Moderne Zeiten

Wenn die Telekom trotz Glasfaseranschluss nur DSL 16000 liefert

Wissen | Vorsicht, Kunde

Wer Glück in Sachen Internet-Zugang hat, lebt in einem VDSL-Ausbaugebiet. Wer sehr viel Glück hat, darf sich sogar über FTTH freuen, also einen eigenen Glasfaseranschluss. Blöd nur, wenn die Telekom trotzdem nur eine langsame DSL-Leitung schaltet.

Als Jochen S. Anfang April mit seiner Familie innerhalb von Friedrichsdorf in ein neues Haus zog, sollte das nicht nur mehr Platz für alle bringen, sondern auch eine deutliche Verbesserung der Internet-Anbindung: Das neue Domizil lag nämlich in einem Glasfaser-Ausbaugebiet. FTTH (Fiber to the Home) oder „Giganet“, wie es die Telekom nennt, stellt Downloadraten von bis zu 200 MBit/s und einen Upstream von maximal 100 MBit/s in Aussicht. Das versprach ein deutlich flotteres Surfen als der bis dato in der alten Wohnung genutzte DSL-16000-Anschluss der Telekom.

Damit alles reibungslos klappen sollte, stellte Herr S. am 18. März einen Umzugsantrag beim Kundenservice der Telekom. Zum 10. April sollte sein alter Vertrag erst einmal unverändert umziehen, damit es keine Unterbrechung der Telefon- und Internet-Versorgung gibt. Doch die Dame beim Umzugsservice unterbreitete ihm ein Umsteigerangebot: Am neuen Wohnort sei ja Glasfaser vorhanden, da sei ein klassischer DSL-Zugang nicht mehr möglich. Stattdessen sollte Familie S. „T-Entertain Comfort IP DSL16000 via Glas“ erhalten. In den ersten sechs Monaten werde der Zugang 34,95 Euro kosten, danach seien 39,95 Euro monatlich zu zahlen. Die einmaligen Bereitstellungskosten in Höhe von 69,95 Euro würden zwar berechnet, doch später wieder gut geschrieben, versprach die Beraterin. Hinzu kämen noch einmalig 49,95 Euro für den T-Entertain-Receiver. ...

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