9. PDF Fusion
  10. PDFmailer Professional
  11. Power PDF Advanced
  12. Fazit

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