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5K-Monitor mit farbstarkem 27-Zoll-Panel

Bereits vor einigen Monaten hatte Dell einen 5K-Monitor angekündigt. Die Markteinführung des 5K-Displays oblag aber nicht Dell, sondern Apple: In den Genuss von 5120 × 2880 Bildpunkten kommt man bisher nur mit dem neuen 27-Zoll-iMac.

Dell zieht nun nach und bietet den UP2715K genannten 5K-Monitor zur Vorbestellung an. Wie US-Medien berichten, soll der 27-Zöller ab dem 18. Dezember für unter 2000 US-Dollar weltweit erhältlich sein. Bislang wird der Monitor auf der Dell-Webseite noch mit 2500 Dollar gelistet, doch offenbar musste Dell auf Apple reagieren: Der iMac kostet ebenfalls 2500 Dollar, in ihm steckt aber zusätzlich ein Quad-Core-Rechner.

Die 5K des UP2715K klingen im Vergleich zu herkömmlichen 4K-Monitoren (3840 × 2160 Bildpunkte) nur nach einer moderaten Steigerung. Tatsächlich steigt die Pixelanzahl aber von 8,3 auf 14,7 Millionen. Der UP2715K nutzt wie der iMac ein IPS-Panel, dürfte also ähnlich große Einblickwinkel erlauben. Es gibt aber einige Unterschiede: Die Oberfläche des UP2715K ist entspiegelt, außerdem nutzt Dell ein Wide-Color-Gamut-Display, weshalb der 27-Zöller sehr satte Rot- und Grüntöne anzeigen dürfte. Den Kontrast beziffert Dell auf 1000:1 – ein guter Wert für IPS-Panels.

Der UP2715K hat einen USB-3.0-Hub mit fünf Ports, einen Speicherkartenleser und zwei 16-Watt-Lautsprecher von Harman Kardon. Wie bei Dells Office-Monitoren üblich, lässt sich das Dislay neigen, drehen und in der Höhe verstellen. (spo)

Büro-Multifunktionsgeräte für den Direktdruck

Xerox aktualisiert sein Schwarzweiß-Laser-Portfolio mit drei neuen Druckern und Multifunktionsgeräten. Dazu gehören Laserdrucker wie der Phaser 3260 und die Multifunktionsmodelle WorkCentre 3225. Beide eignen sich für kleinere Büros: Sie stellen über WiFi-Direct eine direkte Verbindung zu Mobilgeräten her, auch wenn sonst kein WLAN verfügbar ist. iOS-Smartphones und -Tablets sollen die Drucker über AirPrint erkennen können. Beide Geräte drucken bis zu 28 Seiten in der Minute und lösen 4800 dpi in der Horizontalen und 600 dpi vertikal auf. Der Phaser 3260 kostet rund 210 Euro, das WorkCentre 3225 370 Euro.

Außerdem hat Xerox das Schwarzweiß-Hochleistungsgerät WorkCentre 4265 vorgestellt. Das Multifunktionsgerät druckt und kopiert bis zu 53 Seiten pro Minute, sein schneller Duplex-Scanner soll sogar 70 Bilder pro Minute schaffen. Mit Zusatzfächern lässt sich der Papiervorrat auf maximal 3240 Blatt ausbauen. Einen Preis nannte der Hersteller hierfür noch nicht. (rop)

Aktivitätstracker mit mehr Sensoren

Die US-Firmen Fitbit und Jawbone haben neue Aktivitätstracker angekündigt. Im Vergleich zum Vorgänger UP24 sind in Jawbones UP3-Armband deutlich mehr Sensoren eingebaut: Zusätzlich zum Beschleunigungsmesser gibt es Sensoren für Herzfrequenz, Hautwiderstand und Temperatur. Eine weitere Besonderheit: Das UP3 soll unterschiedliche Aktivitäten – zum Beispiel Laufen und Basketball – unterscheiden können. Bisher gelang das noch keinem Aktivitätstracker zuverlässig. Das UP3 soll noch in diesem Jahr für 180 Euro in die Läden kommen.

Mit dem Up Move bietet Jawbone nun auch einen preisgünstigen Tracker an. Move trägt man nicht ums Armgelenk, sondern befestigt ihn mit einem Clip an der Kleidung. Der lediglich mit einem Beschleunigungssensor ausgestattete Move soll 50 Euro kosten.

Fitbit setzt bei seinen Armbändern Charge (130 US-$), Charge HR (150 US-$) und Surge (250 US-$) dagegen auf rudimentäre Smartwatch-Funktionen: Die beiden günstigen Varianten zeigen den Anrufernamen an, wenn das gekoppelte Smartphone klingelt, das Surge-Modell auch Benachrichtigungen. Das Charge-Band misst die Aktivität ausschließlich mit einem Beschleunigungssensor, Charge HR und Surge haben zusätzlich einen Herzfrequenzsensor eingebaut. Wann die Geräte nach Deutschland kommen, ist noch unklar. (jkj)

Wearable-Wettbewerb: Fliegende Selfie-Kamera, Handprothese, Smart-Handschuh

Deutsche Teams haben bei Intels mit 1,3 Millionen US-Dollar dotiertem Startup-Wettbewerb „Make It Wearable“ abgeräumt: Die Erfinder des intelligenten Handschuhs ProGlove (dritter Platz) kommen allesamt aus Deutschland; die Erstplatzierten vom Selfie-Drohnen-Startup Nixie stammen aus Deutschland, Österreich und Serbien. Den zweiten Platz holte das britische Open Hand Project mit seiner Open-Source-Handprothese aus dem Consumer-3D-Drucker.

Der erste Platz, die Selfie-Drohne Nixie, schmiegt sich ums Handgelenk und fliegt auf Wunsch los, wenn man ein Foto oder Video von sich aus der Vogelperspektive machen will. Ist das Bild im Kasten, kommt Nixie wieder zurückgeflogen. Laut Mit-Entwickler Niedermayr schafft der aktuelle Prototyp eine sichere, autonome Flugdauer von sechs Sekunden. Theoretisch kann die Drohne mit ihrem Akku bis zu zehn Minuten in der Luft bleiben – nach solch langen Flugzeiten ist aber noch nicht sichergestellt, dass Nixie wieder exakt an der Stelle landet, an der sie gestartet ist. Während die Software eine komplette Eigenentwicklung ist, haben die Macher bei der Hardware meist auf Standardbauteile zurückgegriffen. Probleme bereitete der Armband-Mechanismus: Die Drohne muss sich flexibel um den Arm schmiegen und trotzdem stabile Flugeigenschaften haben. Mit dem Preisgeld von 500 000 US-Dollar wollen die Nixie-Macher nun die Entwicklung vorantreiben.

Der ProGlove des deutschen Teams richtet sich an Produktionsarbeiter, die häufig wiederkehrende Handlungen ausführen müssen. ProGlove merkt dank RFID-Technik, ob das richtige Bauteil gegriffen und an der richtigen Stelle eingebaut wurde.

Bei der Open Hand stand nicht die Monetarisierung im Vordergrund. Stattdessen will Erfinder Joel Gibbard die Welt ein bisschen gerechter machen und auch weniger begüterten Menschen den Kauf einer Handprothese ermöglichen: Aktuelle High-Tech-Prothesen kosten fünfstellige Summen, die Open Hand lässt sich für einen Bruchteil herstellen. Herzstück der Prothese ist wie bei allen Erfindungen des Wettbewerbs ein Edison-Board von Intel, die Hand selbst kann mit einem Consumer-3D-Drucker hergestellt werden. Die Prototypen kommen aus einem Lulzbot-Drucker. Baupläne sowie die 3D-Dateien sollen frei veröffentlicht werden. Allerdings ist der Bau nicht ganz einfach, weshalb Erfinder Gibbard auch fertig montierte Prothesen verkaufen will. (jkj)

Microsoft-Aktivitätstracker heiß begehrt

Bei Microsofts Band handelt es sich um einen Aktivitätstracker mit Smartwatch-Funktionen. Es zeigt Anrufe und Benachrichtigungen von gekoppelten iOS-, Android- und Windows-Phone-Geräten an. Den per Sprache gesteuerten Cortana-Assistenten kann man nur mit Windows Phones nutzen.

Allerdings war das von Microsoft überraschend angekündigte „Band“ in den USA schon nach einem Tag ausverkauft – ganz anders als bisherige, wenig erfolgreiche Microsoft-Hardware.

Während Aktivitätstracker meist nur einen Beschleunigungssensor eingebaut haben, bietet das Band etliche zusätzliche Sensoren für Temperatur, Herzfrequenz, GPS, UV-Strahlung und Hautwiderstand. Der integrierte 100-mAh-Akku soll sich in 1,5 Stunden aufladen und 48 Stunden lang durchhalten. Das Touchscreen-Display hat eine Auflösung von 320 × 106 Pixeln. Außer einem Mikrofon ist auch ein Vibrationsmotor eingebaut.

Das Microsoft Band ist in den USA für 200 US-Dollar erhältlich, eine Markteinführung in Deutschland ist bislang nicht geplant. (jkj)

Lichtfeld-Kamera selbst gemacht

Lichtfeld-Kameras sind ein Traum: Erst fotografieren und später in Ruhe den Fokuspunkt festlegen. Und obwohl es mit Lytro seit zwei Jahren einen Hersteller gibt, der Lichtfeld-Kameras anbietet, konnte sich die innovative Technik am Markt bislang√nicht durchsetzen. Den kommerziellen Erfolg der Lichtfeld-Technik will Lytro nun durch ein Entwicklerkit forcieren, mit dem sich eigene Lichtfeld-Kameras entwickeln lassen.

Das Lytro Development Kit (LDK) besteht aus der Hardware – 41-Megaray-Sensor, Objektiv (f/2.0), Schlitzverschluss und Entwicklerboard – sowie Prozess-Software aus Python-API, diversen Skripts, Beispielanwendungen und Desktop-Tools. Dieselbe Hardware steckt auch in Lytros 1600 Euro teurer Lichtfeldkamera Illum. Mit 20 000 Euro ist das LDK allerdings deutlich teurer – zumal die Summe jährlich fällig wird.

Der hohe Preis schränkt die Zielgruppe natürlich erheblich ein, für den gemeinen Bastler ist das nichts. So gehören zu den ersten Kunden die NASA und das US-Verteidigungsministerium. Die NASA will die Lichtfeldtechnik künftig in Erkundungsfahrzeugen auf fremden Planeten einsetzen. Das Verteidigungsministerium möchte mit dem LDK bestehende Nachtsichtgeräte verbessern. (axk/uk)

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