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KDE-Distribution Netrunner

Die neue Version 13.12 von Netrunner, Codename „Enigma 2“, verwendet KDE 4.11.2 mit Kicker-Menü. Eine Besonderheit der Distribution ist ein an der rechten Bildschirmseite einblendbares Panel, das Elemente wie eine Uhr und Bedienelemente für Multimediaplayer aufnimmt. Die große Auswahl an KDE-Programmen wird ergänzt durch Firefox, Thunderbird, LibreOffice, VLC und Gimp.

Netrunner richtet sich vor allem an Heimanwender und bringt zahlreiche Multimedia-Codecs sowie einige proprietäre Programme wie Skype bereits mit. Wine zum Ausführen von Windows-Programmen ist bereits vorinstalliert, Valves Spiele-Plattform Steam lässt sich über ein Icon auf dem Desktop per Mausklick einrichten. Ein Live-System mit Installer steht auf netrunner-os.com zum Download bereit. (lmd)

Canonical steigert Umsatz und Verlust

Die in England ansässige Canonical Group Limited hat ihren Umsatz im fiskalischen Jahr 2013, das am 31. März 2013 endete, um 16 Prozent auf 65,6 Millionen US-Dollar gesteigert. Gleichzeitig stieg der Verlust von 11,1 auf 21,3 Millionen US-Dollar.

Canonical bietet Dienstleistungen rund um Ubuntu an. Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit sind die technische Unterstützung von OEM-Herstellern, Online-Dienste wie Ubuntu One für Endkunden sowie Support, Consulting und Cloud-Angebote für Unternehmen. Außer in den Ausbau dieser Angebote investierte das Unternehmen 2013 vor allem in die Entwicklung einer Ubuntu-Version für Smartphones und Tablets. (lmd)

CentOS wird zum Red-Hat-Projekt

Das CentOS-Projekt und Red Hat schließen sich zusammen: Vier zentrale CentOS-Entwickler stehen ab sofort als Mitglieder des „Red Hat Open Source and Standards Team“ auf der Gehaltsliste des Linux-Distributors. Ein neues „CentOS Governing Board“, dem neben CentOS-Entwicklern auch Red-Hat-Mitarbeiter angehören, soll in Zukunft das Projekt steuern. Die Entwicklung von Red Hat Enterprise Linux und dem RHEL-Klon CentOS, der aus den Quelltextpaketen von RHEL entsteht, soll jedoch weiterhin getrennt bleiben.

Laut Red Hat soll der Zusammenschluss CentOS als stabile Plattform für Anwender stärken, die eine kostenlose und flexible Basis etwa für eigene Entwicklungen benötigen. Dabei denkt man auch an Projekte wie OpenStack, oVirt oder Gluster, die selbst wiederum die Grundlage von Red-Hat-Produkten sind. Durch die Formalisierung der CentOS-Strukturen soll das Projekt außerdem für externe Entwickler zugänglicher werden. Letztlich gewinnt CentOS so einen ähnlichen Status wie Fedora, das Community-Linux von Red Hat. (odi)

FreeBSD 10.0: Immer weniger GNU-Software

Mit der neuen Version 10.0 setzt FreeBSD den Wechsel von GNU-Tools hin zu BSD-lizenzierten Bibliotheken und Programmen fort. Statt der GNU Compiler Collection GCC und der GNU-Libstdc++-Bibliothek kommen auf x86- und ARM-Systemen jetzt der C/C++-Compiler Clang und die Libc++ des LLVM-Projekts zum Einsatz. Das Build-Tool Make wurde durch Bmake ersetzt, zahlreiche weitere GNU-Kommandozeilen-Tools von Cpio bis Patch wurden durch BSD-lizenzierte Programme abgelöst.

Das Dateisystem ZFS bietet jetzt Trim-Unterstützung, um SSDs über frei gewordene Speicherbereiche zu informieren, und beherrscht LZ4-Kompression. Standard-Paketmanager in FreeBSD 10 ist Pkg. Im Bereich Virtualisierung wurden Virtio-Treiber entwickelt und die Hyper-V-Unterstützung verbessert. Auf 64-bittigen x86-Systemen nutzt FreeBSD nun bis zu 4 TByte RAM. Die ARM-Portierung läuft jetzt auch auf dem Raspberry Pi. (odi)

Linux 3.13 beschleunigt Radeon-Treiber

Der neue Linux-Kernel 3.13 unterstützt Radeon-Grafikkerne erheblich besser. Die Radeon HD 7750 und AMD-Grafik-Hardware mit höheren Modellnummern erzielen dadurch mit den Open-Source-Grafiktreibern von Mesa 3D nun bis zu sechsfache 3D-Leistung. Die dafür verantwortliche Kernel-Änderung ist nur wenige Zeilen lang – sie beseitigt einen Bug, aufgrund dessen der Linux-Kernel bei den beiden neuesten Radeon-Grafikchip-Generationen bislang nur einen Teil der GPU-Rechenwerke aktiviert hat.

Die wohl wichtigste Neuerung im Kernel 3.13 ist das Netzwerk-Paketfilter-Subsystem Nftables. Es soll mittelfristig die bisherigen Firewall-Filtermechanismen des Kernels ablösen, auf die Werkzeuge wie Iptables zurückgreifen. Kern von Nftables ist eine virtuelle Maschine, die Bytecode ausführt, den das Nftables-Programm Nft erzeugt. Nft führt eine neue Syntax zur Formulierung von Filterregeln ein; die Entwickler stellen aber Tools bereit, um bestehende Firewall-Regeln mit Nftables weiterverwenden zu können.

Erweiterungen am Block Layer machen den Linux-Kernel fit für PCIe-SSDs, NVMe-Hardware und andere Datenträger, die schneller arbeiten als aktuelle Desktop- und Notebook-SSDs. Squashfs, das viele Linux-Distributionen zur Kompression des Root-Dateisystems von Live-Medien nutzen, soll mit Linux 3.13 deutlich schneller arbeiten. Bessere Performance versprechen auch Änderungen an der Speicherverwaltung, darunter einige, die speziell NUMA-Systemen mehr Leistung entlocken sollen. Details zu diesen und weiteren Änderungen liefert ein Artikel auf heise open (www.heise.de/-2087964). (thl)

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