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Stapelbares Micro-ATX-Gehäuse

In das Thermaltake Core V21 passen außer einem Micro-ATX-Mainboard und einem ATX-Netzteil auch große Lüfter, lange Grafikkarten und sogar eine Wasserkühlung. Der Clou des knapp 60 Euro teuren Gehäuses ist die Möglichkeit, mehrere davon übereinanderzustapeln. So lassen sich nicht nur mehrere Rechner platzsparend unterbringen, sondern man kann auch mehrere Gehäuse zu einem einzigen verschrauben.

Die beiden Seitenteile sind austauschbar, sodass jenes mit dem Fenster rechts oder links angebracht werden kann. Das Mainboard lässt sich horizontal oder vertikal orientiert einbauen. Hinter der Frontplatte sitzt ein Lüfter mit 20 cm Durchmesser. Bis zu neun weitere 12-Zentimeter-Ventilatoren lassen sich in die Seiten- und Rückwände sowie in Boden- und Deckplatten einbauen. Das Core V21 ist 32 Zentimeter breit und 43 Zentimeter tief, die Höhe beträgt 34 Zentimeter. (ciw)

Leises 1050-Watt-Netzteil

Seasonic hat ein weiß lackiertes ATX-Netzteil mit 1050 Watt Nennleistung angekündigt, welches bis ungefähr 500 Watt Last geräuschlos arbeiten soll: Erst jenseits davon lässt die Lüfterregelung den Ventilator drehen. Das Snow Silent 1050 (SS-1050XP3F3) ist ab etwa 250 Euro erhältlich.

Der leise Betrieb wird durch eine optimierte Lüfterregelung und niedrige Verluste möglich: Laut Seasonic erfüllt das Snow Silent 1050 die 80-Plus-Platin-Spezifikation und erreicht bis zu 92 Prozent Wirkungsgrad. Bis zu acht Kabel mit sechs- oder achtpoligen Steckern für PCIe-Karten lassen sich anschließen. Seasonic gewährt sieben Jahre Garantie.

Anscheinend liegen weiß lackierte PC-Komponenten derzeit im Trend: Coolergiant verkauft den Prozessorkühler Lepa LV12 nun in einer weißen Version, die hierzulande in begrenzter Stückzahl für 32 Euro bei Alternate erhältlich ist. (ciw)

Profi-Karte mit 24 GByte Speicher

Nvidias neue Rechenkarte Tesla K80 ist ein wahres Performance-Monster und für besonders speicherintensive Anwendungen aus den Bereichen der Öl- und Gasforschung und Datenanalyse gedacht. Sie beherbergt zwei GK210-GPUs und insgesamt 24 GByte ECC-geschützten GDDR5-Speicher – jede GPU kann exklusiv auf 12 GByte zugreifen. Summiert tauschen sie mit 480 GByte/s ihre Daten aus. Bevor Gamer feuchte Augen kriegen: Die Karte ist tatsächlich nur für mathematische Berechnungen via CUDA und OpenCL gedacht und hat keinen Display-Ausgang.

Die Rechenleistung gibt Nvidia mit 2,9 Billionen Gleitkommaoperationen pro Sekunde (TFlops) bei doppelter Genauigkeit an. Die Tesla K80 erreicht diesen hohen Wert allerdings nur im Turbo-Modus (GPU Boost), sonst sind es zirka 1 TFlops weniger. Die GK210-Chips sind weiterentwickelte GK110-GPUs mit doppelt so vielen Registern pro Shader-Cluster und doppelt so großem Shared Memory, was interne Datentransfers beschleunigen soll. Standardmäßig laufen beide GPUs mit lediglich 590 MHz. Zünden sie ihren Turbo, sind bis zu 875 MHz drin. Nvidia gibt die Leistungsaufnahme der Tesla K80 mit 300 Watt an. Einen Preis nannte die Firma nicht. Die Firmen Cray, Dell, HP und Quanta Computer bieten kompatible Server-Systeme an. (mfi)

AMD: Absturz bei Grafikkarten-Verkäufen

Im dritten Quartal 2014 setzten AMD, Nvidia und Matrox 12,4 Millionen Grafikkarten ab. Der große Gewinner ist dabei Nvidia: Die Firma verkaufte 24 Prozent mehr Grafikkarten als im vorherigen Quartal und konnte dadurch ihren Marktanteil auf 71,5 Prozent ausbauen. Im Vorjahreszeitraum lag dieser laut eines Berichts von Jon Peddie Research (JPR) noch bei 64,5 Prozent. AMD muss dagegen kräftig Federn lassen und einen Absatzrückgang von 9,5 Prozent verkraften. Der Marktanteil sank dadurch von 35,4 auf 28,4 Prozent. Die im Profibereich angesiedelte Firma Matrox spielt mit einem Anteil von 0,1 Prozent quantitativ kaum eine Rolle. Insgesamt wurden 8 Prozent mehr Grafikkarten als im Q2 verkauft. In fast jedem zweiten PC-System steckt demnach eine richtige Grafikkarte.

JPR hat weitere Zahlen veröffentlicht, die neben den auf Grafikkarten sitzenden GPUs auch jene in Desktop-Kombiprozessoren zählen (AMD A-Serie, Intel Core-i). Da Nvidia keine CPUs für Desktop-PCs herstellt, liegen AMD und Nvidia dann gleichauf, nämlich bei jeweils 14,1 Prozent Marktanteil. Den Rest des Marktes beherrscht Intel durch seine integrierte Prozessorgrafik (71,8 Prozent). AMD muss auch in dieser Betrachtung einen Absatzeinbruch hinnehmen, nämlich um 2,4 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2014. AMDs Marktanteil lag zu dieser Zeit bei 16,5 Prozent. Nvidia konnte in gleicher Zeit dagegen leicht zulegen (13,6 zu 14,1 Prozent). (mfi)

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