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Günstiges Smartphone mit Windows Phone

Microsofts erstes Lumia-Smartphone unter eigenem Namen nach dem Kauf von Nokia ist nicht etwa ein neues Top-Modell mit fetter Ausstattung, sondern das günstige Einstiegsgerät Lumia 535. Für 119 Euro hat es ein 5-Zoll-Display mit allerdings nur 960 × 540 Punkten und eine Selfie-Kamera mit ungewöhnlich hohen 5 Megapixeln.

Mit 1,2 GHz schnellem Vierkern-Prozessor und 1 GByte Hauptspeicher ist es ausreichend ausgestattet, sofern man High-End-Games meidet. Die übrige Hardware ist dem niedrigen Preis angemessen: Rückkamera mit ebenfalls 5 MP, 8 GByte Flash, MicroSD-Slot, 11n-WLAN, schnelles UMTS, kein LTE. Die Kameras drehen Videos nur in 480p-Auflösung. In Deutschland ist es in Grau, Blau, Weiß, Grün und Orange erhältlich; die Variante mit zwei SIM-Slots kommt wohl nicht nach Deutschland.

Auf Twitter kündigte Microsoft an, für alle Smartphones mit Windows Phone 8 ein Update auf das zukünftige Windows 10 anzubieten. Einen Termin für die Smartphone-Version von Windows 10 hat Microsoft noch nicht genannt, die Desktop-Version erscheint vermutlich frühestens im Herbst 2015. (jow)

Android 5 für Nexus-Geräte samt Root

Google liefert Android 5 für die Nexus-Geräte aus, genauer gesagt für die Smartphones Nexus 4 und 5 sowie die Tablets Nexus 10 und 7 (2012/2013 WiFi; UMTS fehlt noch). Die älteren Nexus-Smartphones bekommen das Update nicht. Die Firmware-Images stehen zum Download bereit (siehe c’t-Link), bei der Installation gehen alle Konfigurationen verloren. Auch die OTA-Updates (Over the Air) hat Google inzwischen gestartet.

Das Smartphone Nexus 6 und das Tablet Nexus 9 (siehe Test auf S. 88) werden direkt mit Android 5 ausgeliefert. Ersteres ist noch nicht lieferbar, kann aber vorbestellt werden – die Auslieferung findet wohl Ende Dezember statt, sie verzögert sich angeblich aufgrund von Software-Problemen.

Auch andere Hersteller haben Android 5 schon fertig. So stellt Nvidia ein Update für das Shield-Tablet bereit. LG hat das OTA-Upload für das G3 und Motorola für einige Moto-Modelle zumindest in den USA gestartet. Sony und Samsung haben Previews für einige Modelle gezeigt.

Gerootet sind die Nexus-Geräte auch schon: Der Android-Entwickler Chainfire hat etwa 10 MByte große Downloads mit Installationsskripten für Windows, Linux und Mac OS bereitgestellt (siehe c’t-Link). Roots haben es laut Chainfire schwerer als bisher, weil Android 5 die Sicherheitserweiterung SELinux intensiver nutze; nicht betroffen seien nur Geräte, bei denen sich der Bootloader wie bei den Nexus-Modellen entsperren lässt.

Einige Tage später veröffentlichte Chainfire die Beta-Version seines Root-Tools SuperSU, das dann doch auch bei gesperrtem Bootloader funktioniert. Es nutzt eine Lücke im Android-Dienst Zygote aus, die Google aber einfach schließen könnte. (jow)

Android-Tablet von Nokia

Smartphones darf Nokia nach dem Verkauf der Mobilfunksparte an Microsoft eine Zeitlang nicht verkaufen, wohl aber Tablets: Und so zeigten die Finnen das Nokia N1, ein 7,9-Zoll-Tablet. Als Betriebssystem kommt weder Windows noch das vom Nokia-Spin-off Jolla gepflegte Sailfish OS zum Einsatz, sondern Android 5 mit dem von Nokia entwickelten Z-Launcher. Das Display zeigt 2048 × 1536 Punkte mit scharfen 324 dpi, der Prozessor ist ein Vierkern-Atom von Intel mit 2,3 GHz. Die USB-Buchse entspricht schon dem neuen verdrehungssicheren Typ C (siehe c’t 22/14, S. 76).

Das N1 soll im Frühjahr erscheinen, und zwar zunächst nur in China für rund 250 US-Dollar. Nokia stellt es nicht selbst her, sondern ein Lizenznehmer. Auch zukünftig wolle Nokia seinen Namen für weitere Produkte lizenzieren, wenn es „passt“. (jow)

Mobil-Notizen

Um die Billig-Notebooks mit Windows Bing zu unterbieten, wollen Asus und Lenovo nächstes Jahr Chromebooks für 150 US-Dollar bringen. Beide sollen ein 11,6-Zoll-Display haben und mit dem ARM-Prozessor Rockchip RK3288 laufen. Der hat vier Cortex-A17-Kerne und einen 4K-fähigen Grafikchip.

Jolla hat per Crowdfunding ein Tablet mit Sailfish OS angeboten. Die nötigen 4000 Vorbestellungen zum Stückpreis von rund 200 US-Dollar kamen innerhalb von gut zwei Stunden zusammen. Das Tablet mit scharfem 8-Zoll-Display, WLAN und Vierkernprozessor soll im Mai 2015 ausgeliefert werden. Bis dahin soll auch Sailfish OS 2.0 fertig sein.

Das Android-Smartphone Galaxy Note Edge mit an einem Rand abgerundeten Display (siehe c’t 21/14, S. 26) kommt nach Deutschland. Im Dezember soll es für 900 Euro mit Top-Ausstattung (5,6-Zoll-Display, Vierkern-CPU, 32 GByte, Kamera mit optischem Stabilisator, Stifteingabe) zu haben sein. Der schmale, auf die rechte Gehäuseseite herunter gebogene Teil des Displays zeigt Benachrichtigungen und Startknöpfe für häufig benutzte Apps.

Das Anfang des Jahres erstmals gezeigte und eigentlich für Oktober versprochene YotaPhone 2 mit E-Ink-Display auf der Rückseite (siehe c’t 7/14, S. 38) soll nun am 3. Dezember präsentiert werden. Der Prototyp hatte ein 5 Zoll großes AMOLED-Display vorne und (damals) aktuelle Hardware. Das Rückdisplay bleibt ständig eingeschaltet, was dank E-Ink keinen Strom kostet.

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