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Mit Touch ins All

Microsoft hat Version 5.0 seiner kostenlosen Planetariums-Software WorldWide Telescope für die Bedienung per Touch optimiert. Man installiert auf dem eigenen Rechner einen Client, der auf die vielen Terabyte astronomischer Daten auf den Microsoft-Servern zugreift. Diese umfassen jetzt neben Sternen, Planeten und sonstigen astronomischen Objekten auch detaillierte 3D-Modelle etwa der Raumstation ISS oder des Gemini-Observatoriums. Neue Shader für die 3D-Darstellung von Planeten sollen Atmosphäre und Licht realistischer darstellen; die Himmelskörper lassen sich mit der Maus oder per Touch nach Belieben drehen und schwenken. Die Software läuft unter Windows 7 und 8, benötigt DirectX ab Version 10 und das .NET Framework 4.0. (pek)

Internet der Maschinen

Offenbar hält nicht nur Google die Idee eines „Internets der Dinge“ für ein heißes Eisen (S. 30), auch Software-Firmen aus Technik und Wissenschaft wollen hier ihre Claims abstecken. Wolfram Research, die Firma hinter Mathematica und dem Webdienst Wolfram Alpha, hat ihr Connected Devices Project gestartet. Dessen Ziel: In Zusammenarbeit mit der Mathematica-Community und den jeweiligen Geräteherstellern sollen alle internetfähigen Geräte von der Smart Watch über intelligente Stromzähler und Navigationsgeräte bis hin zu wissenschaftlichen Messinstrumenten über die jüngst vorgestellte Programmiersprache Wolfram Language anzusprechen sein. Um die Daten unter einen Hut zu bringen, sieht Wolfram Research ein Framework namens WDF vor. Über dieses kann Software desselben Herstellers auf die Daten zugreifen, sie aufbereiten, analysieren und visualisieren. Mit dem Raspberry Pi ist bereits ein erstes Gerät fest ins Wolfram-Universum eingebunden: Die aktuelle Version des Kleincomputers wird mit einer kostenlosen Mathematica-Ausgabe und einer ersten Wolfram-Language-nterstützung ausgeliefert (c’t 26/13, S. 45).

Auch den CAD- und PLM-Hersteller PTC drängt es ins Internet der Dinge: Er hat das US-Unternehmen ThingWorx aufgekauft. Dieses entwickelt eine Plattform, die sich einerseits für die Kommunikation von computerisierten Geräten untereinander wie in Wolframs Connected Devices Project eignen soll. Andererseits ist sie auch für die Vernetzung und den Informationsaustausch zwischen Maschinen und Fertigungsanlagen in der Produktion gedacht (M2M-Kommunikation). PTC plant offenbar, die Datenströme nicht nur innerhalb der Fabrik zu analysieren, um den Fertigungsprozess zu steuern und zu optimieren – auch die Produkte selbst sollen vernetzt werden und kommunizieren. Hersteller könnten sich so Daten über den täglichen Einsatz beim Kunden schicken lassen und beispielsweise Informationen über den tatsächlichen Einsatz, die Zuverlässigkeit sowie Schwachstellen ihrer Erzeugnisse sammeln. Damit würden sie auch nach dem Verkauf eine gewisse Kontrolle über ihre Produkte behalten und können den Kunden erweiterte Wartungsverträge anbieten, etwa über kontinuierliche Ferninspektionen oder garantierte Frühwarnungen vor drohenden Verschleißschäden. Damit ergänzt die Plattform von ThingWorks die eigenen Angebote von PTC aus den Bereichen Service-Lifecycle-Management (SLM) und Product-Lifecycle-Management (PLM). (pek)

Planen und Illustrieren in 2D

Das technische Zeichen- und Illustrationsprogramm ThouVis Professionell wurde für Version 5.5 im Detail verbessert: So skaliert die Software ein gewähltes Polygon auf den vorgegebenen Flächeninhalt, was etwa bei der Bauplanung nützlich sein soll, wenn nur ein nicht maßstäblicher Grundstücksplan und die Größe laut Kataster zur Verfügung stehen. Auf Wunsch wird nicht nur das einzelne Polygon, sondern gleich die komplette Ebene oder die gesamte Zeichnung mit skaliert. Rotiert man ein Objekt, drehen sich seine Schraffuren wahlweise mit oder behalten die Standard-Ausrichtung bei. Auch die Export- und Importfunktionen für die Standard-Formate DWG und DXF hat der Hersteller aktualisiert und beispielsweise den Export von Bögen nach DXF verbessert.

ThouVis Professionell kostet als Vollversion 200 Euro, die Upgrade-Preise beginnen bei 82 Euro. Die erweiterte Version ThouVis Arch bietet zusätzliche Werkzeuge und Symbole für Bauzeichner und Architekten und kostet 439 Euro für die erste Lizenz. Die zweite gibt es für 213 Euro, jede weitere für 154 Euro, was auch dem Preis des Upgrades entspricht. Die Standardausgabe des Zeichenprogramms trug bei Redaktionsschluss noch die Versionsnummer 5.0 und kostet 77 Euro als Download und 94 Euro auf CD. Sie lässt sich durch Plug-ins erweitern – wer solche allerdings selbst entwickeln will oder DWG-, HPGL- und SVG-Dateien importieren möchte, braucht die Professionell-Version. (pek)

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