Trends & News | News

Windows-Treiber legt viele USB-RS-232-Adapter lahm

Wandlerplatinen zur Anbindung serieller Ports an USB kommen bei vielen Elektronikbastlern zum Einsatz. Sie eignen sich etwa zur Mikrocontroller-Programmierung von Windows-PCs aus, die nur USB-Ports besitzen. Ein automatisches Treiber-Update für Wandlerchips der schottischen Firma FTDI hat nun viele USB-Seriell-Adapter lahmgelegt, die mit angeblich gefälschten Chips bestückt sind. Mittlerweile hat FTDI den via Windows Update verteilten Treiber allerdings zurückgezogen und arbeitet an einer neuen Version.

Future Technology Devices International (FTDI) verkauft seit Jahren USB-Seriell-Wandler-Chips wie den FT232RL. Treiber dafür sind in viele Betriebssysteme und Embedded-Firmwares integiert. Während jedoch ein einzelner FT232RL über 3 Euro kostet, bekommt man bei eBay für weniger Geld komplette Wandlerplatinen. Einiges deutet darauf hin, dass auf vielen davon nachgeahmte FTDI-Chips sitzen.

Der mittlerweile zurückgezogenen Windows-Treiber 2.12.00 setzt diese Fake-Chips außer Gefecht, indem er ihre USB Product ID (USB-PID) von 0x6001 auf 0x0000 ändert. Die Vendor-ID (VID) bleibt bei 0x0403, der Kennung von FTDI. Trotzdem funktioniert der RS-232-Adapter nun nicht mehr, weil ihn Windows und andere Betriebssysteme nicht mehr erkennen. Unter Windows kann man sich selbst helfen, indem man die .INF-Datei des FTDI-Treibers anpasst. Eine Anleitung finden Sie über den c’t-Link. (Carsten Meyer/ciw)

Lüfterlose NUC-Gehäuse

Dem Mini-PC NUC DN2820FYKH gönnt Intel zwar nur den schwachbrüstigen Atom-Celeron N2820, verkauft ihn aber auch für bloß 120 Euro. Leider steckt ein Lüfter drin. Auf den lässt sich verzichten, wenn man die NUC-Innereien in das maßgeschneiderte Aluminiumgehäuse Newton L von Akasa umtopft: Es leitet die Abwärme auf Kühlrippen. In das 50 Euro teure Gehäuse passt noch ein 2,5"-Laufwerk hinein. Für die schnelleren und teureren NUCs mit Core i3-4010U und Core i5-4250U gibt es das Akasa Newton X für 70 Euro. Auch für bestimmte Thin-Mini-ITX-Mainboards hat Akasa lüfterlose Gehäuse entwickelt, darunter das 80 Euro teure Euler T. (chh)

Embedded-Notizen

ARM erweitert das Angebot an internen Verbindungsverfahren für SoC-Rechenwerke: Die CoreLink-Familie Cache Coherent Network (CCN) bekommt zwei neue Mitglieder. CCN-512 kann bis zu 48 ARM-Cores in 12 CPU-Clustern mit 1,8 TBit/s verknüpfen. Vorgesehen sind dabei ein L3-Cache mit maximal 32 MByte sowie Speicher-Controller für ein bis vier Kanäle mit DDR3- oder DDR4-SDRAM, auch mit ECC. CCN-502 ist für SoCs mit bis zu 16 Kernen gedacht und belegt 70 Prozent weniger Chipfläche als das ältere CCN-504.

Freescale verkauft für 170 US-Dollar ein Sensor Fusion Development Kit mit einem Kinetis-Microcontroller (K64) und Bluetooth-Sensoren. Es soll den Einstieg in die Programmierung mit der Sensor-Fusion-Software erleichtern, die Freescale jetzt als Open Source zur Accelerated Innovation Community (AIC) der MEMS-Industrievereinigung übergibt. Sensor Fusion kombiniert und aggregiert Daten mehrerer Sensoren; so erkennen Smartphones beispielsweise, ob ihr Besitzer spaziert, rennt oder rastet.

Artikel kostenlos herunterladen

weiterführende Links

Anzeige
Anzeige