Trends & News | News

Interaktive Musikkarte

Die von Google Research anhand der Daten des hauseigenen Musikdienstes Google Play Music erstellte interaktive „Music Timeline“ visualisiert die Entwicklung verschiedener musikalischer Genres über die vergangenen 64 Jahre. Ausgewertet werden die Sammlungen, die die Nutzer als Upload auf Googles Cloud-Dienst gestellt haben. Die Darstellung gibt daher einen Querschnitt aller von Google-Play-Usern hochgeladenen Musiksammlungen wieder.

Klickt man auf ein Genre, zoomt der jeweilige Bereich auf und zeigt Subgenres. In der letzten Zoomstufe finden sich die wichtigsten Künstler, die das Genre charakterisieren. Die Einteilung der Künstler wirft mitunter Fragen auf, dennoch macht es Spaß, sich durch die Zeiten und Musikstile zu klicken. Im unteren Bereich der Seite werden die passenden Albencover angezeigt. Ein Klick darauf führt auf die Webseite von Google Play. Ein direktes Anhören der Titel auf der Timeline ist derzeit nicht möglich.

Die Timeline ist nur eine von vielen interaktiven Infografiken der Big Picture Group. Auf der Projektseite findet sich noch die Digital Attack Map für DoS-Attacken oder die YouTube Trends Map. (sha)

c’t-Remix-Wettbewerb

Bis zum 16. Februar haben Sie noch Zeit, um uns Ihren eigenen Remix des Jazz-Tracks „Game Over“ vom Joachim Kück Trio zu schicken – egal ob Dance-Track, Dubstep, Klang-Collage oder etwas ganz anderes. Alles was Sie dafür brauchen, finden Sie auf der unserer Wettbewerbsseite unter

www.ct.de/remix

Für Remix-Einsteiger hält unser Schwerpunkt in c’t 1/2014 allerlei Tipps parat. Aus allen Einsendungen wählen wir die Finalisten und stellen sie zur Online-Abstimmung, die zusammen mit einer Jury die Sieger bestimmt. Die drei besten Remixe veröffentlichen wir gemeinsam mit dem Original-Song als CD-Single. (vza)

Keine Lizenzgebühren für HEVC/H.265-kodierte Inhalte

Der MPEG-Lizenzverwalter MPEG LA hat vorläufige Lizenzbedingungen für den jüngsten MPEG/ITU-Videokompressionsstandard High Efficiency Video Coding (HEVC) alias H.265 (ISO/IEC 23008-2 MPEG-H Part 2) veröffentlicht. Sie sollen noch im Frühjahr in die endgültige HEVC Patent Portfolio License einfließen. HEVC soll die Kodiereffizienz gegenüber dem 2003 eingeführten MPEG-4 AVC (H.264) nochmals verdoppeln und so auch die vergleichsweise bandbreitenschonende Übertragung von ultrahochauflösenden Videos (4K, 8K) erlauben.

Anders als bei H.264 wollen die Patentinhaber bei HEVC explizit auf Lizenzgebühren für darin produzierte Inhalte verzichten. Der Grund dafür dürften die Erfahrungen mit den H.264-Lizenzgebühren sein, die nach der ersten Gebührenperiode beispielsweise Lizenzgebühren für freies Internet-Streaming vorsahen. Dies rief das von Google, Mozilla und Opera gegründete Open Web Media Project (WebM) auf den Plan und führte schließlich dazu, dass auf diese Lizenzgebühren verzichtet wurde.

Möglicherweise wollen sich die Patentinhaber nicht auf einen weiteren Machtkampf mit Google und dessen Mitstreitern einlassen, die mit VP9 an einer offenen, lizenzkostenfreien HEVC-Alternative arbeiten.

Für En- und Decoder werden aber auch bei HEVC Lizenzgebühren fällig. Demnach muss ein Anbieter pro verkauftem De-/Encoder 20 US-Cent abführen, sofern er mehr als 100 000 Stück pro Jahr verkauft; bei weniger fallen keine Lizenzgebühren an. Maximal soll ein Unternehmen (inklusive aller Firmen, zu der es eine Beteiligung von über 50 Prozent hat) 25 Millionen US-Dollar pro Jahr für HEVC-Lizenzgebühren zahlen müssen. Chip-Hersteller können die anfallenden Gebühren im Namen von Kunden abführen, wenn diese zu den HEVC-Lizenznehmern gehören. Die Lizenzzahlungen werden rückwirkend zum 1. Mai 2013 fällig.

Bisher unterstützen 25 Unternehmen das HEVC-Lizenzabkommen, darunter Apple, BBC, Cisco, ETRI, Fraunhofer, Hitachi, NEC, LG, NTT, Siemens und Thomson. Bis zur Veröffentlichung der HEVC Patent Portfolio License kann es allerdings noch Änderungen an den Lizenzbedingungen geben. (vza)

Consumer-Camcorder für Ultra-HD-Aufnahmen

Angesichts der allgegenwärtigen 4K/Ultra-HD-TVs stellt man sich die Frage, woher Material in passender Auflösung kommen soll. Eine Option könnte Sonys knapp 2000 Euro teurer Ultra-HD-Camcorder FDR-AX-100EB sein.

Das Gerät im Consumer-Design arbeitet mit einem 1-Zoll-EXMOR-Sensor, der 20,9 MPixel auflöst, und einer 12x-Zoom-Optik (Vario-Sonnar-T, f2.8). Das Klapp-Display mit 3,5 Zoll großem Touchscreen zeigt 921 000 Pixel, der elektronische OLED-Sucher 1,4 MPixel.

Der Camcorder zeichnet Ultra-HD-Videos im Format XAVC-S (H.264 Level 5.2, bis 60 MBit/s) mit 24 oder 25 Bildern/s auf; für Full-HD-Aufnahmen steht AVCHD mit bis zu 60 Vollbildern/s zur Wahl. Die Kamera kann parallel zu XAVC/AVCHD auch MP4 in 1280 × 720 Pixeln speichern. Die Dateien lassen sich – zunächst nur nach der Aufnahme, nicht als Live-Monitor – über das integrierte WLAN-Modul etwa an ein Smartphone übertragen.

Die Aufzeichnung erfolgt wahlweise auf MemoryStick Pro Duo oder SDHC/XC (Class 10 für XAVC). Obendrein speichert der AX-100 auch Zeitlupenaufnahmen mit 120 Bildern/s mit 1280 × 720 Pixeln. Fotos schießt er in einer Auflösung von 20 MPixeln, auf Wunsch auch parallel zur Videoaufnahme. Gibt man Ultra-HD-Material über den Micro-HDMI-Port der Kamera an einen Full-HD-Fernseher aus, soll man den Bildausschnitt wählen können. Der Videoprozessor im AX-100 rechnet das Material in Echtzeit um. Der FDR-AX-100EB soll Ende April für 1999 Euro erhältlich sein. (vza)

Artikel kostenlos herunterladen

weiterführende Links