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Amazon Fire TV Stick und ein Update

Während Amazons Settop-Box Fire TV gegen Apple TV & Co. antritt, nimmt der zunächst für die USA angekündigte Fire TV Stick Googles günstigen HDMI-Stick Chromecast aufs Korn. Für 39 US-Dollar (Prime-Kunden konnten den Stick sogar für nur 19 Dollar vorbestellen) bekommt man eine zum HDMI-Stick abgespeckte Version des Fire TV.

In Amazons HDMI-Stick steckt ein Dual-Core-ARM-SoC nebst 1 GByte RAM. 8 GByte Flash-Speicher dienen zum Puffern von Inhalten sowie zum Speichern von Apps und Spielen. Wie beim Fire TV handelt es sich dabei um angepasste Versionen der Android-Apps aus dem Amazon App Shop. Allerdings wird man aufgrund der schwächeren Hardware gegenüber dem Fire TV einige Abstriche hinnehmen müssen. Amazon spricht beim Fire TV Stick wohlweislich von „Casual Games“ und beim Fire TV von „High Performance Games“. Auch bei den Schnittstellen hat Amazon gespart: Wie beim Chromecast fehlen ein Ethernet-Anschluss sowie eine separate digitale Audioschnittstelle, sodass der Ton nur über HDMI ausgegeben wird.

Im Unterschied zu dem Google-Stick, der sich nur direkt über Apps und den Chrome-Browser mit Videos, Musik und Bildern beschicken lässt, liegt dem Fire TV Stick eine Fernbedienung bei, mit der man in der Bedienoberfläche navigieren und Casual Games steuern kann. Die Fernbedienung sieht zwar auf den ersten Blick wie die des Fire TV aus, doch ein entscheidender Knopf fehlt: die Mikrofontaste zur Sprachsuche. Zwar unterstützt der Fire TV Stick die durchaus robuste Sprachsuche, allerdings nur per App oder mit der optional für 30 US-Dollar erhältlichen Fire TV Remote der Settop-Box.

Von Amazons Fire Tablets und dem Fire Phone lassen sich darüber hinaus Videos und Musik auf den Stick schubsen und von Miracast-fähigen Mobilgeräten der gesamte Bildschirminhalt auf den Fernseher bringen.

Abgesehen von den oben genannten Einschränkungen bietet der HDMI-Stick jedoch denselben Funktionsumfang wie das Fire TV. In den USA will Amazon den Fire TV Stick ab dem 19. November ausliefern. Für Deutschland sind bislang weder ein Starttermin noch Preise bekannt.

Mit der Firmware-Version 1.4 hat Amazon weitere Funktionen für die seit Oktober in Deutschland erhältliche Streaming-Box Fire TV freigeschaltet. Wichtigste Neuerung ist die Öffnung des Musikbereichs. Ab sofort können Kunden auf ihre über Amazon digital oder als CD gekauften Titel zugreifen – Letzteres nur, wenn es sich um „AutoRip“-CDs handelt. Zusätzlich bietet Amazon einen kostenfreien Cloud-Speicher, in den man bis zu 250 Titel gratis hochladen kann; eine Erweiterung des Speichervolumens ist im monatlichen Abonnement möglich. Der Fotobereich wurde ebenfalls überarbeitet. Hier lassen sich Fotos aus der Cloud anzeigen, die man zuvor über die App „Amazon Cloud Drive Photos“ unter iOS oder Android hochgeladen hat.

Parallel zu dem Update tauchte die schon zum Start des Fire TV angekündigte App für die Video-Flatrate Netflix auf. Damit lässt sich das Netflix-Abo nun auch über Amazons Settop-Box nutzen. Die praktische Sprachsuchfunktion über die Bluetooth-Fernbedienung bleibt allerdings Amazons hauseigenen Diensten vorbehalten. (vza/sha)

Pinnacle Studio 18 jetzt mit 64-bittigem Unterbau

In Version 18 setzt Corel Pinnacle Studio auf einen 64-Bit-Unterbau und verspricht einen verbesserten Videobearbeitungsablauf. Pinnacle Studio 18 tritt in drei Versionen an, die maximal 6 (Pinnacle Studio, 60 Euro), 24 (Pinnacle Studio Plus, 100 Euro) oder in der Ultimate Edition unbegrenzt viele Videospuren auf die Zeitleiste bringen. Per Direkt-Aufzeichnung des Bildschirms erstellt man etwa Schulungsvideos oder Präsentationen. Die Ultimate-Version verarbeitet jetzt auch Videomaterial in Sonys XAVC-S-Format (HD und 4K) und verspricht Zeitersparnis durch Smart-Encoding auch für 4K-Material.

Pinnacle Studio 18 soll schneller rendern, eine flüssigere Darstellung beim Durchfahren der Zeitleiste bieten und ein durchgängiges Audio-Scrubbing erlauben.

Clips und Objekte auf der Zeitleiste lassen sich zu Gruppen zusammenfassen. Per Rechtsklick schließt Pinnacle Studio Lücken in der Timeline.

Die Ultimate-Variante kommt mit einer prall gefüllten Effekt- und Überblend-Ausstattung, die auch hochwertige Effekte von New Blue enthält. Ein Stabilizer beruhigt Aufnahmen; für Ton steht ein neues Werkzeug zum Entrauschen zur Verfügung.

Corel Pinnacle Studio 18 ist auch als Download erhältlich. Besitzer von Avid Studio oder Pinnacle Studio ab Version 9 erhalten das Programm zum Update-Preis und sparen 30 Prozent gegenüber der Vollversion. (uh)

„Disney Movies Anywhere“: Partnerschaft mit Google

Bisher profitierten hauptsächlich iOS-Nutzer in den USA von Disneys digitalen Filmdienst „Disney Movies Anywhere“: Sie konnten ihre auf DVD, Blu-ray oder digital bei Disney gekauften Filme von Disney, Marvel und Pixar auch über iTunes oder den Webbrowser streamen. Nun hat Disney auch Google ins Boot geholt, sodass die Nutzer die Filme wahlweise kostenfrei über iTunes, Google Play oder über den Webbrowser streamen können. Das gilt nicht nur für DVDs und Blu-ray Discs mit Digital Copy Code, sondern auch für Disney-Filme, die direkt bei iTunes oder Google Play gekauft wurden.

All das erinnert an die geräteübergreifende Video-Plattform UltraViolet der Allianz DECE (Digital Entertainment Content Ecosystem), mit der Hollywood-Studios und Unterhaltungsunternehmen eine branchenübergreifende Lösung schaffen wollten. Disney geht aber lieber eigene Wege, um seinen reichhaltigen Katalog digital zu vermarkten. Das Angebot gilt bisher nur für die USA; ob und wann der Dienst auch hierzulande verfügbar sein wird, ist nicht bekannt. (vza)

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