Verschärfte Prüfung

„Blauer Engel“ für Drucker nur nach neuen Vergabegrundlagen

Wissen | Hintergrund

Drucker und Multifunktionsgeräte dürfen ab 2014 nur noch mit dem „Blauen Engel“ werben, wenn sie eine Prüfung nach den aktuellen Vergabegrundlagen RAL-UZ 171 bestanden haben. Dazu müssen die Drucker erstmals auch einen Grenzwert für Ultrafein-Partikel einhalten – für Lasermodelle eine Herausforderung.

Der „Blaue Engel“ gehört zu den bekanntesten Umwelt-Gütezeichen Deutschlands. Viele Einkäufer in Industrie und Verwaltung verlangen, dass seine Vergabekriterien erfüllt werden. Die Kriterien orientieren sich am aktuellen Technikstand und nicht daran, ob viele marktübliche Geräte die Vorgaben erfüllen – Emissionen sollen allgemein möglichst gering ausfallen. Das gilt auch für den Partikelausstoß von Laserdruckern, über deren Schädlichkeit seit Langem gestritten wird [1].

Bislang sah die alte Vergabegrundlage des Blauen Engel, die RAL-UZ 122 nur eine Messung von Teilchen im Mikrometerbereich vor, beispielsweise die Tonerpartikel von Laserdruckern. Tonerstaub blasen aber nur defekte Geräte in die Umgebungsluft. Seit Anfang 2013 müssen alle Druckgeräte, die den verkaufsfördernden Blauen Engel erhalten wollen, die Kriterien der neuen Vergabegrundlage RAL-UZ 171 erfüllen. Die fordert auch eine Prüfung auf nur wenige Nanometer große Teilchen, sogenannte Ultrafein-Partikel (UFP). Nur wenn der Prüfwert von 3,5 × 1011 oder weniger Partikeln bei zehnminütigem Drucken eingehalten wird, gibt es das Umweltzeichen. ...

Sie möchten wissen, wie es weitergeht?

Als c't-Plus-Abonnent gratis lesen

Anmelden als c't-Plus-Abonnent

Anzeige
Artikel zum Thema
Anzeige