Riesenbild für wenig Geld

Günstige Fernseher getestet und mit einfachen Mitteln optimiert

Test & Kaufberatung | Test

1,40 Meter Bildschirmdiagonale für 700 Euro? Das gibts tatsächlich – und das sieht sogar gut aus. Obendrein beherrschen die aktuellen Billig-TVs sogar 3D, Streaming und die Bedienung per Smartphone. Wir haben bei acht Geräten geprüft, ob es Haken gibt – und wie man ihnen aus dem Weg gehen kann.

Es wird nicht mehr lange dauern, da sucht man den Fernseher nicht mehr nach dem Loch in der Schrankwand aus, sondern ersetzt das olle Ding gleich komplett durch eine Flimmerkiste. LCD statt Gelsenkirchener Barock: Von der Größe her dringen die Hersteller so langsam in Komplettwanddimensionen vor. Alles ab einer Diagonale von 65 Zoll (1,65 Meter) ist zwar immer noch sehr teuer, aber 55-Zoll-Geräte (1,40 Meter) bekommt man schon für 700 Euro. Die 47/48-Zoll-Klasse (rund 1,20 Meter) – früher der ultimative Gigantomanen-Traum – gibt es schon für 450 Euro.

Wir wollten wissen, was solche Billiggeräte taugen – und sind auf Einkaufstour gegangen. Unsere Preisgrenzen waren dabei klar abgesteckt: Die 55er-Modelle durften maximal 800 Euro kosten, die 47er und 48er maximal 550 Euro. Einige Funktionen setzten wir voraus: So musste jedes Gerät einen HD-fähigen Digitaltuner mitbringen (DVB-C und/oder DVB-S2), Videos, Fotos und Musik von USB-Datenträger und aus dem Netzwerk (DLNA-Standard) abspielen sowie den Videotext-Nachfolger HbbTV unterstützen. Letzteres ist bereits „smart“, zumindest nach unserer Definition. Schließlich handelt es sich bei HbbTV um nichts anderes als HTML5-Webseiten. Kann der Fernseher HbbTV, bietet er gewöhnlich auch einen Web-Browser sowie TV-Apps wie Maxdome oder Netflix.

Außerdem erwarteten wir, dass die Fernseher das TV-Programm auf USB-Datenträger aufzeichnen können. Hier wurden wir allerdings aufs Glatteis geführt: Obwohl der 48FZ5633 von Thomson auf der Herstellerseite mit „USB-Recording + Timeshift“ beworben wird, fehlte die Funktion beim von uns gekauften Gerät – und tatsächlich war auch im Datenblatt keine Rede davon. Bei Toshibas 48L3443DG vertrauten wir den Angaben zweier Preissuchmaschinen – doch auch dieses Gerät kann nicht aufzeichnen. Wer bestimmte Funktionen unbedingt benötigt, sollte sich also nicht auf Suchmaschinen, Händlerangaben oder Webshops verlassen; die beste Informationsquelle sind die PDF-Datenblätter im Download-Bereich des Herstellers. ...

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